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Wilhelm Geiger
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Herbert Szyhska


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“Ich wollte irgendwas mit Landwirtschaft machen” sagt Herbert in unserem Gespräch. Dass es dann genau die Marillen wurden, war reiner Zufall. Den Garten hat er über eine Immobilienplattform gefunden, komplett verwildert war er, sicher schon seit 10 Jahren nicht mehr genutzt. Marillengarten, Wachau, 10 Jahre nicht genutzt? Klingt unlogisch, ist aber so. Wenn man die Hintergründe kennt.

So eng die Marille auch mit der Wachau verbunden sein mag – war sie übrigens nicht immer – ist sie doch nur eine “Neben-Erwerbs-Darstellerin”. Kaum einer macht es im Haupterwerb, nur einer als Demeter-Betrieb. Dafür haben aber viele Weinbauern ein paar Marillenbäume.

Die Wachauer Marille als Sorte gibt es auch nicht, es sind die Sorten “Ungarische Beste” und “Klosterneuburger”, die in Österreich generell und auch in der Wachau wachsen. Der besondere Boden in der Wachau ist nicht nur für die Weinreben ideal sondern auch für die Marille vulgo Aprikose, weshalb gerade hier der Ertrag besonders gut ist. Woanders wächst sie auch, aber eben nicht so gut.

Eigentlich hat er ja die HTL für Holztechnik gemacht und in der Baubranche gearbeitet. Wie es Ihn dann quasi quer in die Landwirtschaft getrieben hat, erzählt er im dieser Folge.

Seite zweite Mission, neben dem Quereinsteigen, ist auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Agrarsystem. Herbert bezeichnet sich und seinen Betrieb als “fördermittelbefreit”. Kurz gesagt, er verlangt, dass landwirtschaftliche Betriebe, so wie alle anderen Betriebe auch, von dem leben, was sie erwirtschaften, was sie produzieren und verkaufen. Wie genau das klappt und was er damit meint erklärt er ab ca 01:46:00.

Hört einfach rein und erfahrt noch viel mehr über Marillen, Demeter, das landwirtschaftliche Förderwesen und und und …

weiterführende Links:

FMB – Fördermittelbefreiter Obstbau
https://www.fmb-bertl.at/

… mehr Podcasts, Reportagen und Perspektiven findet ihr unter
https://www.bauertothepeople.at/