B2P017 Markus Gruber – High-Tech Milch meets Tradition

B2P017 Markus Gruber – High-Tech Milch meets Tradition

Was ihr in dieser Folge hören könnt …

Da es bei BauertothePeople um verschiedene Perspektiven geht, könnt ihr jene von Bianca – unserer Co-Moderatorin – auch in ihrer aktuellen Reportage über unseren Besuch bei Markus Gruber lesen. (https://bauertothepeople.at/von-uns/)

Wirklich wunderschön eingebettet und tatsächlich „am“ Walde liegt der Mühlviertler Bauernhof. Im Podcast werdet ihr erfahren, wie Markus überhaupt zum Bauern wurde, was ihn geprägt hat und woher diese Affinität zur Technik kommt.

Wir hören viel über Kühe und Ihre Fähigkeit als Wiederkäuer, Gras in tierisches Protein zu verwandeln. Neben dem Milchviehhaltung wird am Lemböckhof auch gezüchtet. Warum Zucht und Milchproduktion eigentlich sehr gut Hand in Hand geht, wird auch im Fokus-Teil unseres Gespräches erklärt.

Wir sprechen auch über das Verhältnis von Modernisierung und Tradition, Markus Perspektive zu Tierwohl und viele weitere interessante Themen rund um die Familie Gruber, das Leben und Wirken als Landwirt und Kommunikation als wichtigen Bestandteil moderner Tätigkeit.

–> Weitaus mehr lesen (und anschauen) könnt ihr in Biancas BauertothePeople-Reportage über Markus Gruber: https://bauertothepeople.at/2020/12/13/markus-gruber-kuhnaktion/

ein paar Eindrücke …

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B2P016 Christian Bachler – Mutbauer

B2P016 Christian Bachler – Mutbauer

Was ihr in dieser Folge hören könnt …

“Unser tendenziell verhaltensauffälliger Jungbauer aus der Steiermark, der Bauer in #BauertothePeople, der Jean Ziegler der Krakau vulgo Christian Bachler vom Bergerhof Krakauebene hat trotz seiner relativen Jugend ein sehr bewegtes Leben hinter sich.

Das Schicksal hat Christian und seine (superliebe) Mama ein paar mal ordentlich erwischt und, naja, normal ist der Bub halt auch nicht …

Damit diese wunderbare Heimat vermeintlich sprechender Tiere (man beachte die Beiträge auf FB), kritischer Perspektiven und lukullischer Besonderheiten nicht verloren geht, hat jetzt der Praktikant vom Christian,

Florian Klenk, einen Rettungsversuch gestartet. Und siehe da …”

[Auszug aus unserem FB-Posting vom 29.11.2020 … weil´s es als Einleitung gut passt]

Zurück in der Gegenwart

Inzwischen ist der 2. Dezember, insgesamt hat die Aktion mehr EUR 400.000,- von ca. 10.000 SpenderInnnen erzielt. Der Bergerhof ist schuldenfrei, Christian gegenwärtig der wohl bekannteste Landwirt Österreichs, der Tag hat immer noch 24 Stunden, es ist nach wie vor Winter.

Ohne hier jetzt auf die aktuelle Podcast-Folge direkt einzugehen – die soll man sich ja idealerweise anhören – kann man sagen, dass in der letzten Woche etwas geschehen ist, dass in seiner Form einzigartig war und vermutlich auch bleiben wird. Vielleicht war es auch ein Ereignis, welches nachhaltige Spuren in der österreichischen Landwirtschaft hinterlassen, vielleicht auch ein paar neue Spuren ziehen wird.

Neben all dieser offensichtlichen Sensationen, viralen Dynamiken und der vielen Öffentlichkeit, den Sichtweisen und Meinungen, bleibt es doch ein privates und unmittelbares Ereignis, welches nur eine Familie, einen Betrieb und einen Landwirten betrifft.

Letztlich ist es auch nicht so zentral, “dass” es passiert ist, sondern “warum” es passiert ist. Daher ist es auch das Ziel von BauertothePeople, den jeweils Anderen die Möglichkeit zu geben, hineinzuschauen in Lebenswelten, Beweggründe und Ursachen kennenzulernen und sich dann auf Basis dieser zusätzlichen Perspektive eine Meinung zu bilden oder bisherige Meinungen zu erweitern.

Aus diesem Grund haben wir mit Christian über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gesprochen, seine Geschichte, seine Sichtweisen und seine Motivation.

Zum Ende sei Christians Schluss (aus dem Podcast) vorweggenommen: “Scheißt´s eich nix!”

ein paar Eindrücke …

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Adresse

Krakauebene 39, 8854 Krakau

Foto - B2P016 Christian Bachler - Mutbauer
Foto - B2P016 Christian Bachler - Mutbauer
Foto - B2P016 Christian Bachler - Mutbauer

B2P015 Herbert Szyhska – Wachauer Marillenbauer, Quereinsteiger & kritischer Geist

B2P015 Herbert Szyhska – Wachauer Marillenbauer, Quereinsteiger & kritischer Geist

Was ihr in dieser Folge hören könnt …

“Ich wollte irgendwas mit Landwirtschaft machen” sagt Herbert in unserem Gespräch. Dass es dann genau die Marillen wurden, war reiner Zufall.
Ich wollte irgendwas mit Landwirtschaft machen” sagt Herbert in unserem Gespräch. Dass es dann genau die Marillen wurden, war reiner Zufall. Den Garten hat er über eine Immobilienplattform gefunden, komplett verwildert war er, sicher schon seit 10 Jahren nicht mehr genutzt. Marillengarten, Wachau, 10 Jahre nicht genutzt? Klingt unlogisch, ist aber so. Wenn man die Hintergründe kennt.

So eng die Marille auch mit der Wachau verbunden sein mag – war sie übrigens nicht immer – ist sie doch nur eine “Neben-Erwerbs-Darstellerin”. Kaum einer macht es im Haupterwerb, nur einer als Demeter-Betrieb. Dafür haben aber viele Weinbauern ein paar Marillenbäume.

Die Wachauer Marille als Sorte gibt es auch nicht, es sind die Sorten “Ungarische Beste” und “Klosterneuburger”, die in Österreich generell und auch in der Wachau wachsen. Der besondere Boden in der Wachau ist nicht nur für die Weinreben ideal sondern auch für die Marille vulgo Aprikose, weshalb gerade hier der Ertrag besonders gut ist. Woanders wächst sie auch, aber eben nicht so gut.

Eigentlich hat er ja die HTL für Holztechnik gemacht und in der Baubranche gearbeitet. Wie es Ihn dann quasi quer in die Landwirtschaft getrieben hat, erzählt er im dieser Folge.

Seite zweite Mission, neben dem Quereinsteigen, ist auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Agrarsystem. Herbert bezeichnet sich und seinen Betrieb als “fördermittelbefreit”. Kurz gesagt, er verlangt, dass landwirtschaftliche Betriebe, so wie alle anderen Betriebe auch, von dem leben, was sie erwirtschaften, was sie produzieren und verkaufen. Wie genau das klappt und was er damit meint erklärt er ab ca 01:46:00.

Hört einfach rein und erfahrt noch viel mehr über Marillen, Demeter, das landwirtschaftliche Förderwesen und und und …

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Adresse

3511 Furth bei Göttweig, Austraße 151/5

Foto - B2P015 Herbert Szyhska - Wachauer Marillenbauer, Quereinsteiger & kritischer Geist

B2P014 Micha Beiglböck (nahgenuss) – Der entspannte Verbinder

B2P014 Micha Beiglböck (nahgenuss) – Der entspannte Verbinder

Was ihr in dieser Folge hören könnt …

Mit seiner Plattform Nahgenuss (www.nahgenuss.at) bringt Micha Beiglböck ProduzentInnen und KonsumentInnen seit mittlerweile fünf Jahren zusammen. Die Idee: Es werden Fleischpakete verkauft, nicht nur Einzelteile und geschlachtet wird erst, wenn das Tier verkauft wurde.

Mit Micha haben wir mit dem tiefenentspanntesten Jungunternehmer gesprochen, den wir bisher kennengelernt haben. Von seinem täglich wechselnden Schreibtisch in einem Grazer Gemeinschaftsbüro vulgo Co-Working-Space schupft Micha seine Plattform als One-Man-Show und das noch, wie er meint, zu völlig vernünftigen Arbeitszeiten.

Eigentlich hat Micha Philosophie und Rechtswissenschaft studiert und seine erste Karriere auch in einer Wiener Kanzlei gestartet. Obwohl die Juristerei eigentlich ganz lustig war und dieser Weg wohl auch ein erfülltes Leben geboten hätte, wollte Micha doch etwas anderes, wie er sagt. Und so hat es ihn und seinen Bruder Lukas letztlich in Richtung Landwirtschaft getrieben.

Ein wichtiger Aspekt für den Weg in Richtung Nahgenuss dürfte wohl die elterliche Praxis gewesen sein, sich beim Bauern des Vertrauens immer wieder ein halbes Schwein nach Hause zu holen und dieses nach und nach zu verarbeiten. Geprägt wurde er sicher auch von seinen Eltern, beides studierte Theologen, welche ihm den Willen zum Gestalten bereits in die Wiege legten, immer verbunden mit dem Anspruch, Dinge auch zum Besseren zu wenden.

Am vorläufigen Ende stand dann Nahgenuss. Am Anfang waren es viele Gespräche mit LandwirtInnen und viel Überzeugungsarbeit, die zu leisten war. Schließlich haben sich dann vier Betriebe aus Mitleid entschlossen, die Idee zu unterstützen, lacht Micha. Der Anfang war geschafft. Nach und nach kamen dann weitere Betriebe hinzu. Michas Aufgabe war und ist es, die Plattform und die Prozesse so einfach wie möglich zu gestalten, damit es seinen Kunden am Anfang der Wertschöpfungskette leicht gemacht wird, ihre Produkte an die Kunden am Ende der Wertschöpfungskette zu verkaufen. Daneben sind eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation wesentliche Erfolgsfaktoren. Beides dürfte bisher gut gelungen sein, denn die Plattform wächst.

Die Grundidee war, dass man keine Einzelteile verkauft, da es für die Landwirt sehr schwierige war, dass ganze Tier zu vermarkten. Es werden nur die „Gustostückerl“ verkauft und die weniger bekannten Teile waren schwer absetzbar. Mit dem Schritt, gemischte Fleischpakete zu verkaufen, war es den Bäuerinnen und Bauern nun möglich, dass ganze Tier im Prinzip schon vor der Schlachtung zu verkaufen und somit höhere Erträge und eine bessere Planbarkeit zu erreichen. War die Skepsis anfangs noch groß, hat sich nach und nach jedoch gezeigt, dass dieser Weg funktioniert, der sog. „Proof of Concept“ war gelungen.

Während Corona kam nun mit dem Wein ein weiteres „Grundnahrungsmittel“ ins Sortiment, wobei der Fokus von Nahgenuss ganz klar auf Fleisch liegt und laut Micha auch gar nicht beabsichtigt ist, das Sortiment großartig zu erweitern. Er und seine Kunden sind mit dem aktuellen Angebot sehr zufrieden.

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Adresse

Mariahilferstraße 13/8, 8020 Graz │ Austria

Foto - B2P014 Micha Beiglböck (nahgenuss) – Der entspannte Verbinder
Foto - B2P014 Micha Beiglböck (nahgenuss) – Der entspannte Verbinder

B2P013 Hermann & Thomas Neuburger – Sag niemals nie …

B2P013 Hermann & Thomas Neuburger – Sag niemals nie …

Was ihr in dieser Folge hören könnt …

Wenn man die Mühlviertler vom Produkt überzeugen kann, dann muss es im Rest von Österreich auch klappen, scherzt Hermann Neuburger, sichtlich stolz auf seine Region und sein Produkt. Und betrachtet man dass, was er aus der elterlichen Fleischhauerei seit seinem Einstieg im Jahr 1977 gemacht hat, dann auch völlig zurecht.

Mit zunehmendem Erfolg überkam ihn aber auch immer mehr der Zweifel daran, ob er angesichts zunehmender Daten über ökologische, ökonomische und soziale Folgen eines immer höheren Fleischkonsums nicht langsam zum Mitverursacher dieser Entwicklung geworden war.

Und so begann er schließlich mehrere Entdeckungsreisen durch Asien, auf der Suche nach der perfekten Alternative zum Fleisch. Es folgten viele Jahre des Experimentieren, Jahre in denen nach und nach auch sein Sohn Thomas ins Unternehmen hineinwuchs.
Schlussendlich hat man dann den Kräuterseitling als idealen Fleischersatz ausgemacht und seither viel Zeit und sehr viel Geld in die eigene Zuchtanlage und eine passende Produktion investiert. Aus rein ökonomischer Sicht hätte man einfach die Produktion des „Neuburgers“ ausweiten und dort investieren sollen, meinen Vater und Sohn übereinstimmend. Der Markt ein noch groß, gerade Deutschland noch lange nicht erobert.

Langsam übergibt Vater Hermann sein Lebenswerk nun an seinen Sohn Thomas der nun vor allem die neue Marke „Hermann Fleischlos“ vorantreibt. Wobei an Rückzug denkt Hermann Neuburger noch lange nicht, wieso sollte er das tun, lacht er. Gefragt wie viel er denn pro Woche arbeitet, schaue ich in ein ratloses Gesicht. Er habe eigentlich noch nie die Stunden gezählt, keine Ahnung.

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Kontakt

info@neuburger.at

Adresse

Dreisesselbergstraße 6, 4161 Ulrichsberg

Sonstiges

 

Präsentation, die währende des Gespräches mitlief
Präsentation-Neuburger

 

Foto - B2P013 Hermann & Thomas Neuburger – Sag niemals nie …
Foto - B2P013 Hermann & Thomas Neuburger – Sag niemals nie …