Comments for Bauer to the People https://www.bauertothepeople.at closing the gap Tue, 20 Oct 2020 11:16:52 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 Comment on B2P009 Ernst Michael Preininger – Der kulinarische Vermesser by Elisabeth Ertl https://www.bauertothepeople.at/podcast/2454/#comment-33 Tue, 20 Oct 2020 11:16:52 +0000 Zum Mais:
Der Mais dient längst nicht mehr ausschließlich als Schweinefutter. Er ermöglicht den Städtern Ökostromverträge, die ja im Mix ein kalorisches Element brauchen, um die volatilen Formen Wasser, Wind und Sonne auszugleichen, eben z.B. mit Biogas. Der wirklich ökologische Strom ist nämlich nicht Ökostrom, sondern nicht verbrauchter Strom.
Der Mais ist von den Ökos erwarteter Plastikersatz als nachwachsender Rohstoff: Maisstärkesackerl, Maisgriffe von Särgen, medizinale Fellgerbung mit Mais etc.
Andererseits hat das Problem mit dem Maiswurzelbohrer in der Oststeiermark bereits zu einer deutlich reichhaltigeren Fruchtfolge geführt. Neben Kürbis, Kartoffeln, Raps, Gerste und Weizen finden sich mittlerweile Soja, Hirse, Dinkel, Emmer, Ackerbohnen, Elefantengras und auch Blühstreifen.
Schweine und Geflügel:
Das jetzige Maß an Fleischproduktion mit importierten Futtermitteln und Gülleüberschuss mit entsprechendem Nitrat im Trinkwasser muss sicher deutlich reduziert werden. Aber Tiermist ist und bleibt ein wichtiger ökologischer Stickstoffdünger. Wir können Österreich biologisch mit reduzierter Viehhaltung ernähren, und wir können Österreich vegan mit Kunstdünger ernähren. Aber biovegan geht es nicht!!

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Comment on Vorwort zu Peter Roseggers „Jakob der Letzte“ aus dem Jahr 1889 und ein kurzer Kommentar hierzu by Elisabeth Ertl https://www.bauertothepeople.at/2020/10/07/vorwort-zu-peter-roseggers-jakob-der-letzte-aus-dem-jahr-1889-und-ein-kurzer-kommentar-hierzu/#comment-31 Thu, 08 Oct 2020 06:45:02 +0000 https://www.bauertothepeople.at/?p=2469#comment-31 Vielen, vielen Dank für diesen Text, der an Aktualität wahrlich nicht zu übertreffen ist!

Es ist interessant, dass auch die linke Band “Schmetterlinge” der 1970er Jahre noch ein Bewusstsein hatte von der ungerechten Missachtung des Bauernstandes. In ihrer “Proletenpassion” findet sich ein Text über die Leibeigenschaft in der Zeit des Absolutismus. Der Text ist sehr aktuell, man muss nur den “Herren”, den “Fürsten” ersetzen durch den heutigen Souverän, das mehrheitlich urbane Volk, welches ungeniert durch Mähwiesen und mitten über Almweiden trampelt,den “König” durch den Politiker und Funktionär, die “Pfaffen” und den “Bischof” durch moralisierende NGOs, den jagenden Edelmann durch den Konzernchef, der auf Jagdeinladungen seine profitabelsten Geschäftsdeals aushandelt, den Junker durch den Einkäufer des Lebensmittelkonzerns, und den “Fugger” durch die heutigen Shareholder:

Der Bauer trägt das ganze Land
auf dem gebeugten Rücken,
muß sich stets tiefer bücken
für Fürst und Pfaffenstand.
Je mehr die Herren sich schmücken,
je härter drückt ihre Hand.
Da hilft kein zorniger Gott,
der Teufel wohnt im Schloß,
da ist des Bauern Not so groß,
des Bauern große Not.
Der Edelmann reit` aus zur Jagd,
der Fürst reit` übers Getreide,
der Bischof im goldenen Kleide
macht mir die Kindlein nackt.
Der Fürsten Gold und der Pfaffen Geschmeide
hab` ich aus dem Acker gehackt.
Der Adel reit` übers Brot
auf seinem hohen Roß,
da ist des Bauern Not so groß,
des Bauern große Not.
Ein Junker fuhr mit sieben Gulden
zur Stadt, und in den Gassen
sieht er reiche Bürger prassen,
und macht beim Fugger Schulden.
Muß Bauern schinden lassen,
die Bauern müssen`s dulden.
Aufs Blut und in den Tod
trifft mich ein jeder Stoß,
da ist des Bauern Not so groß
des Bauern große Not.

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Comment on B2P004 Susanne Karr - Verbundenheit | Perspektiven einer veganen Lebensweise by Susanne Karr https://www.bauertothepeople.at/podcast/2201/#comment-30 Tue, 29 Sep 2020 17:52:23 +0000 In reply to flofanta.

Hallo Florian,
Vielen Dank für Dein Feedback. Du sprichst eine spannende Frage an. In der Tat ist es für uns Menschen oft einfacher, Verbundenheit zu Tieren herzustellen als zu Pflanzen- obwohl es auch passionierte Gärtnerinnen gibt oder Menschen denen ihre Pflanzen in der Wohnung sehr nahestehen. Streng genommen ist es sicherlich debattierbar, ob man Pflanzen einfach „töten“ darf um sich zu ernähren. Es gibt ja auch Menschen, die nur Früchte/Nüsse etc., zu sich nehmen, um diesem Dilemma zu entgehen. Ob man diesen Weg einschlagen will bleibt jedem überlassen. Für mich bedeutet jedenfalls die Tatsache, dass auch Pflanzen lebendige Wesen sind, dass man ihnen mit Achtsamkeit begegnen soll. Und wie sie herangezogen werden spielt sicher eine Rolle. Der massenhafte Anbau, kombiniert mit Pestiziden ist – abgesehen von gesundheitlichen Argumenten – auch deswegen abzulehnen, weil er Pflanzen total unter dem Aspekt der Nützlichkeit sieht – wieder mal ein typischer Wesenszug des Anthropozentrismus.

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Comment on B2P005 Herwig Ertl - Edelgreissler, Dickkopf, Botschafter by Elisabeth Ertl https://www.bauertothepeople.at/podcast/2280/#comment-28 Mon, 21 Sep 2020 12:27:47 +0000 Herzlichen Dank für diesen hoffnungsvollen Beitrag! Es gibt am Land immer mehr solcher Initiativen, wo man versucht, von den Kapitalsammelbecken (Banken, Konzerne) unabhängig zu werden. Das ist Knochenarbeit, und dazu ist Herwig Ertl ganz ausdrücklich zu gratulieren!
In unserer Nähe gibt es einen Hausarzt, der in einem kleinen Dorf nicht nur ein Gesundheitszentrum mit umfangreichen Angeboten initiiert hat (https://gesundheitsnetzwerk-raabtal.at/), sondern Gesundheit viel umfassender versteht. Dazu gehört für ihn auch, vor Ort einkaufen zu können und nicht 8 km mit dem Auto in die Bezirkshauptstadt fahren zu müssen. Weil die örtliche Gemischtwarenhandlung wirtschaftlich nicht überlebt hat, betreibt jetzt der Arzt selber ein solches Geschäft: https://minihof-liebau.gv.at/unternehmen/betriebe/125-nahversorgung-dr-eicher
Man geht durch den Laden in die Ordination, und wenn die Assistentinnen gerade nichts Unaufschiebbares zu tun haben, machen sie die Kassa. So wird zwar kein Gewinn, aber auch kein Verlust gemacht.
Zur Gesundheit gehört für den Arzt aber auch, dass die Bauern der Gegend ihre Produkte direkt zu angemessenen Preisen vermarkten können und nicht auf die Handelskonzerne angewiesen sind, die ihnen finanziell das Weiße aus den Augen holen. Daher gibt der Arzt den Bauern der Gegend die Gelegenheit, ihre Produkte bei ihm zu verkaufen. Darüber hinaus arbeitet er mit der Initiative http://www.markta.at zusammen, die die Nahrungsmittel der Bauern direkt an Kunden in der Stadt, vor allem nach Wien versendet.

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Comment on B2P004 Susanne Karr - Verbundenheit | Perspektiven einer veganen Lebensweise by Wilhelm Geiger https://www.bauertothepeople.at/podcast/2201/#comment-27 Fri, 18 Sep 2020 11:00:25 +0000 In reply to flofanta.

Hi Florian, cool, freut mich, dass du uns hörst!!! Sofern du ein paar Links / Quellen zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen hast, stell sie gerne einfach dazu. Das Thema wird generell sehr kontrovers diskutiert und mit Susannes Perspektive haben wir jetzt mal angefangen. Ich hoffe, dass wir dieses “Spektrum” in der Zukunft noch um einige Gespräche erweitern können. Einen allgemeinen Konsens wird es zu diesem Thema – und vielen anderen Themen – ohnehin nie geben. Hoffe du bleibst uns auch weiterhin als Hörer erhalten 🙂
lg & danke
Willy

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Comment on B2P004 Susanne Karr - Verbundenheit | Perspektiven einer veganen Lebensweise by flofanta https://www.bauertothepeople.at/podcast/2201/#comment-26 Wed, 16 Sep 2020 08:40:07 +0000 Hi Leute. Ich hab mir bis jetzt alle Pod-Casts angehört und finde euer Schaffen super.
Bei diesem Gespräch sind mir 2 Fragen in den Sinn gekommen. Susanne verfolgt einen fuer mich sehr nachvollziehbaren Weg. Wo stehen in ihrer Gedankenwelt die Pflanzen? Wir Menschen können nicht wissen was im Inneren einer Pflanze vorgeht, da wir eine andere Art von Wesen sind. Tiere stehen uns näher, sie haben Augen, Ohren, usw. Wir meinen ihnen gegenüber emphatisch sein zu können. Es ist aber auch wissenschaftlich bewiesen, dass Pflanzen untereinander via dem Mykorrhiza-Pilz kommunizieren und so ein Sozialleben führen. Pflanzen sind auch Lebewesen die getötet werden müssen um Menschen zu ernähren. Also ist doch jede Art von Kultivierung auch Unterdrückung/Ausbeutung?
Und wie steht der Bauer vom Bergerhof zu Susannes Weltbild?

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Comment on B2P004 Susanne Karr - Verbundenheit | Perspektiven einer veganen Lebensweise by Elisabeth Ertl https://www.bauertothepeople.at/podcast/2201/#comment-25 Sun, 13 Sep 2020 09:47:42 +0000 Danke für diesen Podcast als Beitrag zu einem wirklichen Dialog zwischen Bauern und Konsumenten!
Ich selber bin überzeugte Flexitarierin. Was ich an Veganern dennoch schätze:
1) In einer Gesellschaft, deren Fleischkonsum eindeutig viel zu hoch ist, leisten Veganer einen wichtigen Beitrag des Ausgleichs.
2) Bis zum 2. Weltkrieg konnten sich Großstädte wie Wien teils noch selber versorgen. Es gab auch innerhalb der Stadtgrenzen zahlreiche Viehställe z.B. mit Schweinen, welche Lebensmittelabfälle verwerteten, die heute im Müll landen. Heute ist die Versorgung von bald 2 Millionen Menschen ohne jeden landwirtschaftlichen Bezug nur noch mit leistungsstarker Logistik und somit ohne industrielle Nahrungsmittelproduktion schwer machbar. Im Bereich der tierischen Produkte bedeutet dies oft Massentierhaltung. So ist eine vegane Lebensform als bewusste Antwort darauf sehr gut nachvollziehbar. Ich persönlich bin für eine Reduktion der Produktion tierischer Lebensmittel in Österreich hin auf ausschließlich flächengebundene Tierhaltung ohne Soja-Import aus dem Regenwald und der daraus erwachsenden Nitratverseuchung unseres Trinkwassers durch das Übermaß an Gülle.
3) Mit ihren gut durchdachten Argumenten zwingen Veganer uns Nutztierhalter, unser Tun ebenso reflektiert zu begründen:
Ich als Halterin von Fleischschafen möchte wie folgt antworten: Für mich ist Schlachten ein Memento mori, zu welchem immer wieder Selbstüberwindung gehört. Sobald der Versuchung zu destruktivem Schuldgefühl widerstanden worden ist, senkt sich eine heilige Atmosphäre des Schweigens herab. Ich vermittle dem Tier: “Auch mir wird einst der Tod zugemutet, um anderem Leben eine Chance zu geben.” So bleibe ich mit ihm solidarisch, auch wenn ich ihm das Leben nehme, das ich ihm zuvor ermöglicht habe. Fleisch unterstreicht die Transzendenz der Festtage, und man gönnt es dem, der sich körperlich für andere verausgabt. Es gehört nicht in den gewöhnlichen Alltag.

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Comment on B2P002 Patricia Kofler- Powerfrau auf der Alm by Elisabeth Ertl https://www.bauertothepeople.at/podcast/1251/#comment-24 Fri, 11 Sep 2020 22:39:06 +0000 Vielen vielen Dank für eure Informationsarbeit!! Patricia bringt so Vieles auf den Punkt, kann es jenen vermitteln, denen die Erfahrung fehlt.
Eine kleine Ergänzung zum Wolf: Wolfsschützer warnen immer wieder mit Recht davor, den Wolf nicht anzufüttern, weil er sonst dem
Menschen gefährlich werden kann. Einem Weidetierhalter auf der Alm bleibt aber nichts anderes übrig, als mit dem Wolfsfutter spazieren zu gehen. Wie soll er vor dem Wolf keine Angst haben? Es gab in früherer Zeit sehr wohl Todesopfer, die meisten waren Hirten, vor allem Hirtenkinder. In den französischen Alpen haben mittlerweile alle Hirten ein Gewehr, weil es bereits zu brenzligen Situationen gekommen war.

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Comment on B2P002 Patricia Kofler- Powerfrau auf der Alm by Elisabeth Ertl https://www.bauertothepeople.at/podcast/1251/#comment-23 Fri, 11 Sep 2020 19:20:32 +0000 In reply to Rapf Sebastian.

Hi Sebastian! Ich hab mich mit diesem Thema vor über 30 Jahren schon wissenschaftlich beschäftigt. Das Thema ist sehr komplex. Es gibt Almen über der natürlichen Baumgrenze, die verwalden ohne Beweidung natürlich nicht. Das sind die Hochalmen, wo die Tiere bei uns oft erst im Juli hinkommen, weil dort der Schnee so lange liegt, dass vorher zu wenig wächst. Generell sind die Westalpen höher als die Ostalpen, daher gibt es in der Schweiz Gegenden, wo überhaupt nur solche Almen sind. In Österreich haben wir auch viele Niederalmen, die oft schon im Mai genutzt werden, und Mittelalmen, wo die Tiere ab Juni weiden. Das sind Flächen, die im Mittelalter gerodet worden sind. Die muss man laufend pflegen, damit sie nicht wieder zuwachsen. Ob das Zuwachsen ein ökologisches Problem ist oder nicht, hängt von der Steilheit ab. Sehr flache Hänge würden halt langsam zu Wald. Das wäre nur deshalb schade, weil auf Almen eine viel höhere Biodiversität herrscht als im Wald, und weil man Wälder in diesen Höhen auch nur schwer zur Holzgewinnung nutzen könnte. Probleme ohne Beweidung gibt es mit steileren Almen unter der Baumgrenze. Die Tiere “bauen” auf diesen Hängen kleine Terrassen, und sie fressen das Gras ganz kurz ab. Wenn dann im Winter Lawinen abgehen, sind es Oberlawinen, d. h. die unterste Schneeschicht rutscht nicht mit. Ohne Beweidung werden die Hänge glatt und das lange Gras bildet eine ideale Rutschbahn für Grundlawinen, die etwas vom Boden mitreißen. Durch den Betritt der Tiere verdichtet sich der Boden, und wenn es stark regnet, fließt das Wasser oberflächlich hinunter in den Bannwald, dessen Boden viel Wasser aufnehmen kann. Ohne Betritt lockert sich der Boden, Regenwasser dringt in Hohleräume ein, und dann entstehen Muren. Besonders gefährlich sind einzelne verstreut aufkommende junge Bäume, denn die werden im Winter von den Lawinen ausgerissen, und dort, wo der Wurzelteller war, ist dann eine kahle Stelle, die nicht so bald zuwächst und sich durch Lawinen und starke Niederschläge immer weiter vergrößert. Auf einer solchen Fläche kann nicht viel wachsen. Das heißt, dort entsteht eben nicht von selber ein Wald bzw. wenn, dann erst in ein paar hundert Jahren. Wenn man Muren verhindern will, müsste man diese Flächen aufforsten. Da müsste man aufwändige Lawinenverbauungen dazu stellen. Weil im 19. Jahrhundert Raubbau am Wald betrieben worden ist, hat man nach dem 2. Weltkrieg zum Schutz der Täler ohnehin viele solcher Hochlagenaufforstungen gemacht, nämlich auf Flächen, die sich nicht mehr als Almen geeignet haben. Das war sehr teuer und wäre heute wohl gar nicht mehr finanzierbar. Am besten ist es daher, die Almen weiter zu pflegen und zu bewirtschaften.

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Comment on Von Wölfen, Blitzableitern und Blendgranaten by Wilhelm Geiger https://www.bauertothepeople.at/2020/08/15/von-wolfen-blitzableitern-und-blendgranaten/#comment-21 Mon, 07 Sep 2020 06:59:37 +0000 https://www.bauertothepeople.at/?p=642#comment-21 In reply to Elisabeth Ertl.

Danke Elisabeth!!!

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