Folge Nr: 115

Ahaa! – Was ist der Unterschied zwischen Schweinezucht und Muttersauhaltung?

... erklärt vom Schweinebauern Andreas Maurer (Wien)

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Über die Folge:

In dieser Folge erklärt uns der Bio-Schweinbauer Andreas Maurer den Unterschied zwischen Schweinezucht und Muttersauhaltung.

Wir waren mit unserem Podcast auch schon in Folge 70 zu Gast bei Andi und seine Mama Regina.


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„Power to the People“ – Junior Kelly
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… und ein bisserl selbst gesungen
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle 

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Transcript - Ahaa! – Was ist der Unterschied zwischen Schweinezucht und Muttersauhaltung?

Einleitung: Grüß euch! In dieser Folge der Aha-Momente erklärt uns der Wiener Schweinebauer

Einleitung: Andreas Maurer den Unterschied zwischen Schweinezucht und Muttersauhaltung.

Einleitung: Der Andi betreibt zusammen mit seiner

Einleitung: Familie den Biohof Maurer in Wien-Floridsdorf. Das ist der 21. Bezirk.

Einleitung: Eigentlich haben wir den Andi ja die Frage nach der Schweinezucht gestellt,

Einleitung: nur um dann drauf zu kommen, dass er Muttersauhaltung betreibt.

Einleitung: Ja und auf diesem Weg erfahren wir in diesem Aha-Moment gleich auch den Unterschied

Einleitung: zwischen diesen beiden Formen der Landwirtschaft.

Einleitung: Ja und den Andi und seine Mama, die Regina, die könnt ihr auch schon in einer

Einleitung: unserer ausführlichen Podcast-Folgen kennenlernen.

Einleitung: Hört da doch gerne auch mal rein. In diesem Sinne möge der Aha-Moment auch mit euch sein.

Ahaa: Ja hallo, ich bin der Maurer Andi vom Biohof Maurer.

Ahaa: Ich betreibe mit meiner Familie eine Landwirtschaft in Wien und wir haben einen

Ahaa: Biobetrieb mit Ackerbau und vor allem Schweinehaltung.

Ahaa: Wir haben auch Ziegen und wir haben seit neuestem auch Liegehühner.

Ahaa: Wir produzieren am Acker sowohl Getreide, Mais,

Ahaa: Sojabohnen, Sonnenblumen, Kürbiskerne für die Vermarktung und auf der anderen

Ahaa: Seite produzieren wir genauso Futter für unsere Tiere daheim.

Ahaa: Wir produzieren 95 Prozent von unserem Futter selber.

Ahaa: Dann zu Frage 1. Was ist Schweinezucht und wie funktioniert das?

Ahaa: Ja, da ihr meine Expertenmeinung hören wolltet, muss ich leider sagen,

Ahaa: dass die Frage falsch formuliert ist, da wir keine Schweinezucht betreiben.

Ahaa: Bei der Schweinezucht geht es

Ahaa: nämlich darum, dass man quasi wirklich auch züchterisch gearbeitet wird.

Ahaa: Schweinezüchter sind die, die die Mütter für die Sauenhalter züchten,

Ahaa: züchterisch bearbeiten, die Mutterlinie.

Ahaa: Das heißt, die Schweinezüchter haben im Prinzip mit den Ferkeln,

Ahaa: die dann irgendwann geschlachtet werden, noch nichts zu tun,

Ahaa: sondern in der Schweinezucht wird vor allem wirklich züchterisch gearbeitet,

Ahaa: mit sehr hochpräzisen Methoden mittlerweile, und geschaut, dass die Zuchtlinie,

Ahaa: die Terrasse, die bearbeitet wird, in eine gewisse Richtung geht.

Ahaa: Man will zum Beispiel weniger Fett beim Fleisch haben oder,

Ahaa: viel, viel wichtiger, man möchte zum Beispiel Muttersauen haben,

Ahaa: die nachher eine lange Lebensleistung haben, das heißt, die länger am Betrieb bleiben.

Ahaa: Und genau, da gibt es eben ganz viele verschiedene Faktoren,

Ahaa: die sich züchterisch bearbeiten lassen. Das machen wir allerdings nicht.

Ahaa: Wir sind ein Muttersauen-haltender Betrieb und was wir machen ist quasi,

Ahaa: bei uns kommen die Ferkel auf die Welt, die dann teilweise von uns und teilweise

Ahaa: von anderen Mastbetrieben gemästet werden bis zur Schlachtreife, sagt man dazu.

Ahaa: Das ist dann circa mit 120, 130 Kilogramm, dann geschlachtet werden.

Ahaa: Und wir halten eben dazu unsere Muttersauen und wir haben auch unseren Meister-Eber.

Ahaa: Das ist unser Deck-Eber. Da wir eben alles im Natursprung machen,

Ahaa: das heißt bei uns läuft das Prinzip so ab, dass unser Meister-Eber quasi die nächste Sau deckt.

Ahaa: Ja, dabei ist eben immer die Hoffnung, dass die Sau schwanger wird,

Ahaa: genau, und die schwangere Sau...

Ahaa: Die bleibt dann in einer großen Familiengruppe, oder Familiengruppe wäre falsch,

Ahaa: sie bleibt in der Sauengruppe, in unserer Großgruppe, bis sie dann wirklich

Ahaa: eine Woche vor der Geburt ist.

Ahaa: Mit einer Woche vor der Geburt stahlen wir sie um in den Abferkelbereich und

Ahaa: das ist dann der Bereich, wo die Sau dann ihre Ferkel bekommt.

Ahaa: Zum Zeitpunkt, also zu dem errechneten Geburtstermin, der normalerweise bei

Ahaa: den Schweinen drei Monate, drei Wochen und drei Tage, also die Trächtigkeit

Ahaa: dauert im Prinzip normalerweise bei den Schweinen drei Monate,

Ahaa: drei Wochen und drei Tage.

Ahaa: Zu dem Geburtstermin addieren wir immer zwei Tage hinzu, da unsere Schweine

Ahaa: immer zwei Tage länger trächtig sind, als im Normalfall.

Ahaa: Warum, wissen wir selbst auch nicht. Dann, wenn die Geburt abläuft und das hoffentlich

Ahaa: ohne unsere Hilfe, wenn es nötig ist, also wir beobachten die Sauen generell

Ahaa: immer vor der Geburt und bei der Geburt über eine Kamera.

Ahaa: Wenn es notwendig ist, dann greifen wir auch ein und helfen der Sau bzw.

Ahaa: Den Ferkeln, dass sie rechtzeitig und gut ans Gesäuge kommen.

Ahaa: Ja, die Ferkel wachsen dann sieben Wochen circa bei der Mutter eben auf und

Ahaa: trinken eben anfangs Milch und werden dann später auch schon ein bisschen zusätzlich

Ahaa: angefüttert, sagt man dazu.

Ahaa: Das heißt, sie bekommen ein wenig Futter in einem extra dafür vorgesehenen Bereich.

Ahaa: Wenn die Ferkel dann sieben Wochen alt sind,

Ahaa: dann werden sie von ihrer Mutter getrennt und dann sind sie zwei bis drei Wochen,

Ahaa: zwei Wochen meistens noch in der Bucht,

Ahaa: in der sie vorher mit der Mutter gemeinsam waren und dann kommen sie meistens mit einem zweiten Wurf,

Ahaa: sagt man dazu, das heißt eben von einer anderen Sau die Ferkel kommen mit den

Ahaa: Ferkel der einen Sau gemeinsam in eine eigene Ferkelaufzuchtbucht.

Ahaa: Das ist dann bei uns wieder ein anderer Ort, an dem die Ferkel groß werden können.

Ahaa: Da haben sie auch weiterhin eine beheizte Schlafmöglichkeit und da wachsen sie

Ahaa: dann auf weiter bis sie ca.

Ahaa: 30 Kilo haben und dann verkaufen wir die Ferkel weiter an eben andere Mastbetriebe,

Ahaa: Biomastbetriebe natürlich, die dann die Ferkel weiter großziehen oder wir ziehen

Ahaa: sie selber groß und sie werden dann für uns geschlachtet und direkt ab Hof vermarktet.

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