B2P033 Franz und Markus Pannagl – Mit Herz und Ochsenherz(paradeiser)

Was ihr in dieser Folge hören könnt …

Kennt ihr die Filme, wo es irgendwo mitten im Meer, im Urwald oder sonst wo, auf einmal einen verborgenen Ort gibt, von dem die restlichen acht Milliarden Menschen auf der Welt noch nie etwas mitbekommen haben? Dort leben auch noch Dinosaurier, unbekannte Völker und unbekannte Tierarten.

Wir deuten jetzt mal den Kollegen Jules Verne phonetisch, also so wie man es ausspricht, und gelangen über diesen sprachlichen Spagat in die österreichische Hauptstadt. Die geheimnisvolle Insel, von der hier die Rede ist, liegt in der Simmeringer Haide.

Dort wohnen zwar keine Dinosaurier und unbekannte Völker, zu entdecken gibt es dort aber so einiges. Hier reiht sich ein Glashaus an das andere. In der einen Minute steht man noch in der Wiener Wohnsiedlung, ein paar Schritte weiter glaubt man sich schon in einer völlig anderen Welt. Allein deshalb lohnt sich ein Spaziergang.

Was wir im Gespräch mit Vater und Sohn, Franz und Markus Pannagl gleich mal lernen: Wir sprechen hier nicht mit Landwirten, sondern korrekterweise mit Gärtnern. Und auch die Dimensionen ändern sich. Spricht man im Ackerbau nur von Hektar Anbaufläche, geht es hier wieder um den uns Konsumenten besser vertrauten Quadratmeter.

Die Pannagls haben sich auf Ochsenherztomaten spezialisiert. Wer im Osten von Österreich im Handel eine solche kauft, kann ziemlich sicher sein, dass sie von diesem Betrieb stammt. „Wir haben uns immer schon auf die spezielleren Sorten fokussiert“ lachen die beiden.

Papa Franz war auch bei der Gründung der LGV Genossenschaft dabei, in der sich die vielen Gemüsebauern zusammenschlossen, um eine stärkere Position gegenüber dem Handel zu erreichen.

Wir erfahren in dieser Folge viel über die Entwicklung der Landwirtschaft rund um Wien und lernen, dass die Wiener Landwirte vielfach aus dem Waldviertel stammen. Wir sprechen über die Grundlagen des Gemüsebaus sowie den Handel und Verkauf der Ware. Dabei lernen wir auch wieder zwei interessante und sehr nette Menschen kennen und vor allem eine neue Perspektive auf unsere Lebensmittel.

ein paar Eindrücke …

weiterführende Infos und Links …

Kontakt

+43  1 769 23 75

Adresse

Mitterweg 19, Simmering, 1110 Wien

sonstiges

Eure Meinung

2 Kommentare

  1. Jacqueline

    Wieder einmal ein ganz toller Podcast! Was mich interessieren würde wäre, was fehlt, um LGV Gemüse bio zu produzieren?

    Antworten
    • Markus Pannagl

      Liebe Jacqueline,
      vielen Dank für deine Frage und dein Interesse an dem Podcast über unseren Betrieb.

      Das Problem um mehr LGV Produkte BIO Zertifiziert anzubieten liegt weniger daran das die Produzenten das nicht möchten, auch die Nachfrage wäre durchaus gegeben.
      Die „Krux“ liegt eher in der heute bewährten Anbaumethode von Fruchtgemüse an sich.

      Hierbei wird aus Kulturtechnischen (bodenbürtige Pilze usw.) sowie ertraglichen Aspekten auf die Kultivierung in Substratmatten (gefüllt mit oftmals Koksfasern o.ä.) gesetzt.

      Diese Art der Kultiviert bringt wie schon erwähnt viele Vorteile mit sich, wie u.a. längere Kulturdauer möglich, effizientere Bewässerungsoptimierung, höherer Erträge, Reduktion von Pflanzenschutzeinsatz uvm.

      Nun ist es aber so das für Bertriebe, um eine Zertifizierung als Bio-Produkt zu erlangen, zwingend eine Kultivierung im Mutterboden erforderlich ist.
      Somit ist eine BIO-Produktion von Fruchtgemüse in Substratkultur schlichtweg nicht vorgesehen/möglich.

      Da der Fokus der Gemüsegärtner in Wien welche für die LGV Sonnengemüse EG Produzieren sich über viele Jahre auf die Produktion von Fruchtgemüse Spezialisiert hat, ist auch der BIO- Anteil dementsprechend gering.
      Hier wird aber auch mit gezielten Anbauversuchen von neuen Sorten, alten Raritäten oder überhaupt ganz anderen Kulturen und vielen anderen Denkansätzen, an einer Steigerung gearbeitet.

      Auch durch die Fusionierung der ehemaligen LGV Frischgemüse und der Seewinkler Sonnengemüse im Jahr 2019 konnte durch die damit einhergehende massive Verbreiterung des Sortiments eine Steigerung des BIO-Anteil erreicht werden.

      Ich hoffe deine Frage hiermit nun möglichst verständlich aufgeklärt zu haben, wenn nicht stehe ich gerne noch zu Verfügung.

      *Der Bio-Anteil liegt bei knapp 50%. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt für LGV Sonnengemüse in Richtung Ausweitung des Bio-Anteils. Die Anzahl der Bio-zertifizierten Familienbetriebe ist mittlerweile auf 21 angestiegen. Die Bio-Flächen wurden um 15% erweitert und die Bio-Erntemenge um 11% auf insgesamt 1,6 Tonnen gesteigert.

      *Quelle: Saisonbericht LGV Sonnengemüse EG (https://lgv.at/presse/saisonende-bei-lgv-sonnengemuese-mit-umsatzplus/)

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X