Folge Nr: 287

Erdnüsse aus Österreich – Stefan Romstorfer

Wie ein Bio-Betrieb im Weinviertel mit Klimawandel, KI-Hacktechnik und Direktvermarktung neue Wege geht

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Über die Folge:

Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel: Stefan Romstorfer baut gemeinsam mit seinem Bruder Roman eine Kultur an, die es vor 20 Jahren in Österreich gar nicht gegeben hätte.

Ich war bei Stefan in Auersthal, auf der alten Kegelbahn im ehemaligen Wirtshaus seines Großvaters. Dort, wo früher Alle Neune gerufen wurde, stehen heute Erdnuss-Röster und Verpackungsmaschinen. Stefan und sein Bruder Roman haben den elterlichen Bio-Betrieb übernommen und sich neben Weizen, Ölkürbis und Weinbau einer für Österreich ziemlich ungewöhnlichen Kultur verschrieben: der Erdnuss.

Die Erdnuss ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie kommt mit wenig Wasser aus, mag sandige Böden und profitiert von den veränderten klimatischen Bedingungen im Weinviertel. Stefan erzählt, wie der Weg von ein paar Quadratmetern Versuchsanbau zu mittlerweile 25 Hektar geführt hat, warum die Unkrautregulierung dabei die größte Herausforderung ist und wie er gemeinsam mit den Firmen Samo und Ulmanna ein KI-gesteuertes Hackgerät mitentwickelt hat, das Kulturpflanzen in Millisekunden erkennt und das Unkraut dazwischen entfernt.

Wir reden über Saatgut, das man sich teilweise selbst vermehrt, über Erntemaschinen, die erst nach mehreren Anläufen funktioniert haben, über Erdnussmus aus 100 Prozent Erdnüssen und ein Erdnussöl, das die steirische Ölmühle Fandler presst. Und darüber, was es heißt, als kleinstrukturierter Familienbetrieb ein Produkt von Grund auf zu entwickeln, zu verarbeiten und zu verkaufen.

Viel Freude beim Reinhören!

00:00:00 Los gehts
Einleitung und Vorstellung: Erdnüsse im Weinviertel und KI am Acker
00:03:01 Wer ist Stefan Romstorfer?
Vom IT-Studium zurück zur Landwirtschaft, Bio-Pionier-Vater Franz
00:07:09 Der Betrieb im Weinviertel
160 Hektar Ackerbau, 16 Hektar Weinbau, Arbeitsteilung mit Bruder Roman
00:16:18 Das Problem mit dem Unkraut
Warum Unkraut im Bio-Anbau die zentrale Herausforderung ist
00:21:19 KI-Hacke: VarioChop AI
Wie Kamera, KI und Pneumatik Unkraut in der Reihe erkennen und entfernen
00:33:00 So funktioniert die KI-Erkennung
Machine Learning mit tausenden Pflanzenfotos und Millisekunden-Steuerung
00:45:04 Wie kommt man auf Erdnüsse?
Klimawandel, trockene Böden und die Suche nach einer einzigartigen Kultur
00:59:12 Klimawandel im Weinviertel
Längere Vegetationsperioden, weniger Niederschlag, neue Möglichkeiten
01:05:02 Die Erdnuss: Hülsenfrucht, nicht Nuss
Botanik, Anbau von der Saat bis zur Ernte, Selbstbefruchtung im Boden
01:25:05 Trocknung, Röstung und Verarbeitung
Vom Acker in die ehemalige Wirtshausküche: Trocknung, Röstung, Erdnussmus
01:44:07 Vertrieb und Direktvermarktung
Webshop, Nikolaus-Erdnüsse, Erdnussbutter und das Öl von Fandler
01:59:04 Kleinstrukturierte Landwirtschaft
Was familiengeführte Betriebe ausmacht und warum Nischen wichtig sind
02:08:19 Utopie und Abschluss
Herkunftskennzeichnung, regionale Kreisläufe und Stefans Kühlschrank


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Transcript - Erdnüsse aus Österreich – Stefan Romstorfer

Stefan: Die Erdnuss. Ja, jetzt kommen wir da. Die Erdnuss.

Willy: Sie ist keine Nuss.

Stefan: Sie ist keine Nuss, genau. Was ist die Erdnuss? Sie ist eine...

Stefan: Früher wären Erdnüsse nicht möglich gewesen, sie ist einfach jetzt länger warm

Stefan: als wir bisher, weil wir bauen die...

Stefan: Also die Erdnüsse brauchen aber gute Bodentemperatur, das heißt wir bauen die

Stefan: im Mai, Ende Mai sowas an und ernten die Ende September, Oktober bis November hinein.

Stefan: Und das ist die große Kunst, diese Maispflanze konsistent und richtig zu erkennen.

Stefan: Und dafür nehme ich halt KI. Das heißt, die Boxen von der Firma Ulmarner hat

Stefan: eben eine 2D-Kamera drinnen, eine 3D-Kamera drinnen, hat Blitzlichter drinnen,

Stefan: da es einfach eine gleichmäßige Belichtung hat und die Kameras eben gleichmäßig

Stefan: belichtete Pflanzen sehen.

Stefan: Auf unseren Servern berechnet die KI das Modell, nach welchen,

Stefan: wie schaut eine Maispflanze aus.

Willy: Grüß euch. Ja, in dieser Ausgabe des Bauer to the People Podcast,

Willy: da war ich zu Gast im Weinviertel beim Stefan Romsdorfer. Zusammen mit seinem

Willy: Bruder, dem Roman, haben sie sich nicht unweit von Wien neben den anderen Kulturen

Willy: des Betriebes der Erdnuss gewidmet.

Willy: Und ob die Erdnuss wirklich eine Nuss ist, wie man Erdnüsse anbaut und wie man

Willy: überhaupt auf diese für Österreich doch eher exotische Idee kommt,

Willy: Und das besprechen wir in dieser Folge.

Willy: Und weil die Erdnuss im Anbau ziemlich arbeitsintensiv ist, hat man gleich noch

Willy: mit Partnern die passende KI-gesteuerte Hacke entwickelt, um mit den Nüssen

Willy: dann auch marktfähig zu werden. Ja, kann man machen.

Willy: Also warum die Erdnuss eine Ackerfrucht mit Zukunftspotenzial ist.

Willy: Und wie man sich mit Sidequests, mit Ackerbau und mit KI in der Landwirtschaft

Willy: aufstellen kann, darum geht es in der heutigen Folge.

Willy: Und in einer kleinen Extra-Episode werden wir uns demnächst auch noch über den

Willy: Einsatz von KI in der Landwirtschaft ganz allgemein unterhalten.

Willy: Für heute mal viel Freude beim Reinhören und drüben bei YouTube auch beim Reinschauen.

Willy: Stefan, du bist bereit, oder?

Stefan: Jawohl. Grüß dich.

Stefan: Hallo, grüß dich auch.

Willy: Ich habe eine super lässige Einstiegsfrage für dich vorbereitet.

Willy: Die Aussage, das interessiert mich Nüsse.

Willy: Das würdest du wahrscheinlich so nie sagen, oder? Wenn dir was wurscht ist.

Stefan: Nein, nein. Es gibt so, es war letztens auch wieder da und hat gesagt,

Stefan: dass man was auf die Nüsse bekommt und so Sachen. und ja, also von dem her die

Stefan: Sprüche, die passen immer gut dazu, die Erdnüsse, ja, definitiv.

Stefan: Obwohl ja eigentlich auch, das Gleitze von Anfang an ist ja keine Nuss. Es ist ja...

Willy: Du hast jetzt gleich das größte Harding am Anfang.

Stefan: Ja, wow, ich wollte ja dann.

Willy: Für den zweiten Teil, der Ding.

Stefan: Ja, ich hätte bis zum Schluss aufheben müssen, ja. Es ist keine Nuss.

Willy: Aber wir reden erst drüber, was es wirklich ist, ne?

Stefan: Genau, so machen wir es, so machen wir es.

Willy: Dann gehen wir später. Sag einmal, Stefan Roms... Ich mit meinem Namen,

Willy: Romsdorfer. Ramsdorfer, das ist immer drin. Wo sind wir da?

Stefan: Wir sind jetzt hier, wie ihr seht, auf der wunderschönen Kegelbahn im ehemaligen

Stefan: Wirtshaus von unserem Großvater in Auerstal.

Stefan: Im Auerstal? In Auerstal, in der Nähe zwischen Gensnerf und Wolkersdorf,

Stefan: wenn man so sagt, in der Nähe vom Angrenzen zum Achfeld, im Weinviertel.

Willy: Im Weinviertel, nämlich nicht im Waldviertel, weil irgendwo haben sie bei einer

Willy: Preisverleihung einmal mit deinen Erdnüsse ins Waldviertel da.

Stefan: Das ist nicht nur einmal, ich glaube, drei, vier, fünf Mal sogar schon. Ich weiß nicht wieso.

Willy: Sehnsucht nach dem Waldviertel vielleicht?

Stefan: Ja, dabei ist es. Weinviertel, ja.

Willy: Soll ich sagen, da hat er einen Aufklick.

Stefan: Schöner, toller.

Stefan: besser, als ich das sehen will.

Willy: Nur zum Kontext für dich, die, die das Intro jetzt noch nicht gehört haben.

Willy: Wir sind da auf einem Betrieb, wir reden heute über den Erdnussanbau in Österreich

Willy: im Rheinviertel und wie man zu sowas kommt.

Willy: Aber bevor wir da quasi ins Thema mit den Erdnüssen einsteigen,

Willy: schauen wir mal, wer du bist und wie du überhaupt zu dem Ganzen gekommen bist.

Willy: Beschreib dir mal ganz kurz selbst, es gibt immer diese dummen Fragen,

Willy: beschreib dich mal kurz, oder wenn Freunde dich beschreiben würden?

Willy: Wie würden deine Freunde dich beschreiben?

Stefan: Wie würden deine Freunde beschreiben? Also man fängt immer gerne an mit der Berufsbezeichnung an.

Stefan: So der klassische... Der Klerk, gell? Wo, wo, wo, genau.

Stefan: Was machst du? Wem kehrst du?

Willy: Wem kehrst du?

Stefan: Die klassische Frage in unserem Land. Kehren, kehren, kehren.

Willy: Für alle, die es nicht wissen, wer sind deine Eltern?

Stefan: Ja, genau, stimmt. Wer sind meine Eltern, ja.

Willy: Wessen eigendom stehst du quasi.

Stefan: Genau, genau. natürlich ein bisschen konjunktiert, wer ist der Vater?

Stefan: Eher so dann vielleicht. Genau, also,

Stefan: mein Vater ist eben Landwirt gewesen, jetzt Pensionist und eben gemeinsam mit

Stefan: meinem Bruder haben wir die Landwirtschaft übernommen.

Stefan: Mittlerweile vor zehn,

Stefan: zehn, zwölf Jahren sowas.

Stefan: Und ja, das bin ich auch, um zu der anderen Landwirt und Unternehmer,

Stefan: beide Sachen mache ich sehr gerne, beide Sachen mache ich, dass der Tag vergeht

Stefan: sozusagen ein bisschen.

Stefan: Und ja, mache das jetzt seit eben elf, zwei Jahren, war vorangestellt und bin

Stefan: dann relativ spät erst dazu gekommen zur Landwirtschaft.

Stefan: Ich habe natürlich damit aufgewachsen und mit allem, was dazugehört,

Stefan: die schönen und die positiven Seiten.

Willy: Die schönen und die positiven Seiten. Genau, aber ich

Stefan: Habe dann,

Stefan: anderen, also ich habe eigentlich dann so Informatik gemacht gehabt,

Stefan: Ich habe dann auch Wirtschaftsinformatik studiert, habe immer ein bisschen in

Stefan: dem Bereich gearbeitet gehabt und das hat mich mein Leben lang begleitet,

Stefan: begleitet mich immer, zum Glück sehr stark.

Stefan: Aber ja, habe dann auch gemerkt, okay, irgendwie im Büro sitzen und das,

Stefan: das taugt mir dann nicht so, ich will lieber mehr was mit den Händen machen,

Stefan: will rausziehen, will verschiedene Sachen erleben, will verschiedene Sachen

Stefan: probieren, will mit der Natur arbeiten, will in der Natur,

Stefan: Und dann zum Glück doch wieder zurückgefunden zu dem Thema Landwirtschaft.

Stefan: Ich habe dann auch die Abendschule gemacht.

Willy: Hat ja gewartet auf dich quasi daheim, oder?

Stefan: Ja, mein Bruder war dann eher schon mehr enthusiastisch früher als ich.

Stefan: Der hat das schon ein bisschen schneller gesehen gehabt, den Weg für sich als ich.

Stefan: Hat aber auch einen anderen Berufszweig gelernt. Das hat dazu Gesundheitstechnik-Hardell

Stefan: gemacht. Also sind beide dann erst in der Abendschule.

Stefan: Landwirte offiziell geworden.

Stefan: Aber haben dann eigentlich zum Übernahmeseitpunkt dann das gleich gemeinsam übernommen.

Stefan: Jeder hat seinen eigenen Betrieb, jeder hat seine eigenen Aufteilungen.

Stefan: Ich mache eher so mehr Weinbau.

Stefan: Mein Bruder macht eher den Ackerbau.

Stefan: Er hat müssen das machen.

Willy: Wollte schon sagen, jetzt hätte ich mit deinem Bruder reden sollen.

Stefan: Ja, der, der, der, der, genau, aber der sagt, ich muss wieder,

Stefan: ich sehe ja dann, ich habe gesagt, jeder hat seine Aufgaben,

Stefan: das ist ja meine Aufgabe, da zum Sitzen und mit dir zum Bauten.

Willy: Medienkameras, also ich bin mehr so der Unternehmenssprecher.

Stefan: Das mache ich dann, ja, Unternehmenssprecher, ja.

Willy: So kann man das so sagen. Erklär mal bitte, was ist denn das für ein Betrieb,

Willy: auf dem wir da sind, was ist denn so die Geschichte des Betriebes,

Willy: weil da wäre ja schon, vor dir schon was gewesen sein.

Stefan: Ja, also unser Vater war immer schon sehr innovativ, der hat eigentlich schon

Stefan: vor über 35, 35 Jahren umgeschüttet auf Bio.

Willy: Der Franz, glaube ich, oder?

Stefan: Der Franz, der hat schon vor 35 Jahren umgeschüttet auf Bio,

Stefan: war einer der ersten in der Umgebung, der das gemacht hat.

Willy: Einer von den Verrückten damals ein bisschen.

Stefan: Ja, damals, also weil die Erzählungen höher und auch wenn jetzt Leute treffen,

Stefan: die wirklich damals haben gesagt, das war wirkliches Chaos und wild,

Stefan: wilder Westen, die Bio-Geschichte früher.

Stefan: Also ich muss wirklich sagen, das war auf jeden Fall sehr mutig,

Stefan: vor allem, die das früher gemacht haben, weil,

Stefan: mein Großvater hat auch zu meinem Vater gesagt, er hat das sozusagen fast...

Stefan: mit der Peitsche rausgetrieben worden. Wie gesagt, er steht auf Biom,

Stefan: weil das einfach ein absolutes No-Go eigentlich war.

Willy: Wurde Großeltern.

Stefan: Ja, genau. Aber mein Vater hat das gesehen gehabt,

Stefan: hat auch immer Probleme gehabt, so sagt er, dass er halt eben mit den Spritzmittel

Stefan: Probleme gehabt hat, Kopfball gehabt hat, auch durch die Spritzmittel und einfach

Stefan: körperliche Beschwerden gehabt hat. Er hat gesagt, okay, da muss es was geben,

Stefan: da muss es was Besseres geben.

Stefan: oder was anders geben, besser ist jetzt eine Philosophie-Frage,

Stefan: aber es muss was anders geben,

Stefan: anstatt der kommerziellen Wirtschaft und hat es eigentlich seit dem Tag zum

Stefan: Glick auch für uns durchgezogen, weil man könnte mir selber nichts anderes vorstellen,

Stefan: und dem Weg sind wir dann treu geblieben.

Willy: Aber im ganzen Betrieb dann umgestellte Erdnisse hat es ja damals noch gar gegeben.

Willy: Wie lange ist denn der Betriebsschub bei euch in der Familie?

Stefan: Also der Großvater, macht er. Auf jeden Fall, Ugo sagt auch, wie es halt früher war.

Stefan: Jeder hat seine Sau gehabt, seine Kühe gehabt, hat sein,

Stefan: Er hat seine Baufelder gehabt, hat sein Weinbau bei uns auch in der Region tief verwurzelt gehabt,

Stefan: und hat halt eigentlich so mit seiner Familie ernährt und so war das halt auch

Stefan: noch, sag ich mal, Urgroßvater und dann ein bisschen Großvater und dann hat

Stefan: das natürlich dann größere Betriebe entstanden.

Willy: Wir zusammen heiraten.

Stefan: Würde ich nachdenken. Nein, so viel heiraten ist leider, leider,

Stefan: wie man das sehen will, nicht geworden dann, dass das so viel dann dazugekommen war.

Stefan: Aber es ist dann immer größer geworden.

Stefan: Vater hat dann von unserem Großvater schon übernehmen können,

Stefan: hat durch seinen Lebensunterhalt bestreiten können, durch die Landwirtschaft

Stefan: und wir haben das dann. Vor Feuerwehr. Ja, aber auch immer Unternehmer dort

Stefan: und da, hat immer ein paar Sachen nebenbei gemacht gehabt.

Willy: Das liegt in der Familie.

Stefan: Ja, aber doch von ihm vererbt, kriegt er auf jeden Fall diesen Drang.

Stefan: Aber im Endeffekt, ja, Landwirtschaft und rundherum ist immer das große Thema gewesen.

Willy: Okay, welcher Ort von Landwirtschaft war das?

Stefan: Ackerbau und Weinbau. Immer noch. Ackerbau und Weinbau. Ich glaube,

Stefan: es ist jetzt klassisch für uns in der Gegend, dass viele haben Ackerbau und Weinbau.

Stefan: Einige sind auf Flaschenfühler, das heißt, sie machen ihren eigenen Wein,

Stefan: aber das mache ich nicht mehr, sondern es gibt eine Winzer-Genosenschaft,

Stefan: zum Glück eine sehr gute,

Stefan: bei unserem Arzenwolkersdorf, die kaufen wir die ganzen Trauben an und machen

Stefan: dann einen besseren Wein, als ich je machen würde wahrscheinlich.

Stefan: Und deswegen verkaufe ich dann nur die Trauben hin.

Willy: Ah, okay, das heißt, das wird dann gemeinsam produziert?

Stefan: Ja, genau. Ah, interessant. Genau.

Willy: Und es ist auch nur ein Flaschenabfüller, sagt man. Ja, Flaschenabfüller.

Stefan: Mache einen eigenen Wein und vermarkten den selber. Und durch das,

Stefan: dass mein Vater damit schon vor vielen, vielen Jahren aufgehört hat,

Stefan: das sind einfach riesige Investment-Summen, wenn man sagt, okay,

Stefan: man will einen eigenen Keller, man will einen eigenen Wein machen und so weiter.

Stefan: Und mit der Technik, die wir es wieder in der Rumstelle gehabt haben,

Stefan: hat man einfach nichts mehr machen können. Deswegen wäre ein großes Investment

Stefan: angestellt, wenn die das wirklich selber machen hätte wollen.

Willy: Ist es so die Weinregion da? Ja, schon.

Stefan: Schon, ja.

Willy: Okay, also es war eine Option gewesen.

Stefan: War eine Option gewesen, ja. Naja, war eine Option gewesen. Ich weiß jetzt nicht,

Stefan: ob ich den besten Wein fabriziert hätte, gelernt hätte ich es auch mal.

Stefan: Aber ja, weiß ich nicht.

Willy: Aber du hast dann andere Wege eingeschlagen.

Stefan: Genau, aber deswegen eben bin ich sehr happy damit, dass wir da die Trauben verkaufen.

Stefan: Wir haben 16 Hektar Weinbau. 16 Hektar. Und die werden eben alle dann die winzige

Stefan: Genossenlöfte verkauft.

Stefan: Das passt da sehr gut.

Willy: Was sind die anderen Kulturen?

Stefan: Ackerbau sind es eben circa 160 Hektar.

Stefan: Also die klassischen Kulturen sind Weizen, die wir da haben,

Stefan: sind Ölkürbisse, ist Mais,

Stefan: was so das Klassische ist. Dann gibt es immer wieder mal Sonnenblumen,

Stefan: Zuckerrüben und so Sachen, was wir auch anbauen und halt eben dann die Erdnüsse

Stefan: als Spezialkultur am Betrieb.

Willy: Die sind die jüngste Kultur am Betrieb,

Stefan: Oder? Ja, die jüngste Kultur voll.

Willy: Okay. 160 Hektar da für die Region, ist das ein durchschnittlich großer Betrieb,

Willy: ein größerer Betrieb, also ein bisschen einordnet?

Stefan: Durchschnittlich bist du ein bisschen größer.

Stefan: Ja, okay.

Willy: Und ich habe das eigentlich wie oft, weil du machst einen Wein,

Willy: der Bruder macht einen Ackerbau und zusammen macht es die Erdnüsse. Das ist so ungefähr.

Stefan: Genau, ungefähr sagen wir genau. Aber jeder hilft immer, jedem überall.

Stefan: Und das ist super, so wir teuren uns die Maschinen gemeinsam auch.

Stefan: das ist halt auch wichtig, weil man auch noch braucht, also braucht man ja die

Stefan: großen Traktoren, aber halt unseren Weihnachtsfirmen braucht man halt die halt

Stefan: auch und so unterstützen wir uns da eigentlich.

Willy: Okay.

Stefan: Das ist ein...

Stefan: Hand-in-Hand-Arbeiten.

Willy: Wie war denn das mit der Übergabe damals? Also du hast gesagt,

Willy: der Bruder war im Gesundheitswesen, hat eine Ausbildung im Gesundheitswesen,

Willy: du bist ausgeflogen, hast eine Ausbildung in was gemacht?

Stefan: Wirtschaftsinformatik.

Willy: Wirtschaftsinformatik, ja. Wie war denn das dann mit der Übergabe?

Willy: Ein paar habt ihr es nie gewusst, oder wie war denn das dann mit der Generationenübergabe?

Stefan: Wie habt ihr euch das dann aufteilt dann? Generationenübergabe ist ein großes Wort.

Stefan: Es ist dann einfach so gewesen, wie man es halt so macht, oder?

Stefan: Es ist halt dann einfach so und dann ist es so und dann macht man das und dann.

Willy: Wächst man da einfach rein oder übernimmt immer mehr

Stefan: Aufgaben? Unser Vater war ich auch wirklich super, ist auch immer noch zum Glück

Stefan: ein großer Bestandteil. Er ist halt jetzt mal der Traktorfahrer und der...

Willy: Fahrt er noch mit?

Stefan: Ja, absolut essentiell, würde ich sogar sagen.

Stefan: Denkt mit, fahrt mit ist bei allem dabei Ja,

Stefan: Die Hintergrundarbeit machen halt wir dann, aber er ist da immer dabei.

Stefan: Pflanzenschutz gerade im Weinbau, am Acker, Maschinen warten,

Stefan: mitdenken, einfach mal schon super.

Stefan: Und ja, deswegen sind beide immer mehr und mehr da reingewachsen.

Stefan: Und natürlich hat es Reibereien gegeben.

Stefan: Gibt es immer noch, so wie es halt ist. aber...

Willy: Das war die erste Hofübergabe oder so, wo es komplett friktionsfrei irgendwie

Willy: ablaufen hat oder sowas,

Stefan: Oder?

Willy: Du baust ja ewig ein Unternehmen auf oder einen Betrieb eigentlich nicht.

Willy: Die Bi-Umstellung, Papa war ja absolute Pionier, in dem Sinne.

Willy: Da muss man auch eine gewisse, ich sage mal, einen gewissen Stuhlschädel braucht

Willy: es wahrscheinlich, damit man in einer Region einer von den ersten ist,

Willy: die das komplett neigste machen in der Landwirtschaft.

Stefan: Ja, auf jeden Fall.

Willy: Ja. Hat er das an seine Kinder weitergegeben, den Stuhlschädel ein bisschen, oder?

Stefan: Boah,

Stefan: kommt drauf an. War jetzt die richtige Antwort wahrscheinlich.

Willy: Das kommt drauf an. Aber ihr seid ein Tüftler? Oder wie würdest du das beschreiben?

Willy: Das ist immer Sidequests, sagt man halt. Sidequests, ja.

Stefan: Das sind immer irgendwelche Sidequests.

Stefan: Je nach Jahreszeit wird das Sidequest so Hauptquest und die andere Hauptquest so Sidequest.

Willy: Das woggt ein bisschen hin und her.

Stefan: Ja, woggt ein bisschen hin und her. Neben der Lammwitz habe ich gesagt,

Stefan: machen immer, brunier gerne eben andere Sachen.

Stefan: Ich habe schon vor der Landwirtschaft eigentlich eine Marketingagentur gehabt

Stefan: und habe die noch immer zum Glück.

Stefan: Strike hast du. Mit einem zweiten haben wir da auch,

Stefan: fünf Mitarbeiter und das ist jetzt auch, machen sehr viel eben für die Erdnüsse,

Stefan: die Etiketten und so weiter.

Willy: Kann sein, dass du zu viele Tage so eine Nachtfreizeit hast oder wie geht's?

Stefan: Ja, ist schon.

Willy: Also Landwirtschaft da, nebenbei eine Werbeagentur und von der Ackerhacke haben

Willy: wir noch gar nicht geredet, mit dem, was nebenbei auch noch entwickelt habt.

Willy: Wie geht's dir denn das alles?

Stefan: Es ist, muss ich fast sagen, mittlerweile einfach ein großes Ganzes waren. Das ist halt...

Willy: Ein Teig. Ja, ein was? Ein Teig, sagt man. Ein Teig. Ein Teig, also.

Stefan: Ja, genau, ein Teig. Ja, genau. Und das andere mittlerweile,

Stefan: also gibt, ich bin ehrlich gesagt, nie ein großes Bild gesehen gehabt.

Stefan: Das hat sich einfach immer Möglichkeiten ergeben und das hat immer,

Stefan: immer, immer, immer, dann halt dann immer mehr Hand in Hand gegriffen gehabt.

Stefan: Wie gesagt, jetzt die Werbung, für die Erdnüsse die Sachen, die Etiketten,

Stefan: die Homepage und die Kollegen unterstützen Marketing und bla bla bla.

Stefan: Und natürlich eben mit der Hacke, da gibt es eben halt,

Stefan: Mein Bruder hat eben das Problem gesehen gehabt, also initial war es eben,

Stefan: dass wir eben die Reihenkulturen kennen.

Stefan: Also für alle Reihenkulturen wächst eben halt die Erdnuss-Reihenkultur,

Stefan: die wächst in einer Reihe, wie ein Kürbis, und die muss man halt scheren,

Stefan: sagt man, mit dem Hackgerät. Scheren.

Stefan: Ist das, glaube ich, schon ein bekannter Begriff, Scheren?

Stefan: Nein, mir sagt es noch nichts. Okay, Scheren, okay. mit dem Hackgerät fahren.

Stefan: Also man muss, im Bio darf man halt nicht spritzen, fangen wir so an.

Stefan: Im Bio darf man spritzen, das heißt, muss man das Ungord irgendwie anders rausgekriegen,

Stefan: um das große Bild zu malen.

Stefan: Und bei einer Reihenkultur muss ich halt eben das Ungord auch rauskriegen und

Stefan: das ist halt zwischen den Reihen, also einfach rein, da sind zum Beispiel bei

Stefan: der Erdnuss 50 Zentimeter auseinander, muss halt

Stefan: in diesen 50 Zentimeter dazwischen das Ungord rausgekriegen und fangen mit einem Hackgerät durch.

Stefan: Das ist halt das Einfache. da habe ich halt Scharen drauf und die Scharen scheren

Stefan: mir dann das Unkraut raus.

Stefan: Und mein Bruder hat eben die Idee gehabt, okay, je näher ich halt bei dieser

Stefan: Reihe fahre, weil diese Werkzeuge kann man jetzt verstellen.

Stefan: Desto mehr Unkraut kriege ich halt weg. Und das versteht man halt ungern,

Stefan: weil das halt ein bisschen rumzangeln muss und das und das und dauert eine Zeit,

Stefan: deswegen fährt man irgendwie oft mit der gleichen Einstellung.

Stefan: und das verstehen die Landwirte nicht so gern und da hat er halt,

Stefan: die Idee gehabt mit diesen Bandbreiten verstehen, dass man das aus der Kabine

Stefan: mit einer Hydraulik halt näher zur Reihe tun kann dadurch halt schon mal Hackkosten

Stefan: entsteht ersparen, da haben wir halt dann gemeinsam das dann,

Stefan: weiter da und uns mit dem Thema Hackgeräte beschäftigt und dann ist eben halt,

Stefan: gemeinsam mit der Firma Samu eben dieses Hackgerät entstanden und,

Stefan: Ja, und dann natürlich muss man halt auch scheren in der Reihe.

Stefan: Was, sag ich mal, noch die größere Challenge ist, weil vor, sag ich mal,

Stefan: das normalerweise kann, unter anderem für sich das auch geht,

Stefan: aber halt in der Reihe scheren.

Willy: Also zwischen den Pflanzen raus.

Stefan: Zwischen den Pflanzen, genau. Also nicht neben den Pflanzen.

Willy: Entlang der Reihe, sondern wirklich ganz demonstrativ. Für alle auf YouTube, wir haben da jetzt

Stefan: Die Erdnüsse auf und wir müssen halt da in den Reihen von den Erdnüsse.

Willy: Also zwischen den Pflanzen. Ja, okay. Aber wird schwieriger, dass du einig kommst.

Stefan: Genau, wird schwieriger, dass du einig kommst. Und das Ungott schaut halt oft

Stefan: aus wie Erdnuss und so weiter.

Stefan: Beziehungsweise wie eine Maispflanze oder wie eine Kürbispflanze oder wie irgendetwas,

Stefan: auch immer meine Kultur ist.

Stefan: Und da hatten wir auch eben uns schon sehr mit dem Thema auseinandergesetzt,

Stefan: weil das kann man halt nur mit Lohnarbeitskräften machen.

Willy: Also manuell.

Stefan: Manuell mit einer Handhacke.

Stefan: wo es halt einfach, ich glaube, viele können sich das vorstellen,

Stefan: bei 34 Grad und bei Windstille im Hochsommer ein super schöne Hocken ist.

Willy: Im Hacke, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das Ganze auch noch auf,

Willy: wie viele Hektar sind das jetzt?

Stefan: 25 Hektar, was inzwischen... Ja, das sind 25 Hektar, genau.

Stefan: Gut, wir haben selber 12, die anderen haben Partnerlandwirt,

Stefan: aber trotzdem. Genau, dann haben wir noch die Kübel, die wir halt 25 Hektar, die wir machen.

Stefan: Zuckerrum, was wir gehabt haben, um 10 Hektar und so. Das gehört halt eben alles

Stefan: eigentlich mit der Handhacke geschehen. Das ist überhaupt alles, ah, okay.

Willy: Genau, also Sie haben da nicht etwas erfunden, quasi nur für die Erdnuss?

Stefan: Nein, nein, nein, genau, sondern für eigentlich jegliche Reihenkultur,

Stefan: kann man sagen. Und das war uns halt immer wichtig.

Stefan: Und genau, da hat es jetzt schon vor zehn Jahren Geräte gegeben, die das machen.

Stefan: Und da hat uns halt ein damaliger Herrscher gesagt, okay, passt,

Stefan: nein, das funktioniert auch in Kübissen und in Zuckerrüben, aber das ist halt

Stefan: eine Seekultur. Das heißt.

Willy: Du hast jetzt nichts mit Aussaat.

Stefan: Genau.

Willy: Nichts mit Säen mit einem Säen.

Stefan: Ja, genau, mit Aussaat. Das heißt, ich sähe das einzelne Erdnusskorn oder ich

Stefan: sähe das einzelne Kübiskernchen oder die einzelne Rübe sähe ich ja.

Stefan: Und die wächst nachher. Das heißt, die wächst ja auch dann genauso schnell wie

Stefan: das Ungol. Das heißt, es ist halt jetzt nicht so ein krasser Unterschied.

Stefan: Am Feld, wo es grün ist und das andere, also grün, braun, grün,

Stefan: braun im Endeffekt, ist, wenn man jetzt Salat hernimmt, weil Salat säze ich

Stefan: ja, Und das ist relativ einfach zum Erkennen.

Willy: Das Setzen ist eine Jungpflanze, also ein Pflänzling?

Stefan: Genau. Und bei dem funktioniert so eine Inreihehacke halt relativ einfach,

Stefan: weil einfach halt dann habe ich grün und braun.

Stefan: Und beim Grünen sozusagen mache ich meine Hackmesser auf und nach dem Grünen

Stefan: schließe ich die Hackmesser wieder. Und deswegen kann ich dort eben einen einfachen

Stefan: Weg haben, damit ich nicht in der Reihe hacken muss.

Stefan: Und da haben wir eine Maschine gekauft. ich nenne jetzt keine Namen,

Stefan: die dann halt einfach nicht funktioniert hat.

Stefan: Also das war, ich glaube, da haben wir drei lange herumtüftelt und probiert

Stefan: und selber noch geschraubt. Und selber und ausbessert und mit den Herstellern

Stefan: versucht, es irgendwie zum Laufen zu bringen.

Stefan: Eben in gesäten Kulturen, muss man halt ehrlich dazu sagen, was halt einfach schwieriger ist.

Stefan: Nein, da muss es einfach bessere Lösungen geben. Das muss funktionieren,

Stefan: das ist ein riesiger Markt da.

Stefan: Das ist ein Problem, das wir jeden Tag haben, im Endeffekt im Sommer.

Stefan: Und haben uns damit den Themen beschäftigt, haben ein bisschen Servers entwickelt,

Stefan: haben einmal herumgetüftelt und bla bla.

Stefan: Aber haben eben dann vor mittlerweile vier, fünf Jahren die Firma Ulman aus

Stefan: Tschechien kennengelernt,

Stefan: die einfach in der Theorie ein super tolles Produkt entwickelt haben,

Stefan: die das einfach mit KI sehr schön erkennt und wirklich gut macht.

Stefan: Aber das Hackgerät dazu hat noch nicht so perfekt gepasst für den Einsatz am Acker.

Stefan: Und die Kommunikation, die Landwirtschaft und blablabla. Und da sind wir eben

Stefan: dann auch in die Firma eingestiegen, haben gesagt, okay, das,

Stefan: was die machen, das hat einen Sinn.

Stefan: Das ist das, was wir Landwirte wirklich brauchen.

Stefan: Und haben das mit denen jetzt gemeinsam entwickelt und deswegen sind wir da

Stefan: halt eben auch dabei. So, jetzt kurz, kurz.

Willy: Das machst du so nebenbei, ein bisschen blablabla und dann sind wir da mal ein

Willy: bisschen eingestiegen.

Willy: Habt ihr diese Hacke gemeinsam weiterentwickelt, für die Erdnüsse schon oder

Willy: auch für eure anderen Kulturen? Du hast gesagt, Ölkürbis habt ihr hier, Rüben etc.

Willy: Das heißt, es ist ja für den Gesamtbetrieb, wo das relevant ist.

Willy: Waren die Erdnüsse der ausschlaggebende Punkt, dass ihr euch damit intensiver beschäftigt habt?

Willy: Oder waren es die anderen Kulturen auch schon, dass ihr gesagt habt,

Willy: wir müssen da die Arbeitszeit reduzieren?

Stefan: Also wenn ich das jetzt ganz super erzählen würde, dann würde ich es wirklich...

Willy: Ja, macht das bitte.

Stefan: Muss ich eigentlich schon wirklich sagen, dass dann irgendwie alles Hand in Hand gegangen ist.

Willy: Was schon interessant ist, was das bedingt, was so ein Auslöser war.

Stefan: Der Urauslöser war definitiv Zuckerrüben und Kürbisse.

Stefan: Weil wir auch gesehen haben, machen schafft uns vielleicht von Jahr zu Jahr,

Stefan: dass man das auch ohne Handhack oder mit Striegel daher wird, aber,

Stefan: es ist einfach zeitintensiver und mühsamer und man ist sehr von vielen Faktoren

Stefan: abhängig und mit so ist man da einfach flexibler.

Stefan: Und da haben wir schon gesehen gehabt, okay,

Stefan: dass dort sowas wirklich Sinn macht.

Stefan: Aber dann sind wir eben zu den Erdnüsse gekommen, auch in diesem Prozess,

Stefan: und haben gesehen, okay,

Stefan: Irgendwie, die wachsen halt, wir schauen es noch eh nach, aber die Erdnüsse

Stefan: wachsen halt auch sehr langsam, langsamer als alle anderen. Das heißt,

Stefan: bis die mal so groß sind, das ist Ungott unterdrückend, dauert es noch länger

Stefan: als bei anderen Pflanzen.

Willy: Die brauchen mehr Schutz, dass das Unkraut schneller aufkommt wie die Kultur.

Stefan: Genau, jetzt zum Beispiel, ein Kürbis ist schnell mal deckend,

Stefan: dass er wirklich das Ungott unterdrückt.

Stefan: Aber bei einer Erdnuss ist das wirklich sehr spät, bis das wirklich einmal sozusagen

Stefan: einen Schatten macht und über das Ungott drüber ist, dass es wirklich das Ungraut unterliegt.

Willy: Machen wir da vielleicht einen kleinen Exkurs, einen kleinen Abbürger,

Willy: nämlich wir reden jetzt die ganze Zeit oder du redest die ganze Zeit von Unkraut.

Willy: Was ist jetzt eigentlich genau das Problem beim Unkraut? Weil jeder kennt das

Willy: Wort, aber vielleicht können viele, inklusive mir, damit gar nicht so viel anfangen.

Willy: Was macht das jetzt? Was ist jetzt eigentlich das Gefährliche oder das Schädliche

Willy: oder das Blöde, das Un beim Kraut?

Stefan: Was ist das?

Willy: Warum müssen wir das loswerden? Genau, es ist eben,

Stefan: Wie du schon ansprichst, ich habe Backraut auch genannt.

Stefan: Aber ich würde jetzt eher in unserem Fall Unkort sagen, weil halt einfach die

Stefan: Kultur keine Chance hat zum Wachsen. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel,

Stefan: nehmen würde, bleiben wir bei der Erdnuss, ein gutes Beispiel ist,

Stefan: das Unkort wächst teilweise schneller wie die Erdnuss.

Stefan: Das heißt, sie würde den Erdnüssen die Nährstoffe, insbesondere das Licht und

Stefan: insbesondere das Wasser wegnehmen, dass die Erdnuss gar keine Chance hat zum Wachsen.

Willy: Also es ist ein Fressfeind, wenn man es jetzt blöd sagt.

Willy: Es ist nicht giftig, das Ungreif für die Pflanzen, sondern es ist ziemlich am

Willy: gleichen Trog wie die Pflanzen.

Willy: Und wer schneller frisst, wird schneller groß.

Stefan: Es gibt schon ein giftiges Ungreif, wie Stechapfel und so, das immer mehr aufkommt,

Stefan: in unseren Breitengraden.

Stefan: Aber es ist jetzt nichts Giftiges genommen. Es ist wirklich, muss ich mal sagen,

Stefan: Distel und bla bla bla, was so toll es gibt, das nimmt den Erdnüssen ins Nährstoffe,

Stefan: das Wasser und das Lichtwecker und deswegen...

Willy: Das muss man am Wachstum hindern, damit das im Prinzip die Erdnüsse,

Willy: die ganze Energie, das ganze Licht, die ganze Sonne kriegen für ihr Wachstum.

Stefan: Genau. Das ist so. Genau.

Willy: Exkurs ein. Jetzt waren wir da drinnen. Wichtig, genau. Ja, das ist ein bisschen Kontext oder sowas.

Willy: Und ihr habt es dann geschaut, quasi bei den Ölkürbissen, hast du gesagt,

Willy: bei den Rüben, Da habt ihr dann schon angefangen, da habt ihr den Druck gehabt,

Willy: dass irgendwie das Unkraut auch entsprechend weiterbringt, oder?

Stefan: Genau, eben so wie hunderttausende Millionen andere Landwirte.

Willy: So ein Grundproblem habt ihr quasi.

Stefan: Genau, absolutes Grundproblem.

Willy: Schon mal gut ist.

Stefan: Voll und deswegen haben wir uns ein bisschen auch reingesteigert in das ganze

Stefan: Thema und haben eben dann eben mit der Firma Ulman und mit der Firma Samo eben

Stefan: dann jetzt auch vielleicht für uns,

Stefan: aber halt auch für den großen Markt halt einfach ein In-der-Reihe-Hack-Gerät mit KI entwickelt.

Willy: Ein schöner Satz. Haben wir dann mit der Firma und der Firma geschwindet,

Willy: Was war euer Beitrag? Du musst dir mal erklären, wer die anderen zwei Firmen

Willy: sind vielleicht und was habt ihr da beitragen? Also ihr habt das Problem geliefert,

Willy: das Problem für die Schreibung ein bisschen und was war euer Teil?

Willy: Weil ihr habt ja auch schon Zangelung geschraubt und der Bruder war jetzt,

Willy: sagst du gesagt, im Gesundheitsbereich.

Willy: Du warst eher im Software, im Web, was?

Stefan: Ja, genau, in der IT.

Willy: Das war jetzt auch nicht unbedingt

Willy: am Gerät herumschrauben, also auch kein Maschinenbauer oder sowas.

Willy: Also was habt ihr quasi da reingebracht und was haben die anderen zwei Partner

Willy: mit reingebracht? Wie habt ihr euch auch kennengelernt?

Stefan: Also kennengelernt, habe ich klassisch auf einen Feldtag kennengelernt.

Stefan: Haben wir, wie gesagt, die Lösung gesehen gehabt und haben gesagt,

Stefan: okay, passt, was die machen, ist der richtige Ansatz.

Stefan: Das funktioniert auch, aber es gibt einfach noch ein paar Stellschrauben,

Stefan: wo wir, glaube ich, etwas dazu beitragen können, dass es einfach wirklich ein

Stefan: supergeiles Produkt wird.

Willy: Deshalb ist es gepitcht dann oder was?

Stefan: So ungefähr, ja. Gar nicht so klassisch von Hülle der Löwen oder sowas.

Stefan: So dann gar nicht. Aber ich glaube, sie haben erkannt den Nutzen in unserem

Stefan: Know-how und dem, was wir machen können. Und wir haben erkannt,

Stefan: was sie schon haben. Und das ist, glaube ich, wirklich in alle Richtungen eine

Stefan: super Partnerschaft geworden.

Stefan: Genau. Und ja, eben...

Stefan: Und was wir dazu beigetragen haben, ist halt, also wir sind jetzt nicht die KI-Entwickler,

Stefan: die das machen uns und die Leute das viel besser kennen als wir und verstehen,

Stefan: sondern was wir dazu beigetragen haben, ist halt einfach das landeschefliche Know-how.

Stefan: Was brauche ich am Acker? Was funktioniert am Acker?

Stefan: Wie muss ich auch, dass ich wenig verschütte, dass ich unter,

Stefan: wenn es einmal pügelig ist, dass das Ding auch funktioniert.

Willy: Nivellierung, ja.

Stefan: Genau, was muss ich beachten? auch von Maschinenbaumäßig, wie kann ich Dinge

Stefan: angehen, was ist auch praxistauglich und so weiter.

Willy: Sie haben auch die Praxis mitgebracht.

Stefan: Genau, dann einfach auch, ich glaube, along the way, Black sagt auch,

Stefan: ein Bruder hat auch viel Konstruktionsleistung gemacht, auch so selbst gelernt und da mit...

Willy: Das kennst du einfach, die Familie der Tüftler,

Stefan: Die kleineren. Und der TAT-Zeichnet und so. Ja, das ist, wenn man wechselt seine Aufgaben.

Willy: Ich bin immer so neidisch, dass man Leute sowas kennen. Woher kann man das?

Stefan: Ich glaube, vor dem Ecke, YouTube ist da gut.

Willy: Man kann halt schon wirklich so viel auf YouTube lernen. Nicht nur coole Podcasts

Willy: hören, sondern auch vieles, vieles lernen. Also wirklich viel selber beibringt da von dem.

Stefan: Ja, voll. Und ich habe halt viel Marketing gemacht, die Videos und Homepage

Stefan: gemacht und ja, einfach jeder bisschen, was er kann.

Stefan: Und dann, wie gesagt, deswegen hat dann ein bisschen großes Ganzes geworden.

Stefan: Und ja, jetzt haben wir sehr happy

Stefan: mit dem KI-Hack-Gerät, die uns jetzt eigentlich schon das vierte Jahr,

Stefan: und wirklich seit zwei Jahren ist das Ding mehr serienreif und haben auch schon,

Stefan: über 150 Geräte in der Welt verlaufen und so. Wirklich?

Willy: Wie seid ihr jetzt organisiert? Ist das eine eigene Firma dann, wo jeder beteiligt ist?

Stefan: Genau, also mein Bruder und ich haben die Beteiligungen an beiden Firmen.

Willy: Also ihr habt euch an Samo und an Ulmanna, habt ihr euch beteiligt?

Willy: Genau, genau. Also nicht bei euch,

Stefan: Sondern ihr? Genau, genau.

Willy: Okay, was macht jetzt Samu und was macht Ulmaner, nur dass wir das jetzt auch noch haben?

Stefan: Samu ist aus Oberösterreich, eine Maschinenbaufirma. Die bauen eben die Hackgeräte,

Stefan: die machen aber andere Landtechnik-Sachen, die machen einen Gruber,

Stefan: die machen einen Beifahrersitz für Fensch und Tier und so Sachen.

Stefan: Den Stahl quasi? Genau, die machen die Stahlarbeit, kann man so vereinfacht sagen.

Willy: Für mich würde ich den Ulmaner auch sagen.

Stefan: Die Firma macht die ganze Software-Technik, die liefern fixfertige Boxen,

Stefan: da ist eine 2D-Kamera drinnen, eine 3D-Kamera drinnen,

Stefan: und das Licht drinnen und die verbaut ein Hersteller in sein Hackgerät und kann

Stefan: dann eben dann damit ganz vereinfacht gesagt in der Reihe hacken.

Willy: Wow, und wie lange hat das das Entwickeln dauert?

Stefan: Also sage ich mal, es,

Stefan: dauert natürlich immer noch an, also es ist immer noch ein Prozess,

Stefan: sage ich mal, wir haben jetzt über 150 Kulturen, es kommen immer neue dazu,

Stefan: es kommt dort und da noch was, aber bis zur Serienreife,

Stefan: das war so zwei Jahre und seitdem, waren es vier, fünf Jahre,

Stefan: bis es dann wirklich dort hingekommen ist vom ersten Prototypen,

Stefan: der in einer Holzkiste hinten auf einem Traktor drauf montiert war, irgendwie bis dort hin.

Stefan: Und das haben schon alle eine sehr gute Arbeit geleistet, zum Glück.

Willy: Und ihr habt euch ja finden müssen in der Konstellation. Es ist wichtig,

Willy: dass jeder seinen Teil liefert, im Endeffekt.

Willy: Ihr die Praxis, das praktische Know-how, ihr die Geräte, die Stahlware und dann

Willy: halt noch die KI-Technik dazu.

Stefan: Jeder bleibt gesagt, das Beste aus seiner Welt.

Willy: Jetzt beschreib noch einmal kurz, wie heißt das Ding? das heißt irgendwie,

Willy: na warte mal, Potschal, nein, Job, Jobl,

Stefan: Job, Variojob, so heißt es.

Willy: Ich bin immer so das Jobl,

Stefan: Variojob KI heißt das Hackgerät.

Stefan: Variojob KI?

Willy: Genau. Beschreib nur einmal so rein von dem, wie das Gerät funktioniert und wie man das vorstellt.

Willy: Das ist ein Beispiel jetzt für KI, wo wir später vielleicht dann auch noch in

Willy: einem zweiten Gespräch, wo wir die Zeit dann finden, über KI so quasi in der

Willy: alltäglichen Anwendung, weil du bist da du auch heavy-user oder zumindest User,

Willy: dann kann man viel drüber reden. Aber das ist jetzt KI am Acker.

Willy: Beschreibt das System aber so in ein paar Minuten, ein paar Sätze.

Willy: Wie funktioniert das im Vergleich zu dem, was davor war?

Stefan: Also die,

Stefan: Das Grundprinzip ist, man hat eine Reihenkultur.

Willy: Reihen, ja genau. Noch mal, ich sage mal Reihenkultur, eine Reihe. In Reihen gesät.

Stefan: Hunderte, tausende Maisreihen nebeneinander an. Also klassisch schreiben wir

Stefan: es sich vor. In der Reihe wächst dann ein Maiskorn, ein Maiskorn,

Stefan: ein Maiskorn, ein Maiskorn.

Stefan: Und zwischen den Maiskörnern ist eben 10 cm Platz.

Willy: Die Sätbreite, oder wie heißt das? Genau.

Stefan: Saatbreite, oder wie? Saat, Länge, Breite. Wurscht.

Willy: Der Platz zwischen den zwei Kärndln.

Stefan: Genau, der Platz zwischen den zwei Kärndln, um es auf Hochdeutsch zu sagen. Bitte.

Stefan: Und dort wuchs ich mich das Ungott und da muss eben halt irgendeine scharfe Klinge hinein, dass dem,

Stefan: Ungott die Wurzel durchtrennt, aber dem Mais dann nicht die Wurzel durchtrennt.

Willy: Also der schneit von Maispflanzen zu Maispflanzen, von Stüh zu Stüh dazwischen

Willy: einfach alles nieder, im Idealfall bis auf einen Millimeter Zube,

Willy: wenn man es jetzt überträgt.

Stefan: Genau, genau. Und macht halt eben halt dann die Klinge auf, also zwei Klingen, zwei Klingen auf.

Willy: Schneiden nach außen so.

Stefan: Genau, Maispflanze kommt, Maispflanze ist vorbei, Klinge wieder zu.

Stefan: Ich schere das Ungott weg, Maispflanze kommt, Klinge wieder auf,

Stefan: Maispflanze ist weg, Klinge wieder zu. Das ist ganz einfach gesagt.

Stefan: Und die große Kunst ist, diese Maispflanze konsistent und richtig zu erkennen.

Stefan: Und dafür nehme ich halt KI. Das heißt, die Boxen von der Firma Ulmahner hat

Stefan: eben eine 2D-Kamera drinnen, eine 3D-Kamera drinnen, hat Blitzlichter drinnen.

Stefan: Da ist es einfach eine gleichmäßige Belichtung. Und die Kameras eben gleichmäßig

Stefan: belichtet die Pflanze sehen. Das heißt, sie sehen die Pflanze.

Stefan: Die KI, also ganz streng gesagt, die KI berechnet vor das Modell.

Stefan: unseren Servern berechnet die KI, das Modell. Nach welchen, wie schaut eine Maispflanze aus?

Willy: Das trainiert man quasi.

Stefan: Das trainiert man. Am Basis von Millionen, das reichen schon ein paar tausend,

Stefan: Fotos, wo jemand, das war sehr oft ich, gesessen bin und gesagt hat.

Willy: Ich habe da zu dem Leidensleiden herausgehört. Liebe Grüße, das war sehr oft er da.

Stefan: Wenn ich in meiner Praxis bin und am Laptop und die ganze Zeit Fernseher schon gedruckt habe.

Willy: Das ist das Modul, wo das Bild-KI, wie sagt man so? Bild-KI, Image-KI oder sowas?

Stefan: Genau, mit Machine Learning, Image-KI und dass ich sage, okay,

Stefan: das ist die Maispflanze.

Stefan: Wir machen vorher, wenn ich eine neue Kulturlein mache, ich mache 1.000 Bilder

Stefan: und gehe auf jedes Jahr 1.000 Bilder und sage, das ist eine Maispflanze,

Stefan: das ist eine Maispflanze.

Willy: Das ist keine, ja.

Stefan: Nein, nur, was ist eine Maispflanze?

Willy: Genau, es ist ja Man kennt einfach eine Pflanze, du sagst, das ist eine,

Willy: das ist keine, das ist eine, das ist keine, etc.

Willy: Und auf die Art und Weise nähert man sich dann den unterschiedlichen Formen.

Willy: Muss man das, eine Frage, was mich das interessiert, muss man das für jede Sorte

Willy: Mais machen, weil Mais ist ja nicht gleich Mais, es gibt ja unterschiedliche

Willy: Maissorten, muss man das dann

Willy: auf die Sorte machen, auf die genaue

Willy: Sorte, oder gibt es quasi generative Erkennung für Mais aus dem Ganzen?

Stefan: Nein, wenn man es gescheit macht,

Stefan: dann reicht Mais.

Willy: Ach schon?

Stefan: Ja, genau.

Willy: Also dann bleibt es auf der

Willy: generischen Ebene.

Stefan: Ja, okay. Es reicht Mais. Also die Sorten sind wurscht. Es ist auch, sag ich mal,

Stefan: das Entwicklungsstadium wurscht. Also ob ich jetzt, weil jetzt von Gott,

Stefan: Pflanzen die wir jetzt nicht so oft haben,

Stefan: wie weiß ich nicht, einfach nicht so breiten Pflanzen, muss man natürlich noch

Stefan: mehr lernen, aber mit Mais haben wir jetzt schon sehr, sehr viel gemacht.

Stefan: Da haben wir so viele Bilder und alle Entwicklungsstadien, das mache ich nur

Stefan: mehr, in der Software einstellt Mais.

Willy: Wichtig, alle Entwicklungsstadien. Man muss ja nicht nur einmal rausfahren.

Willy: Oder am Anfang wahrscheinlich. Kommt drauf an.

Stefan: Es kommt auf die Kultur an, bei der Erdnisse fahren wir zweimal,

Stefan: beim Kübis fahren wir einmal.

Stefan: Kommt ein bisschen drauf an. Aber trotzdem wachsen ja oft auch große Maispflanzen,

Stefan: immer noch kleine Maispflanzen und so weiter.

Willy: Ah, dass man die auch als solche dann erkennen kann in den unterschiedlichen

Willy: Stadien, dass sie dann...

Stefan: Ja, genau. Und deswegen ist es wichtig, dass eben die KI so gut angelernt wird,

Stefan: dass es so gutes Modell produziert wird, dass es währenddessen im Millisekunden-Ding

Stefan: auch dieses Ding erkennt.

Stefan: Zur Technik nochmal, also das Ding macht ein Foto von der Pflanze,

Stefan: das Foto sagt, ist eine Pflanze, also eigentlich macht man von jeder Pflanze bis zu sechs Fotos,

Stefan: und sagt halt eben dann, das ist eine Maispflanze.

Willy: Live macht man das. Während des Fahrt machst du von jeder Pflanzen bis zu sechs Fotos.

Stefan: Genau.

Willy: Ich höre, es muss aber schnell gehen.

Stefan: Ja, geht eh schnell. Geht eh sehr schnell.

Stefan: Deswegen braucht man einerseits die Rechenpower, andererseits eben auch ein

Stefan: Modell, das so gut genug ist, um diese Sachen so effizient zu verarbeiten.

Stefan: Und dann sagt eben ganz einfach, das Foto sagt, das ist eine Maispflanze,

Stefan: der Geschwindigkeitssensor sagt, ich fahre 2,25 kmh,

Stefan: das heißt, in 0,02 Sekunden bin ich bei der Pflanze, mach bitte auf die Messer

Stefan: und dann eben nach 0,1 Sekunden bin ich wieder bei der Pflanze vorbei, mach bitte zu.

Stefan: Und dieses Signal schickt die eben in unserem Fall an einen pneumatischen Zylinder

Stefan: und der pneumatische Zylinder steuert das Werkzeug und das geht auf und zu.

Stefan: Genau.

Willy: Und das in einer Geschwindigkeit, wie schnell kommen wir da vorne?

Stefan: Es kommt stark darauf an, wie weiter die Pflanzen voneinander sind.

Stefan: Aber man hat wirklich sehr, sehr passable Geschwindigkeit. Bei Erdnüsse sind

Stefan: wir wirklich sehr knapp zusammen. Da sind wir eigentlich bei 12 cm.

Stefan: Und da fahren wir trotzdem 2,5 kmh.

Willy: Also 12 cm Seebreite?

Stefan: Seebreite, genau. Und fahren wir trotzdem 2,5 kmh.

Willy: Nur für kleine Willis jetzt, kommt das jetzt auch drauf an, weil dieses Messer,

Willy: was einschneit, das ist ja variabel, wie weit es auseinanderfährt wahrscheinlich,

Willy: oder? Nein, das gar nicht.

Stefan: Nein, das muss man nicht sagen. Nein, das macht immer gleich weit auf.

Willy: Das macht immer gleich weit auf. Das heißt aber, ich müsste in der Sehbreite

Willy: extrem exakt sein dann eigentlich.

Stefan: Ja, genau. Also muss man jetzt jähen.

Willy: Weil sonst sagt es, wenn es ein Millimeter daneben ist, sagt es dann...

Stefan: Nein, das ist schon so viel Spül dabei, dass das...

Willy: Aber es ist aufeinander abgestimmt. Das heißt, die Saatbreite ist auf das Messer

Willy: abgestimmt. Das heißt, das muss schon da in diese...

Stefan: Jain, Jain. Also ich sage jetzt, man hat so viel Spiel und auch das gesamte

Stefan: Gerät bewegt sehr laufend mit, dass ich jetzt nicht so super gesagt habe.

Stefan: Jedes halbwegs moderne Sehgerät seht so gut, dass es kein Problem ist, sagen wir so.

Willy: Okay, hast du von dem ein Video?

Stefan: Ja.

Willy: Okay, dann da mal das in die Show Notes, dann kann sich das bitte jeder anschauen,

Willy: damit ich da jetzt nicht einfach visuell einfach alles nachbefragen habe,

Willy: bis es vor meine Augen siehe.

Willy: Wann ich sowas jetzt für meinen Betrieb kaufen möchte, wo liege ich da?

Willy: Ist das irgendwie eine easy Investition? Das ist ein Standardprodukt inzwischen,

Willy: aber leicht zu produzieren, easy in der Anschaffung, oder ist das eher...

Willy: größere Anschaffung, wenn man sowas installieren möchte. Ja,

Willy: ich meine, es ist natürlich Hightech,

Stefan: Also das ist sicher das modernste Sache, wie es so am Acker zurzeit passiert.

Stefan: Also hat doch einen gewissen Beweis, also man kann, ich fange dort ab,

Stefan: was die Vorteile sind und dann sage ich, im Preis, wie du es am besten tun hast.

Willy: Wenn er überhaupt den Preis sagt, aber im Preis geht er noch raus.

Willy: Nein, die Beißen ist ja kein großes Geheimnis,

Stefan: Aber ich sage jetzt,

Stefan: was wir sehen bei uns, also wir fahren jetzt wirklich das vierte Jahr damit,

Stefan: und ich sage jetzt, bei uns gibt es halt je nach Kultur verschiedene Handtackkosten.

Willy: Kann man das standardisieren ein bisschen, oder? Kürbis hat das ungefähr.

Stefan: Genau, Kürbis hat wahrscheinlich Kürbis vielleicht ein bisschen Variablen,

Stefan: aber hat 10 bis 30 Stunden.

Stefan: Genau, Zuckerrüben, glaube ich, konstant 120 Stunden pro Hektar.

Stefan: Und wenn man jetzt sagt, ich habe jetzt 120 Stunden pro Hektar bei Zuckerrüben,

Stefan: rechne das mit, wenn ich alles korrekt sage und bla bla mache,

Stefan: bin ich bald bei 18, 19, 20 Euro pro Stunde, was mir ein Arbeiter kostet,

Stefan: mit Anmeldung, mit Bi-Ba-Bo, drumherum und so weiter.

Stefan: Das heißt, damit ich das einfacher vielleicht im Kopf rechnen kann,

Stefan: obwohl ich das schaffe, Ich habe eben 120 Stunden mal 20 Euro.

Willy: 120 mal 20, 2400?

Stefan: Ja, 2400.

Stefan: 2.400 Euro pro Hektar.

Willy: Ja, ich bin ja dabei.

Stefan: Ich hoffe, es stimmt. Ich glaube, es stimmt. 2.400 Euro pro Hektar,

Stefan: was jetzt der Handhack kosten hätte.

Stefan: Ich sage, ich habe 20 Hektar Zuckerrüben. Sind das dann 4.400.

Willy: Euro.

Stefan: 44.000.

Willy: Euro. Puh, da kommt schon was zusammen.

Stefan: 44.000 Euro. Was ich Handhack kosten hätte.

Stefan: Das Gerät kostet ungefähr so sechs, was sind wir für Zuckerrüben, so 120.000 Euro.

Stefan: Das heißt, wir haben halt bei 20 Hektar Zuckerrüben eigentlich innerhalb von

Stefan: drei Jahren das Gerät herinnen. Wie lange hält es?

Stefan: Also bei uns fährt es schon, also halte es schon wieder aus.

Willy: Also hält länger bei drei Jahren.

Stefan: Definitiv. Okay. Genau, also was wir sehen, gerade bei den Erdnüsse und vielleicht

Stefan: da kommen wir zu dem Thema zurück.

Stefan: Erdnüsse haben halt noch mehr. Also das haben wir wirklich von Anfang an gesehen

Stefan: gehabt, dass wir das Problem haben,

Stefan: werden dem nicht daher, dem Unkraut mit der Handhacker, weil einfach die Erdnuss so spät deckt.

Stefan: Und die Lohnkosten so hoch waren. Das haben wir wirklich, das ist ja 200 Stunden

Stefan: pro Hektar, also komplett irre im Endeffekt.

Stefan: Also wir sind jetzt schon hochpreisig und mit dem noch on top drauf war das

Stefan: halt absolut unrendabel Geschichte gewesen und haben gesagt,

Stefan: okay, von Anfang an, wir müssen uns mit dem Thema Neustärke auseinandersetzen in drei Haken.

Stefan: Wenn wir wirklich die Erdnüsse skalieren wollen, dann haben wir eben diese Lösung

Stefan: gefunden. Seitdem können wir halt auch wirklich skalieren dann den Erdnussanbau

Stefan: und können eben mittlerweile 25 Hektar machen davon.

Willy: Was machst du mit skalieren?

Stefan: Mehr Hektar abbauen.

Willy: Das zahlt es einfach aus, weil es pro Hektar dann wieder trocklen ist.

Stefan: Genau. Und wir bringen uns nicht gegenseitig um, weil wir 100 Leute am Acker

Stefan: herum haben müssen, damit wir halt in der kurzen Zeit ja natürlich auch,

Stefan: wo ich das machen muss, die da nachkommen.

Willy: Jetzt hat sie aber pioniere quasi in diesem seid ihr weltweit mit diesem Gerät

Willy: Pionierer in deinem Bereich?

Stefan: Also es gibt definitiv andere auch, die in dem Bereich was machen.

Willy: Aber die Zeit ist jetzt, wo das entwickelt wird. Das gibt es nicht schon seit

Willy: 20 Jahren in Österreich, haben wir es 20 Jahre später.

Stefan: Genau, also jetzt das Thema ist jetzt, das Thema ist jetzt seit 4-5 Jahren ist

Stefan: das aktuell. Seit 4-5 Jahren macht das Thema Sinn am Acker.

Willy: Ich frage deswegen, weil Erdnussen gibt es ja nicht erst seit 4 Jahren oder

Willy: sowas, seitdem es rentabel ist. Das heißt, wenn man sich vielleicht global den

Willy: Erdnuss... Du bist jetzt der Erdnuss-Spezialist quasi da am Tisch, ne? An dem Tisch.

Willy: Der fährt dein Tisch, der fährt dein Tisch.

Willy: Ich glaube, du bist das auch über den Tisch hinaus. Wo kommen normalerweise

Willy: die Erdnussen, was wir jetzt aus dem Supermarkt so kennen, wo kommen die her?

Willy: Was sind so die Hauptanbauländer? Und dort ist wahrscheinlich,

Willy: könnte ich mir vorstellen, der Lohnkosten Faktor, die brauchen genauso lang,

Willy: nur halt kosten weniger wahrscheinlich,

Stefan: Oder? Ja, voll. Also Hauptdinge ist, was bei uns ist für Argentinien,

Stefan: Ägypten ist viel, China ist viel, Amerika ist, glaube ich, der eigene Marktstärke

Stefan: ist jetzt nicht so, dass sie so viel exportieren.

Stefan: Da eben halt in der Peanut Butter eher.

Willy: Die haben höhere Peanut Butter drauf, gell?

Stefan: Ja, das...

Stefan: Die haben es begriffen schon, sag ich mal.

Willy: Da können wir dann noch lange diskutieren.

Stefan: Oder wie immer, aber bei denen ist echt noch ein bisschen was anders.

Stefan: Genau, also das sind halt so die Hauptimporteure von Erdnüsse.

Stefan: Aber was ich auch immer stark sicher ist, dass schon Bio-Erdnüsse selbst am

Stefan: Weltmarkt noch einen gewissen Preis haben,

Stefan: beziehungsweise gar nicht so viel verfügbar sind oder so viel gehandelt werden,

Stefan: weil halt eben auch für die trotzdem immer das Thema so groß ist.

Willy: Entschuldige, weil du jetzt Bio sagst, das ist glaube ich ein wichtiger Faktor,

Willy: den ich jetzt ganz ein bisschen ausklammert habe, für die war auch klar,

Willy: dieses Hocken, das notwendig ist, das betrifft hauptsächlich den Bio-Bereich, oder?

Stefan: Ich sage jetzt hauptsächlich ja, aber aufgrund von, was wir halt auch schon

Stefan: kunden haben, so konventionelle Betriebe, weil es einfach Wirkschaftsresistenzen

Stefan: gibt schon mittlerweile, also die Glyphosat oder was auch immer funktioniert, nicht mehr bei XY.

Willy: Super-Wheats gibt es dann schon.

Stefan: Genau, es baut einfach Resistenzen auf und die hacken auch mittlerweile.

Stefan: Beziehungsweise einfach auch bei den Geschwindigkeiten, was wir fahren,

Stefan: bei der Effizienz, bei der Einfachheit, die wir mittlerweile mit dem Gerät haben,

Stefan: macht es auch kostenmäßig, bei die Glyphosat und,

Stefan: Schießmichdut, wie es alle heißen, aber,

Stefan: Hau mir auch einen gewissen Kostenfaktor. Also mache ich es,

Stefan: hey, mir ist es lieber, ich fahre mit dem.

Stefan: Gerade in Spezialkulturen und tue gar nicht Spritzen, weil im Endeffekt kommt

Stefan: man das sogar bülliger, als würde ich spritzen. Langfristig sehen.

Stefan: Oder es ist ja eine positive Wirkung auch, um ganz weit auszuholen für den Boden.

Stefan: Ich breche die Bodenkruste auf.

Stefan: Ich breche die Bodenkruste auf. Ich tue sozusagen den Wasserhaushalt.

Stefan: Wenn es jetzt regnet, kann der Boden besser, wenn jetzt keine Krustnummer ist,

Stefan: besser das Wasser aufnehmen.

Stefan: Ich tue den Boden belüften durchs Hacken und so Sachen. Also das ist ja auch,

Stefan: für positive Sachen, die dem Boden zufüllen aufgrund des Hackens.

Willy: Nochmal eine blöde Frage, weil du jetzt immer die ganze Zeit Hacken sagst.

Willy: Du fährst durch mit dem Gerät, siehst, wo das Umkraut ist und schneidest es

Willy: ab. Das ist das Hacken eigentlich, oder?

Willy: Warum tut man durchs Hacken, also was oberflächlich ist, den Boden auflockern?

Stefan: Naja, wenn jetzt da ganz plakativ einen verkrusteten Boden habe,

Stefan: so wie man es halt kennt, und es würde jetzt regnen,

Stefan: dann kann der Boden es oft gar nicht aufnehmen, weil es einfach an der Oberfläche

Stefan: ist, ich habe eine harte Schicht und das rinnt man an.

Stefan: Das rinnt in irgendeinem Boch ein oder das rinnt man auf die Straße und so weiter.

Stefan: Und dieses Wasser verliere ich auch. Wenn ich jetzt aber keine Krusten habe,

Stefan: weil ich das Hacken aufgebrochen habe.

Willy: Wie wird das aufbrochen durchs Hacken? Das verstehe ich noch nicht.

Willy: Ich schneide das Unkraut.

Stefan: Nein, aber du musst,

Stefan: den Boden ja auch schneiden. Du musst ja die Oberfläche aufbrechen.

Stefan: Weil du mit der Schare da durchfährst, ja.

Willy: Aber mit der Schare, das mache ich vorher?

Stefan: Nein, nein, das macht das Hacken selber. Ah. Nein, wir müssen auf jeden Fall

Stefan: ein Video zeigen, glaube ich.

Willy: Genau, wir verlinken das Video. Okay, aber das heißt, ich fahre da in den Boden

Willy: und du hast einfach da einen zusätzlichen Schritt, Bodenbearbeitung,

Willy: Auflockung, auch der Teil. Und nur ganz oben.

Willy: Eigentlich so ein bisschen oberflächiges Gruben,

Stefan: Ganz leicht.

Willy: Genau, es ist nicht Ackern richtig umgruben, sondern nur oben auf.

Willy: Genau, wirklich so ein oberflächiges Schneiden. Und hat solche Vorteile dann auch wieder. Genau.

Stefan: Ja, und deswegen hat das Gerät auch für konventionelle Landwirte durchaus,

Stefan: ich nehme auf viele Faktoren, aber natürlich ist es zum allergrößten Teil für Bio.

Willy: Okay, und das heißt, wenn ich jetzt denke an China, ohne dass ich das recherchiert

Willy: hätte, könnte ich mir vorstellen, dass die Lohnkosten, dass es dort auch rentabel

Willy: ist, einfach mit Menschen zu arbeiten und dann einen Weltmarkt zu beliefern.

Willy: Wer dominiert den Weltmarkt aktuell?

Stefan: Ich glaube eigentlich eh so, Argentinien und China ist so der Welt.

Stefan: Und wer jetzt weltmarktmäßig sieht, die großen Player.

Willy: Aber als österreichischer Bio-Erdmus-Produzent ist man jetzt auf einem anderen

Willy: Markt wie am Weltmarkt unterwegs wahrscheinlich.

Stefan: Ich glaube, die machen wahrscheinlich in den Minuten so viel wie wir in einem Jahr.

Stefan: Das ist absolut irrelevant.

Willy: Dieser Markt ist zwar interessant, dass man mal gehört hat, aber ihr seid von

Willy: dem eigentlich mit dem, was ihr macht, völlig entkoppelt.

Stefan: Nein, das ist jetzt gar nicht das Ziel, muss man ehrlich sagen. Was?

Willy: Weltherrschaft?

Stefan: Weltherrschaft? Nein, nein.

Willy: Wieso nicht? Du willst ein kleiner Sidequest?

Stefan: Nein, das ist wirklich eine Sidequest. Nein, nein, nein.

Stefan: Das ist sicher nicht das Ziel. Ich glaube, wir haben da ein super tolles neues

Stefan: Produkt, das super für unsere Region passt.

Stefan: Warum? Können wir dann gerne noch erzählen. Ja.

Stefan: Und auch ein Superprodukt ist, um das als Spezialität zu verkaufen.

Stefan: Also als etwas Besonderes ist. Eine Nische. Eine Nische, genau. Einfach eine Nische.

Stefan: Eine Nische, die super ist für mich als kleinstrukturierten Landwirt.

Stefan: Ich brauche keinen Weiz. Also die klassischen Sachen, Weizen.

Stefan: Am Weltmarkt ist ja auch komplett österreichisch relevant. und so weiter.

Stefan: Und kämpfen wir halt mit dem Preis. Und da haben wir halt einfach für uns ein

Stefan: Produkt, das, was zum Glück sehr gut angenommen wird, den den Leuten taugt,

Stefan: was eine Spezialität ist und wir super direkt vom Markt mit können.

Stefan: Und so, wo unsere klein strukturierte Landwirtschaft da einfach super dazu passt.

Stefan: Und das ist als Ziel, dass wir das weiter machen und einfach ein geiles Produkt haben.

Willy: Ein geiles Produkt.

Stefan: Ohne Weltherrschaft. Da wäre noch.

Willy: Noch Satz, Klammer auf, da wäre noch Klammer zu.

Willy: Wir haben nämlich jetzt im Prinzip, dadurch, dass du gleich auf die Entwicklung

Willy: von Job, Variojob, wie heißt er?

Stefan: Variojob, ja.

Willy: Variojob, Variojob-KE eingegangen bist, haben wir den Punkt 4 jetzt gleich vorher Punkt 2 und 3 gemacht.

Willy: Mir hätte mich jetzt interessiert erstens einmal auch, wann seid ihr,

Willy: jetzt kommen wir nämlich auf die Erden aus.

Willy: Jetzt wissen wir, wie es gelernt wird auf Hightech und so, aber ein Video in den Shownotes bitte.

Willy: Jetzt möchte ich wissen, wie kommt man

Willy: im Waldviertel auf die Idee, dass man Erdnussen anbaut? Also es liegt jetzt

Willy: nicht so auf der Hand, oder? Oder schon?

Stefan: Ja, nein, das wäre damals immer die Einstiegsfrage gewesen. Ja, deswegen ist doch...

Willy: Aber die muss sein.

Stefan: Nein, die muss sein.

Willy: Ich kann mich nicht fragen, warum du das machst.

Stefan: Ich habe eh schon meinen Standardsatz.

Willy: Na bitte, komm mal, scher mal was.

Stefan: Also wie kommt man auf die Idee? Also es war sicherlich einerseits das Thema,

Stefan: Betriebsübernahme, gesagt, okay, wir wollen was machen, was Neues,

Stefan: was noch keiner vorher gemacht hat.

Stefan: Wir wollen was machen, was irgendwie mit den klimatischen Bedingungen,

Stefan: die sich einfach geändert haben in den letzten Jahren, gut zurechtkommt.

Stefan: Und wir wollen was, das war jetzt vielleicht gar nicht im ersten Moment so,

Stefan: aber einfach ein Produkt haben, was man einfach vielleicht ein bisschen direkt

Stefan: vermarkten kann, wo man so selber sein Ding machen kann.

Stefan: dann hat irgendwo mein Bruder dann einmal das Thema Erdnuss gekommen,

Stefan: also keiner war jetzt der große Erdnussesser oder irgendetwas davor.

Stefan: Ich bin nicht wei, aber kennt man halt, aber weiß nicht, hat man jetzt nicht so einen riesen Bezug.

Willy: Erdnussguttern muss man lernen, das ist nichts, was da...

Stefan: Und ich finde, Erdnuss, das ist immer so, das hat man irgendwie gehabt,

Stefan: aber ich habe auch so einen großen Bezug nicht dazu gehabt.

Stefan: Und dafür mal Saatgut daherzahlt und dann haben wir irgendwie mal das Quadratmeter

Stefan: mal angeklickt, das hat gut funktioniert.

Willy: Das waren wirklich Quadratmeter. Ich habe Versuchsfelder gehört,

Willy: das waren Quadratmeter.

Stefan: Genau, in den ersten Jahr, zwei Jahre. Dann haben wir eigentlich relativ schnell

Stefan: mal einen Hektar abbaut. Einfach einmal schauen, okay. Skaliert.

Stefan: Skaliert, funktioniert das überhaupt in einem größeren Ding.

Stefan: Und das hat irgendwie gut funktioniert, hat sich immer weiter und weiter entwickelt.

Stefan: Und jetzt sitzen wir zum Glück da.

Willy: Aber wie ist der Brot auf die Erdnuss gekommen?

Stefan: Das war es auch selber nicht mehr. Wahrscheinlich, wenn es dann fängt,

Stefan: das war es auch selber nicht mehr so genau.

Stefan: Es war einfach was einzigartiges. Wir haben ein bisschen was gesucht,

Stefan: was hat dann keiner gemacht, welche Kultur. Also wir haben halt damals so Biet

Stefan: gehabt mit Süßkartoffeln auch und so.

Stefan: Aber das haben wir dann damals auch schon die Fühle gemacht gehabt und das war

Stefan: nicht mehr so das Alleinstellungs- Ihr wollt jetzt was einzigartiges machen. Genau, ja, nein.

Stefan: Was ein bisschen halt, vielleicht wie der Vater halt ein bisschen der Rebellscher

Stefan: dann irgendwie was einzigartiges machen. Genau, machen.

Stefan: und deswegen haben wir das dann auch durchgezogen und wie gesagt,

Stefan: sie ist einfach eine Pflanze sie kommt mit,

Stefan: den veränderten klimatischen Bedingungen gut zurecht, vielleicht auch bei uns

Stefan: in der Gegend, muss man dazu sagen also bei uns ist es einfach heißer als im

Stefan: Rest von Österreich, bei uns ist niederschlagsärmer als im Rest von Österreich

Stefan: also man heißt sowieso extrem, aber,

Stefan: vorhauerscheinbar nenne ich Niederschlag.

Willy: Was heißt das im Jahr im Schnitt?

Stefan: 500 Millimeter sowas 500? Ja.

Willy: Also ich weiß zwar nicht viel, aber ich weiß, dass das nicht viel ist.

Stefan: Ja, genau. Das ist ein schöner Satz. Also es ist wirklich nicht viel.

Stefan: 500, 600 und damit kommt die Erdnuss einfach schon mal von Haus aus gut zurecht,

Stefan: weil es einfach schon zu diesen subtropischen Regionen kommt.

Stefan: Und sie mag Sandekumosenboden, den haben wir da. Also Sandanteil ist wichtig,

Stefan: keine zu schweren Böden. Und das passt einfach bei uns in der Gegend da gut her.

Stefan: ist jetzt, man muss sie nicht bewässern, man kann sie bewässern,

Stefan: wir tun sie nicht bewässern, das heißt, wir sparen da schon mal auch Wasser.

Stefan: Wir können auch gar nicht bewässern bei unserer Höhenmeter, was wir da sagen.

Stefan: Wenige Hektar, die wir bewässern können. Wieso können sie nicht bewässern?

Stefan: Erstens haben wir jetzt am Betrieb auch gar nicht die Infrastruktur dafür.

Stefan: und zweitens, man müsste halt sehr tief bohren, damit man zum Grundwasser kommt.

Willy: Also das bau ich richtig tief.

Stefan: Und das ist dann nochmal ein Kostenfaktor, man braucht stärkere Pumpen und bla bla bla.

Willy: Also das ist generell nicht, weil beim Herfahren ist von mir ein Traktor gefahren

Willy: mit einem riesen Radl, da war so ein Schlauch drauf, glaube ich.

Willy: Also es wird schon bewässert in der Region teilweise?

Stefan: Ja, also wenn man jetzt bei uns, ist halt Randzumach fehlt, also ich sage jetzt

Stefan: einmal 20 Kilometer weiter, schaut es schon ganz anders aus.

Willy: Okay, also bewässern ist jetzt so das Thema, das heißt, ihr müsst mit wenig

Willy: Wasser auskommen? Genau.

Stefan: Und das macht die Erdnuss sehr gut. Also wir sehen, natürlich,

Stefan: sie braucht einmal Wasser, dass sie wächst und gut wachsen kann.

Stefan: Aber es ist auch okay, wenn es mal heiß ist, es ist auch okay,

Stefan: wenn es mal weniger ringt.

Stefan: Und das hat es uns schon bewiesen, sie steht sehr vital dann trotzdem am Ocker.

Willy: Steht vital am Ocker.

Stefan: Genau. Während der Mais sich schon daneben einkringelt und halbiert verdorrt

Stefan: ist, steht dann vital da und kann auch,

Stefan: dieses Wasserdefizit dann gut einholen, wenn es dann mehr Regen hat und dann nochmal Gas geben.

Stefan: Okay.

Willy: Was zeichnen Sie da? Warum ist sie da genügsam? Hat sie bessere Speicher bei

Willy: dem Ganzen? Oder warum ist da die Erdnuss so?

Stefan: Ich glaube, sie geht sehr effektiv mit Verdunstung um. Sie klappt dann die Blätter

Stefan: zum Beispiel zusammen und so, um einfach Wasser zu sparen.

Willy: Also kleine Pflanzen.

Stefan: Genau, ich glaube, die ist jetzt biologisch, Ich frage mich immer,

Stefan: warum die Pflanzen im Boden wachsen.

Stefan: Weil es natürlich sehr aussordentlich ist. Deswegen kommt der Erdnuss die Name

Stefan: daher, weil es wirklich in der Erde wächst, die Nuss.

Stefan: Und ich glaube auch dadurch vielleicht ein bisschen dann einfach spaßig ist

Stefan: so der Pfahlwurzel auch, kann dadurch auch zu tiefere Schichten Wassen kommen.

Willy: Also ist das eine Tiefwurzel? Ist das, was man Tiefwurzel nennt?

Stefan: Tiefwurzel, das weiß ich jetzt nicht. Ich weiß nicht, wer Tiefwurzel schon ist,

Stefan: aber ja, sie kommt damit gut zurecht.

Stefan: Und was man halt auch stark gesehen ist halt, dass halt sicherlich vor 20 Jahren

Stefan: war eine Erdnuss sicher nicht möglich gewesen bei uns zum Aubauen.

Willy: Also es ist, jetzt kommen wir das große Thema Klimawandel. Also du würdest sagen,

Willy: das Klima hat sich in der Region gewandelt.

Willy: Also spürst du das jetzt? Du bist noch jung. Was bist du für ein Jahr gegangen?

Stefan: Siemmerdacht.

Willy: Ich bist wirklich noch jung. Aber kannst du dir erinnern,

Willy: hast du, weil du bist ja quasi an der Landwirtschaft dran, bei mir hat sich

Willy: nur das Wetter verändert, also in meiner Welt, aber du hast ja wahrscheinlich

Willy: oft am Tisch diskutiert, was jetzt wieder war und ob Trockenheit war oder sonst.

Willy: was du näher dran willst, hast du das in deiner Zeit gemerkt,

Willy: dass sich die klimatischen Bedingungen da verändert?

Stefan: Ja, schon. Es ist auf jeden Fall heißer geworden. Die Starkregenereignisse haben

Stefan: zugenommen. Der Regen hat abgenommen, Starkregen zugenommen.

Stefan: Das kann ich auf jeden Fall sagen.

Stefan: Die Vigrationsperiode ist länger geworden. Das heißt,

Stefan: zum Thema der Früher werden Erdnüsse nicht möglich gewesen. Es ist einfach jetzt,

Stefan: länger warm als wir bisher, weil die Erdnüsse brauchen eine gute Bodentemperatur.

Stefan: Das heißt, wir bauen die Ende Mai sowas an und ernten die Ende September,

Stefan: Oktober bis November hinein.

Stefan: Und die braucht einfach auch diese Zeit, um reif zu werden.

Willy: Das ist aber eine der letzten, die da ernten wahrscheinlich,

Stefan: Oder? Ja, dann sehr spät der Weise, was geerntet wird. Aber das war früher nicht möglich gewesen.

Stefan: Die hätte nicht ausreichend Sonnenstunden gehabt. Die hätte nicht ausreichend

Stefan: Hitzetage gehabt, um einfach auch dann auszureifen.

Stefan: Das muss man ganz klar sagen. Das war vor 20 Jahren einfach nicht möglich gewesen.

Stefan: So wie wir es jetzt sehen, weil wir haben wieder Kontakt mit anderen Landwirten,

Stefan: die was auch da ist, dort und da ein bisschen Erdnüsse abbauen.

Stefan: Und was wir auch sehen, okay, wenn wir nicht so ins Waldviertel kommen oder

Stefan: nach Oberösterreich kommen oder so,

Stefan: da funktioniert es ja nicht wirklich, weil es halt einfach noch kühler ist,

Stefan: weil es schneller gekeilt wird, weil die Böden halt auch schwerer sind und weil

Stefan: es einfach noch nicht so heiß ist wie bei uns.

Stefan: Okay.

Willy: Das kommt dort wahrscheinlich auch noch hin. Jetzt habe ich in der Vorbereitung

Willy: irgendwo gelesen, in diesen Ländern, wo Erdnossen jetzt schon angebaut werden,

Willy: dann hast du auch diese langen Vegetationsperioden.

Willy: Teilweise ist es eh eine Äquator, könnte man sich vorstellen, oder? Ja, genau.

Willy: Sehr lange, sehr konstant ist. Jetzt ist bei uns zwar die Vegetationsperiode

Willy: länger geworden, aber nicht so konstant wie in diesen Ländern.

Willy: Ist das noch ein Risiko? Es rennt zwischendrin ein, es kann nur Spätfrost kommen,

Willy: oder Frühfrost im Oktober oder sonst irgendwas.

Willy: Ist das Risiko, ich meine, ihr macht es jetzt, also die Antwort ist scheinbar

Willy: ja, aber wie, ist das schwer einpreisbar, das Risiko?

Willy: Ist das noch etwas mit dem sehr hart?

Stefan: Ja, letztes Jahr haben wir dann einen sehr,

Stefan: kühleren August gehabt und das haben wir dann schon stark gemerkt gehabt,

Stefan: dass es dann der Erdus nicht so getaugt hat.

Stefan: Da hätte man sicher mehr drauf gehabt, die sind dann gut abgereift und so und

Stefan: dann haben wir viel Unreife gehabt, weil es einfach dann zu kühl war im August.

Stefan: Oder dann,

Stefan: Regen oder kein Regen und so weiter, das sind große Faktoren,

Stefan: die halt dann Dinge beeinflussen.

Willy: Ist das dann 0,1, also Ernte, keine Ernte oder ist das auch ertragsmäßig oder qualitätsmäßig?

Stefan: Durch das, dass wir immer noch im neunten Jahr sind und sage ich mal,

Stefan: einer immer viel tut dann Fehler machen, da mal passt was nicht,

Stefan: das und das, ist halt immer noch schwer zu sagen, was halt

Stefan: jetzt der Große probieren, dann schnell sieht gut aus und blablabla,

Stefan: ob jetzt, was jetzt wirklich dann,

Stefan: der Fehler war, was dazu geführt hat, dass irgendwo was ganz grob schlimm schwer gegangen ist.

Willy: Also ich habe nicht jeden Fehler zum ersten Mal gemacht und auch nicht jeden

Willy: Fehler zum zweiten Mal, weil du schon sagen kannst,

Stefan: Was jetzt wirklich stimmt oder was nicht. Das hat sich in der Lernfahrt. Genau, immer noch.

Willy: Wie lange hat das ungefähr,

Stefan: Glaubst du? Wir haben jetzt, ich glaube, jetzt sind wir schon sehr weit und,

Stefan: sie sind auch super da, haben viele Dinge heuer schon richtig ich gemacht,

Stefan: aber jetzt regt es halt wieder nicht. Also wirklich gar nicht.

Stefan: Was halt auch natürlich nicht geht.

Stefan: Aber ja, dass man halt wirklich auf einen Ertrag kommen, der halt passt,

Stefan: glaube ich, machen wir jetzt schon mittlerweile für richtig,

Stefan: aber es gibt immer noch Dinge, wo wir, glaube ich, besser werden können und

Stefan: optimieren können, dass halt...

Willy: Beschreibst du das Kurs dieses Jahr? Bist du nicht der Einzige,

Willy: der sagt, dass es recht trocken ist?

Willy: Wie betrifft euch das und was heißt das, dass das recht trocken ist.

Willy: Also was geht euch ab jetzt?

Stefan: Regen gehen und so. Aber ja, die Pflanze braucht halt einfach Wasser zum Leben, zum Wachsen.

Stefan: Und wenn kein Wasser da ist, wächst es halt einfach nicht. Oder hat halt wenig

Stefan: Energie. Zum Beispiel bei der Erdnüste, jetzt sind wir halt Mitte Juli, jetzt ist Blütezeit.

Stefan: Während der Blüte braucht man die Pflanze für Nährstoffe.

Stefan: und wenn halt das fällt, dann bilden sich da auch weniger Früchte,

Stefan: dann können die ja nicht so groß werden.

Willy: Wenn sich jetzt die Erdnuss schon so schwer tut, die offensichtlich ein bisschen

Willy: resistenter ist und ein bisschen fitter, wie geht es dann euch in anderen Kulturen?

Stefan: Es ist ja schlecht, ja. Also beim Kürbis, da ist ja wirklich schon sehr,

Stefan: also versucht auch irgendwie Energie zum Sparen, da liegt halt schon,

Stefan: da ist es sehr eingerollt, also die Blätter rollen sich dann ein und so Sachen.

Willy: Also es ist wieder hartes Juh,

Stefan: Oder wie? Also ich weiß, ob das noch kompensierbar ist, was jetzt heuer schon

Stefan: verloren gegangen ist, aber ich befürchte fast nicht.

Stefan: Aber beim Wein und so sehen wir es auch schon mittlerweile, dass die halt einfach,

Stefan: weniger Bären ist und die jetzt,

Stefan: einfach schlechter darstellt.

Willy: Okay, also das Jahr ist ein Jahr zum Streichen und so weiter.

Stefan: Wahrscheinlich, ja, bei der Erde müssen wir mal schauen. Also der Ansatz war

Stefan: schon super, hat schon gut ausgeschaut, aber wir warten noch ab und hoffen,

Stefan: dass jetzt doch in den nächsten Tagen mal was kommt. Waren Sie das jetzt in Niederschlagsmenge?

Willy: Was habt ihr das ja schon gehabt und was hätte es braucht ungefähr?

Stefan: Das hat mich zu schlecht, weiß ich nicht. Ich kann es nicht sagen, weiß ich nicht.

Willy: Schreiben wir dann in die Show-Notes.

Stefan: Ja, das kann ich da recherchieren. Aber zu wenig.

Willy: Was man so nicht gesagt hat, am Anfang haben wir schon geteasert den Cliffhanger,

Stefan: Nicht? Die Erdnuss.

Stefan: Sie ist keine Nuss. Was ist die Erdnuss? Sie ist eine Hülsenfrucht.

Willy: Nein, Gott. Was wie eine Erbsen.

Stefan: Wie eine Erbsen, ja. Sie ist wie eine Erbsen, sie ist eine Hülsenfrucht.

Stefan: Und auch wenn man sie jetzt unreif, also wenn man sie reif ist,

Stefan: aber nicht getrocknet ist, dann schmeckt es ja wirklich wie eine Erbse.

Stefan: Also man merkt sofort, dass das in die Familie der Erbsen gehört.

Stefan: Und erst durch das Rösten bekommt es eigentlich eher Aromas, wie man es kennt.

Willy: Okay, Erbsen oder Bohnen eigentlich?

Stefan: Ja, genau.

Willy: Und sie bildet halt eher diese holzige... Beschreib mal, wie so eine Erdnuss

Willy: von Pflanzen bis zur Ernte.

Willy: und dann schauen wir uns nachher noch die Verarbeitung an, wie die wächst,

Willy: weil das ist ja auch eher speziell, weil die geht ja auf, weil du es einmal hast.

Stefan: Das hast du ja schon fast dazu.

Willy: Die geht ja auf, aber gut.

Stefan: Also man sieht die einzelne Erdnuss im Mai. Genau, die einzelne Erdnuss kommt.

Willy: Das heißt, wir nehmen jetzt so eine Erdnuss, das sind übrigens Eiche, Salz ziehen sie.

Stefan: Salz ziehen sie. Also Salz nicht, aber man nimmt Die,

Stefan: ungeröstete Erdnuss kann man in den Boden stecken und sie wächst dann nachher.

Willy: Das heißt, die Frage, woher ein Saatgut kommt, könnt ihr euch das Saatgut selbst?

Stefan: Teilweise. Du brauchst dann eine spezielle Maschine, um das wirklich sanfter zu bearbeiten.

Stefan: Wir probieren es immer wieder, aber kaufen wir eigentlich meistens das Saatgut ein.

Stefan: Wo kauft man das?

Stefan: Eigentlich gibt es jetzt auch nicht wirklich so einen Händler.

Stefan: Das ist meistens auch persönliche Kontakte aus verschiedenen Ländern vom Biss,

Stefan: wo wir einfach schauen, wo es was gibt. Teilweise mit den Mengen,

Stefan: was wir haben wollen, ist halt schwierig und so.

Stefan: Ja, also es ist oft eine Mischung.

Willy: Spezialmarkt noch ein bisschen.

Stefan: Ja, nein, voll. Gibt es jetzt nicht so. Kommt zwar jetzt, dass da auch Größere

Stefan: sich draufstürzen auf das, dass man sagt, okay, man kann nicht Erdnuss,

Stefan: Saatgut, wo kaufen, aber ein Großteil kaufen wir auch über persönliche Kontakte noch ein.

Stefan: Und dann tut man auch eben diese Erdnuss in den Boden, klassisch in einer Einzelkorn-

Stefan: Sehmaschine, also so wie man einen Kürbis anbaut zum Beispiel, ganz normal.

Stefan: Und die wächst nachher, die bildet dann eben dann den Trieb und die wächst dann

Stefan: nachher zu so einem kleinen Buschen heraus.

Stefan: Und der kleine Buschen bekommt dann Blüten, die Blüten befruchten sich selbst,

Stefan: und nachher wachsen, wenn die befruchtet sind, bildet die dann so kleine Tentakel,

Stefan: wenn du wahrscheinlich biologisch nicht korrekt hast,

Stefan: und die gehen nachher in den Boden hinein und in den Boden bilden diese Tentakel

Stefan: nachher die einzelne Erdnuss.

Stefan: Das heißt, es fahren ganz viele kleine Tentakel in den Boden hineingegangen

Stefan: und die bilden dann die Erdnuss.

Willy: Also die fährt raus, befruchtet sie selbst

Stefan: Und fährt dann wieder in den Boden hinein.

Willy: Und fährt wieder vor Damm im Kreis. Ja, genau. Und erst deswegen Erdnuss oder was,

Stefan: Ich glaube, es ist irgendwie eigentlich ein Übersetzungsfehler,

Stefan: aus dem Englischen wegen Pea, Nuts,

Stefan: und die Erbsennuss oder so irgendwie.

Willy: Da würde er auf die Hülsenfrüchte hin.

Stefan: Genau, irgendwie so ist es dann mit der Erdnuss dann gekommen, irgendwie so.

Stefan: Aber ja, im Endeffekt, oder wenn du so schaust, gibt es verschiedene Sachen. Aber,

Stefan: so funktioniert das. Und wir holen dann eben auch bei der Ernte dann,

Stefan: roden wir die Erdnuss raus mit dem ganzen Gestrüpp, legen die am Acker auf.

Willy: Das heißt, sie wird auserzogen,

Stefan: Oder? Genau, wie beim Kartoffelroderer, was vielleicht ein paar kennen.

Stefan: Der fährt eben mit einem Roderer rein und tut sozusagen die Pflanze aus dem

Stefan: Erdreich auf die, also aus der Erde. So ausgetragen. Ja, ausgetragen, so ungefähr, genau.

Willy: So unten reinfahren.

Stefan: So ungefähr, genau. Und dann kommt der eigene Drescher, der dann die Erdnuss

Stefan: trischt. Das heißt, dass man dann die, da haben wir es jetzt ohne Schale,

Stefan: aber das hat eben die Erdnuss in der Schale, so wie man es kennt, dann,

Stefan: nur mehr die mit nach Hause bringen und dann noch das Geschirrüpp und das alles

Stefan: am Ocker bleibt und wir haben die Erdnuss in der Hülse dann als eigentliches

Stefan: Erntegut nachher haben.

Stefan: Okay.

Willy: Das heißt, dieser ganze Anbauprozess, du hast vorher gesagt,

Willy: das beginnt im Mai und Ernte habt ihr dann erst Oktober, November.

Willy: Das heißt, das ist relativ lang draußen, oder?

Stefan: Ja, voll.

Willy: Warum eigentlich gerade speziell diese, oder ist das generell bei Pülsenfrüchten

Willy: nicht so? Das ist eher eine längere...

Stefan: Ich glaube schon, dass Erd da, von Erbsgab ist auch länger, aber ja,

Stefan: das braucht einfach Zeit zum Abreifen.

Stefan: Also es ist dann oft schon wirklich sehr viel da, auch schon im September,

Stefan: bis die Abreife wirklich da ist. Das dauert dann oft noch länger.

Willy: Wie schaut so ein Erdnuss aus, wenn es geerntet wird? Ist das schon so,

Willy: diese braune, die einzigen Erdnuss, die man sich kennen,

Stefan: Sind dem Sackerl, den man schon ausabricht. Genau. Wirklich?

Stefan: Genau, so schauen es aus. So erntet man es nachher.

Stefan: mit ein bisschen Erd dabei und ein bisschen Dreck und ein bisschen kaputt.

Willy: Aber wo hängen die drauf? Nur, dass ich mir verfurcht habe, mit anderen eher

Willy: ein Foto dazu in die Show Notes. Aber...

Willy: Die Erdnuss selber, hängt die noch irgendwo dran, weil du siehst irgendwie nicht,

Willy: ich denke, es ist eine Erdnuss vom Supermarkt, das ist so ausbrechend,

Willy: was du zum Nikolaus oder sonst irgendwas hast. Wo hängt die dran?

Stefan: An der Pflanze mit so einem Fädchen, im Endeffekt.

Willy: So nicht viel.

Stefan: Nein, nein, nein. Aber das trennen wir.

Stefan: Das wollen wir, sollen wir ja schon am Acker trennen, dass wir wirklich nur

Stefan: mehr, weil wir wollen ja nur die einzelnen Erdnuss in der Hülse wollen wir mit nach Hause nehmen.

Willy: Den Rest lässt es draußen. Was hat die Erdnuss, was jetzt beim Anbau,

Willy: was gibt es da für Schädlinge, was gibt es da für Dinge, auf die man achten muss.

Willy: Am Niederschlag kannst du nichts machen, bewässern kannst du nicht.

Willy: Es gibt also Bildschädlinge etc.

Willy: Was sind so die Hauptthemen, die was unterhalb bei der Erdnuss?

Stefan: Das Hauptthema ist Unkraut, wie wir schon geredet haben. Das ist die Vives Hauptthema.

Stefan: Sonst, wir haben eigentlich gar nicht so starke Sachen. Es ist dann eher,

Stefan: wenn es dann gegen Ernte geht, und es ist dann zu viel Wasser,

Stefan: dass sie dann in der Bodenteiße fallen.

Stefan: Das haben wir, aber sage ich mal jetzt, dass sonst was, wir haben halt da relativ

Stefan: viel Wald da bei uns in der Gegend, also relativ viel Wild und so,

Stefan: die gerade im Mai so Schauprobleme machen, immer wieder, aber ich glaube eher,

Stefan: dass die kennen es noch nicht oder so irgendwie.

Willy: Da gehen es noch nicht so drauf. Das steht euch noch ein bisschen bevor, oder was?

Stefan: Letztens habe ich das erste Reh gesehen, das, was einmal so zaghaft hingegangen

Stefan: ist, So wie er weiß er mal gekostet hat und dann auch wieder weggegangen ist.

Stefan: Also entweder schmeckt es auch nicht oder sie kennen das noch nicht so.

Stefan: Aber sonst haben wir jetzt nicht wirklich Schädlinge oder irgendwelche Probleme gehabt.

Willy: Okay, das klingt ja fast noch paradiesisch ein bisschen, oder?

Stefan: Ja, das ist sicherlich noch,

Stefan: was der Bosefaktor ist, weil es halt einfach vielleicht auch,

Stefan: wenn es eine zu überzüchtete Geschichte ist oder bei uns die Bedingungen halt

Stefan: auch passend sind, aber das passt denke ich sehr gut.

Willy: Wie wirkt eigentlich der Anbau von Erdnüssen auf den Boden aus?

Willy: Weil im Endeffin sind es ja Leguminosen, das heißt, sie nehmen ja sehr viel

Willy: Stickstoff auf, geben sie ja unten an den Boden weiter.

Willy: Ist jetzt so der Erdnussanbau eigentlich, wie sagt es, der Gesundheit für den Boden, oder?

Willy: Oder schlagt man da zwei Fliegen, weil normalerweise wenn du einen Mais anbaust

Willy: oder so ein Ding, du musst jetzt schauen, dass du immer wieder eine Zwischensaat

Willy: machst oder ein bisschen über Leguminosen eine Grünsaat reingibst,

Willy: dass du ein bisschen Stickstoff in den Boden reinbringst, natürlich.

Willy: Macht das die Erdnuss selber im Endeffekt?

Stefan: Perfekt, sehr gut vorbereitet, genau so.

Willy: Das meiste habe ich vergessen, habe ich eh gesagt, wie das ist mit dem Vorbereiten,

Willy: aber das hat mir irgendwie...

Stefan: Ja, genau das, ja. Also es ist eine Leguminose, die mit Knöchelnbakterien den

Stefan: Stickstoff aus der Luft in den Boden bringt.

Stefan: Also das Das ist absolut ein Doppelnutzen, was on top noch kommt,

Stefan: dass es wirklich den Boden mit Stickstoff anreichert.

Stefan: Und wir versuchen eigentlich auch immer, diesen Stickstoff gleich abzuholen

Stefan: auch aus dem Boden, indem wir dann eigentlich meistens gerne Winterweizen draufbauen,

Stefan: weil den baut man halt dann im Herbst an.

Stefan: Und da kann eben halt dann gleich den Stickstoff, den wir halt durch die Erdnussangereichert

Stefan: haben, kann der halt gleich für sich selber gut nutzen.

Willy: Das heißt, es ist eine Zwischensaat mit Nutzen eigentlich?

Stefan: Ja. Ja,

Stefan: wenn man so drüber nachdenkt.

Willy: Naja, schon, oder? Weil das ist das, was mir nicht eingegangen ist.

Willy: Ich war mir sicher, dass ich wieder irgendwas falsch verstanden habe.

Willy: Weil wenn ich einfach nur, wie sagt man, Triticale, also Grün,

Willy: Grünseite, alles was grün ist, einen Stichstöch im Boden, habe ich halt nicht

Willy: viel davon. Das mache ich halt dann auch und das bleibt halt am Vödel.

Willy: Aber wenn ich dann Erdnussen mache, habe ich im Prinzip die Nussen und...

Stefan: Ja, voll. Wie viel jetzt da sind wir jetzt auch dran, das ein bisschen zu messen,

Stefan: wie viel wirklich auch ist. Es gibt eben auch die Möglichkeit,

Stefan: dass man das noch impft, mit Bakterien vorimpft.

Stefan: Die Erdnuss, das heißt, dass man das Saatgut mit Bakterien.

Willy: Wie nennt man das? Impfen. Da gibt es keinen fancy Ausdruck, oder? Impfen.

Willy: Ich habe mir gedacht, die haben da mal irgendwas gehört, nämlich dazu.

Stefan: Hilfen wir kurz.

Willy: Mikro, Trala, Wurscht. Impfen.

Stefan: Impfen kann man nicht sagen, aber es gibt sicher noch schönere Begriffe dafür.

Stefan: Und mit Bakterien, das hat eben, Starterbakterien, das hat eben mehr Knöchelbakterien bilden.

Stefan: Das haben wir jetzt einmal probiert, weil es nicht so von Erfolg,

Stefan: weil es nicht so viel gebracht hat, aber haben wir auch nicht optimal gemacht, was wir ehrlich sagen.

Stefan: Jetzt werden wir das nochmal probieren. Einfach nochmal mehr Stickstoff und

Stefan: dann ein bisschen messen.

Willy: Das hat doch was mit dem Boden-Mikrobiom oder irgendetwas zu tun,

Willy: dass ich das da unten stimuliere und anreize oder sowas.

Stefan: Ja, genau.

Willy: Okay, das hat beim ersten Mal funktioniert.

Stefan: Ja, es hat schon ein bisschen was gebracht, aber jetzt nicht so das riesige,

Stefan: ob jetzt die Starterkulturen von Soja waren, das ist ein Ideal,

Stefan: jetzt haben wir irgendwie mal,

Stefan: jemanden, der sich damit beschäftigen will, für Erdnüsse da was Eigenes zu machen.

Stefan: Und ja, wollen wir mal schauen. Aber das sind auch so Sachen für die Zukunft,

Stefan: die absolut interessant sind. Je mehr ich natürlich Stickstoff da reinkriege

Stefan: in den Boden, desto besser. Also das ist auch was, was man sicher noch weiter optimieren könnte.

Willy: Und das heißt, wenn ich da jetzt zwischendrin nichts mache, dann könnte ich

Willy: einfach über so ein Radl, das ist da da vor dem Boden eigentlich konstant,

Willy: weil ich den sonst irgendwie kaputt mache, könnte ich den eigentlich konstant

Willy: halten oder sogar aufbauen.

Willy: Ja, komm, komm.

Stefan: Weizen, Weizen, Erdnussradl. Wahrscheinlich hast du dann die Nachteile eher

Stefan: dadurch, dass du immer wieder das Gleiche abbaust am gleichen Ocker.

Stefan: Das ist wahrscheinlich das überwiegt.

Stefan: Weil es immer wieder Erdnüsse abbaust, Erdnuss, Weizen oder wie immer.

Willy: Das müsste dann für andere Leguminosen auch gelten, oder für Linsen oder sonst irgendwas.

Willy: Oder es sind Leguminosen, oder? Das schießt mir nicht.

Willy: Schreibt es in die Kommentare. Vielleicht haben wir da jetzt gerade die Mega-Innovation gemacht.

Willy: quasi in so einem Seidhassen von unserem eigentlichen Gespräch.

Willy: Was habe ich jetzt zum Thema Anbau, Saatgut, Anbau von dem ganzen vergessen

Willy: noch, zum Fragen, oder was war noch wichtig gewesen, was mir jetzt so nicht grob besprochen hat?

Stefan: Wir haben eh so die von 0 bis 100 eigentlich, bis wir es eben dann zum Hof bringen

Stefan: eigentlich, glaube ich, schon sehr gut abgedeckt.

Stefan: Die Hauptarbeit während der Dinge ist eigentlich wirklich das Unkraut hacken,

Stefan: sonst machen wir eigentlich nicht viel.

Stefan: Am Acker selber und dann sind wir bei der Ernte und dann haben wir die fertige Erdnuss sozusagen,

Stefan: am Hänger oben, in der Erntekiste. Und dann ist das Wichtigste,

Stefan: dass wir es auf die Trocknung bringen und dann eben halt die Erdnüsse trocknen.

Willy: Okay, bevor wir da jetzt hingehen, gedanklich, habe ich mir jetzt doch noch

Willy: zwei Fragen aufgeschrieben, und zwar oder

Willy: rein im Hintergrund wissen, wie viele verschiedene Sorten gibt es?

Willy: Gibt es die gemeine Erdnuss und dann gibt es noch die spezielle oder wie viele

Willy: verschiedene Sorten von Erdnuss gibt es eigentlich?

Stefan: Ich glaube, die Differenzierung, wo man den...

Willy: Ich kenne es nur gesalzen und unsalzen. Das sind nicht

Willy: nur Sorten.

Stefan: Das sind sie. Das ist recht. So ist eine Erdmassage.

Stefan: Mit vieles beeinfacht, sage ich ehrlich. Das ist so gehackert.

Stefan: gewähren wir schon geröstet ernten würdeten. Aber nein, also die Hauptsorten

Stefan: sind Runner und Spanisch Valencia heißen die. Wie? Runner.

Willy: Runner?

Stefan: Runner wie der Läufer. Läufer und Spanisch Valencia wie Spanien und Valencia.

Willy: Kann man machen.

Stefan: Da hat es irgendwie ausgetaucht einmal vor vielen Jahren.

Stefan: Und das sind ja die Hauptsorten, die wir anbauen. Da gibt es natürlich viele

Stefan: verschiedene, tausende Untersorten und Interregionen und Futurtum,

Stefan: bla bla bla, aber und das ist meiner, glaube ich, soweit ich weiß,

Stefan: auch die zwei Sorten, die weltweit,

Stefan: die wichtigsten sind.

Willy: Ich bin bekannt, ich glaube, der war im Papa Neugenäher Büdemeier oder sowas,

Willy: der hat so Erdmusten, das waren ganz kleine, so ganz, ganz, ganz,

Willy: also die Variation muss ja gewaltig sein, von dem, was wir im Supermarkt kennen,

Willy: bis zu dem, was grundsätzlich ist.

Stefan: Ja, nein, es gibt dann auch mit...

Stefan: Die Flecken haben auch drinnen auf der Haut und dann halt auch mehr Ölgehalt,

Stefan: weniger Ölgehalt, größer, kleiner.

Stefan: Also gibt es wahrscheinlich sehr, sehr viele, aber die zwei sind die,

Stefan: was international relevant sind, sondern die zwei, die auch wir anbauen.

Stefan: Okay.

Willy: Welchen Ertrag hat man im Schnitt auf dem Hektar? Das ist natürlich jetzt wichtig.

Stefan: Gute Frage, gute Frage.

Willy: Gute Frage, wissen wir noch nicht.

Stefan: Gute Frage. Also ich kann es nicht mit einer konkreten Zahl beantworten.

Willy: Das betrifft Geheimwissen oder so, was du da ausblaschen musst.

Stefan: Nein, nein, nein.

Willy: Sonst bladest du das halt nicht aus.

Stefan: Das schrifft eher viele oder so.

Stefan: Nein, also es ist wirklich fun, weil wir einfach, wie gesagt,

Stefan: Fehler immer wieder machen und dort und da mal, das passt nicht und das passt nicht und hin und her,

Stefan: dass man eigentlich wirklich sagen kann, wir haben echt schon gehabt von 150

Stefan: Kilo am Hektar bis 1500 Kilo am Hektar haben wir alles gehabt.

Stefan: Scheiße. plant einmal was, oder? Ja, und da haben wir eine Sortie gehabt,

Stefan: die waren solche Büsche am Acker und da haben wir sich gedacht,

Stefan: na bumm, da müssen wir jetzt mit einem großen Gerät ausfahren,

Stefan: dass wir da die Tonnen nach Hause bringen.

Stefan: Und dann waren da einfach Mini-Erdnüsse drauf, die wir nicht wirklich verwenden

Stefan: haben können, aber so klar waren.

Willy: Die kauft sich die Pflanzen gegangen nicht in die Frucht.

Stefan: Und das war mal eine Sorte so und dann eine andere wieder ganz umgekehrt.

Stefan: Ja, aber ich sage jetzt mehrere hunderte Kilo ist auf jeden Fall das,

Stefan: was wir jedes Jahr haben. Was man ungefähr rechnen pro Hektar.

Willy: Aber Konstanz habt ihr es noch nicht? Es schwankt ja.

Stefan: Es ist wirklich von Akkert zu an. Ja, wirklich schwierig. Auch natürlich,

Stefan: was ich plane, was ich verkaufen will und bla bla bla.

Willy: Und Saatgut wahrscheinlich auch nicht so konstant,

Stefan: Oder? Ja, genau.

Willy: Also du hast noch sehr viele Variablen in der ganzen Gleichung drinnen.

Willy: Was wollte ich jetzt? Warte, jetzt ist mir gerade irgendeine wichtige Frage.

Willy: Schauen wir uns jetzt an. Irgendeine wichtige Frage ist mir jetzt noch.

Willy: Sie fällt mir jetzt gerade nicht ein. Jetzt habe ich es gerade noch im Hirn

Willy: gehabt. Ich sage euch, heute ist nichts für...

Willy: Doch, da ist es. Und zwar, was ich mir aufgestellt habe, das ist ja so die Überleitung

Willy: ein bisschen zum Trocknen wahrscheinlich.

Willy: Ich habe gelesen, bei Hülsenfrüchten...

Willy: Und das ist die Frage. Ach, ganz wichtig. Die Nuss. Es gibt die Hülle,

Willy: die Hülsenrunde, die Hülsen...

Willy: Und die zwei... Andere Hülsen. Ja, der war gut, danke.

Willy: Und dann im Prinzip die zwei Nüsse. Sind es immer zwei?

Stefan: Ja, nein, es sind drei auch teilweise.

Willy: Manchmal sind es drei.

Stefan: Ich habe jetzt noch nicht gehabt, glaube ich.

Willy: Eine vierkernige Erdnuss, das ist sowas wie Glücksbringer, oder?

Stefan: Ja, genau. Aber ich glaube, ich habe es noch nicht gehabt.

Willy: Hast du noch nicht gehabt? Es wird schon noch. Es wird schon noch.

Willy: Ich hoffe, wir halten eine Dame.

Willy: Was ist jetzt was? Ist jetzt die Nuss die Frucht oder das Ganze die Frucht?

Willy: Also nur, dass wir sie so auseinanderdividieren, weil oft verwechselt man ja

Willy: Kern und Frucht und Samen und sonst etwas.

Stefan: Genau, also die Erdnuss ist, glaube ich, schon per Definition...

Stefan: Das Ganze,

Stefan: mit der Hülle, mit der Hülse,

Stefan: und die einzelnen Nuss ist dann die, gute Frage.

Willy: Es ist jetzt eine botanische Frage. Man merkt nämlich, gewisse Fragen sind für

Willy: die Realität völlig irrelevant.

Willy: Hauptsache die zwei sind drinnen und ich kann es verkaufen, rösten und salzen.

Willy: und ob das jetzt auch Frucht oder Kern oder sonst was ist.

Stefan: Sollte man als Erdnussbauer wahrscheinlich sogar eigentlich wissen. Wahrscheinlich.

Willy: Wir haben es schon gelernt, man braucht erst einmal ein paar,

Willy: 10, 15 Jahre oder sowas, wie man dann mal alles irgendwie durchhat.

Willy: Du hast noch ein paar Jahre.

Willy: Nächstes Jahr war es. Ich komme nichts für wieder.

Stefan: Wenn man nur die eine fragt.

Willy: Bis jetzt bist du gut. 99 Prozent haben wir.

Willy: Biologie-Test. Ich glaube, es sind Hülsenfrüchte.

Willy: Dinge, die in der Erde wachsen, Nüsse glaube ich auch, da gibt es das Thema

Willy: Aflatoxin, also Pilzgifte, die sich dann bei solchen Früchten,

Willy: weil sie halt einen hohen Proteingehalt oder sonst was haben,

Willy: sich tendenziell eher bilden.

Willy: Bei Erdnüsse ist mir das Thema jetzt ein paar Mal untergekommen.

Willy: Kennt ihr das oder wie geht man mit dem um und wie kriegt man das dann auch wieder weiter?

Stefan: Also ist ein großes Thema, weil es einfach sehr schädlich ist,

Stefan: wenn die Erdnüsse Aflatoxine bilden. Dann Pilzgifte.

Willy: Genau, genau.

Stefan: Spezieller Pilz, der da gerade sehr stark auftritt und einfach gesundheitsschädlich ist.

Stefan: Also wir lassen unsere jedes Jahr eigentlich mehrmals testen auf das.

Stefan: Also je nach Charge, je nach Vorarbeitung.

Willy: Also sagen wir mal, dass ich euch vertraue.

Stefan: Und definitiv ohne Aflatoxine. Genau, haben bis jetzt noch nie Probleme damit

Stefan: gehabt. Also noch nie Rückspuren...

Stefan: Rückstände, danke, gehabt.

Stefan: Das ist jetzt aber eher auch dem geschuldet, dass wir einfach uns das sehr frisch machen.

Stefan: Sie sind nicht wie viele weit gereist, dadurch auch oft überlagert oder von irgendwoher kommen.

Stefan: Sondern wir haben uns eigentlich meistens maximal mehrere Monate liegen,

Stefan: ungeröstet. Und dann sind sie eh verarbeitet und dann recht schnell dann eigentlich

Stefan: auch wieder innerhalb von einem Jahr ist allermeister aufgegessen.

Stefan: Von dem her haben wir jetzt nicht das Problem, dass die überlagert werden,

Stefan: weil das einfach strakslos überlagern kommt. die Aflatoxine.

Willy: Das heißt, das Überlagern auf zu langen Lagern vermehrt sich dann auch wieder, oder wie?

Stefan: Genau, das blühtet sich dann immer stärker und stärker und deswegen haben wir

Stefan: zum Glück noch nie irgendwelche Rückstände gekommen.

Willy: Ist einfach ein Standardproblem oder wie sagt man dann, Aspekt,

Willy: mit dem man einfach in dem Bereich...

Stefan: Genau, wenn man Erdnisse abholt, muss man die Erdnisse auf Aflatoxine testen

Stefan: lassen und dann machen wir ein paar andere Sachen, aber das...

Willy: So, jetzt kommen die Erdnüsse zurück vom Fink. Das ist ein Hänger,

Willy: da sind die Hänger voller Erdnüssen, oder?

Willy: Hänger voller Erdnüssen. Das kann man auch schon sagen. In der Schoen drinnen, was passiert dann?

Willy: Wir sind jetzt im Bereich Fokus 5, Erdnüsseverarbeitung, Vermarktung, Vertrieb.

Stefan: Dann fahren wir hier, da draußen in den Hof, den wir uns da mittlerweile einverleibt

Stefan: haben für die Erdnussproduktion und da unsere ganzen Sachen aufgebaut haben.

Willy: Der Opa hat nichts dagegen gehabt. Weiß ich nicht, aber es steht halt da.

Willy: Opa hört den Podcast eh nicht.

Stefan: Wahrscheinlich nicht. Schon ein bisschen derisch, da bin ich so sehr laut auf dran, dass er uns hört.

Stefan: Aber ja, da haben wir halt unsere, da eben, konform an den Hof einer, dann haben wir unsere,

Stefan: Reinigungsstraße und da haben wir gesagt, dass wir halt Erde wegbekommen,

Stefan: schlechte Erdnüsse und bla bla bla, dass wir halt dann eine Ware haben,

Stefan: die wir halt dann auf die Trocknung stellen können, die stellen wir dann auf die Trocknungsanlage,

Stefan: dann die Erdnüsse trocknen auf so 8% Restfeuchtigkeit.

Willy: Du nimmst die Erdnüsse vom Hänger, so wie sie sind, und du trockst es in der Schale, oder wie?

Stefan: Ja, genau. In der Schale trocknen wir es und in der Schale lagern wir es.

Willy: Weil es halt eine Schutzschicht da ist, die Schale wahrscheinlich, oder?

Stefan: Genau, also Schutzschicht,

Stefan: und deswegen sind sie auch besser halbbar so. Und eben dann,

Stefan: wenn das Wichtigste ist, dass wir die Erdnüsse trocken bekommen.

Willy: 8% Restfeuchtigkeit.

Stefan: Genau, 8% Restfeuchtigkeit. Und dann gehen wir es in Big Packs hinein,

Stefan: lagern es in Big Packs, auch hier hinten.

Stefan: und genau.

Willy: Du zeigst auf. Ich zeig auf, danke. Wie viel Restfeuchtigkeit haben denn die Variante?

Willy: 20 bis 30 Prozent. 20 bis 30 Prozent.

Willy: Das heißt, Faktor Energie, ist es eine Lufttrocknung?

Stefan: Es ist eine Lufttrocknung,

Stefan: mit Wärmepumpen, mit sehr effektiven Wärmepumpen. Wir,

Stefan: erhitzen die Luft, aber haben eben eine BV-Anlage. um das einfach auch gleich zu kompensieren.

Willy: Ich stelle dir mal, ist das eine Trommel, wo das durchrennt oder ist das einfach

Willy: heiße Luft, die von unten nach oben... Wie warm ist die Luft?

Willy: Also ist das 40 Grad über lange Zeit oder unter 40 Grad?

Willy: Achso, okay. Also ist es gar nicht so, das ist eher trockene Luft,

Willy: die es durchbrust. Die, was die Feuchtigkeit mit Aussetzung hat.

Stefan: Genau.

Willy: Genau. Ah, okay.

Stefan: Gut, gut.

Willy: Pass, jetzt sind es da drinnen, dann sind sie bei 8% Restfeuchte in der Schale,

Willy: links da, schmecken noch nach gar nichts. Die schmecken mich noch nicht.

Stefan: Ja, das ist ja gar nicht.

Willy: Okay, so schmecken.

Stefan: Genau, und dann da haben wir eben die nicht schmeckenden Erdnüsse in die Big

Stefan: Bags hinein und da haben wir es nochmal gelagert. Big Bags heißt...

Willy: Große Big Bags, also großer Danke für die, was jetzt ist. Wie groß sind die?

Stefan: Standard, da sind drinnen 300-400 Kilo in einem und sowas.

Willy: Scheiße, richtig groß? Ja.

Stefan: Okay.

Willy: Ist das das, was man beim Ackerbauen, die Kisten?

Stefan: So ungefähr was.

Willy: Okay, also richtig groß, richtig Big Bags. Richtig Big Bags.

Willy: Da werden sie dann gelagert oder was?

Stefan: Dann lagern wir es und da...

Willy: Wie lange kann wir die lagern dann?

Stefan: Boah, eigentlich ein Jahr auf jeden Fall, aber so lange haben wir es ja meist

Stefan: gar nicht gelagert, weil es bis zu viel Zeitraum ist.

Willy: Okay, aber das ist der Zeitraum, von dem du vorher geredet hast,

Willy: bis sie weiter vorarbeitet werden.

Stefan: Genau, aber meistens haben wir schon früh eigentlich weiter vorarbeitet.

Stefan: Okay, gut.

Willy: Jetzt haben wir es in diese Big Bags, ungeröstet, getrocknet, 8 Prozent.

Stefan: Genau, genau. Und dann,

Stefan: ja, dann kommen wir eigentlich schon zu dem, dann kommt eigentlich schon der Nicolo, wichtig.

Willy: Also der arbeitet auch mit, oder?

Stefan: Der Nicolo hilft uns noch, der Nicolo sagt er nämlich, meine lieben Freunde,

Stefan: es ist Zeit, dass ihr weiter tut.

Willy: Das ist eure Hauptzeit, oder?

Stefan: Genau. Jetzt der liebe Nicolo klopft an an die Tür und sagt,

Stefan: wart ihr alle brav und artig.

Stefan: Ich bringe euch Erdnüsse und die sollten dann halt natürlich auch für uns sein.

Stefan: Wenn man will. Ihr seid gerne von uns.

Willy: Der Link zum Webshop ist natürlich in Show Notes. Danke, ich wollte das nicht

Willy: so. Ich weiß nicht, du hast dich schon so drum bettelt. Das ist schon drinnen.

Stefan: Danke, danke.

Willy: Aber das heißt, euer Hauptverkauf ist die Zeit um Weihnachten.

Stefan: Der Anfang passt halt dann gut. Wir kommen ungefähr immer zu dem Termin hin.

Stefan: Da starten wir wieder mit dem Verkauf der neuen Ernte.

Willy: Das ist schon die neue. Also das heißt, wenn ihr dann im Oktober erntet...

Stefan: Genau, kommt euch zum Nikolo. immer bis jetzt haben wir sozusagen die Erdnüsse,

Stefan: die vor einem Monat geerntet worden sind.

Willy: Also ihr kommt gar nicht zu dem Jahr, das quasi vom letzten Jahr ist.

Stefan: Nein, bis jetzt noch nie. Wir sind immer ausverkauft gewesen und im Sommer...

Willy: So Tante Jollisch immer. Macht sie das wie die Tante Jollisch?

Stefan: Das ist die Tante Jollisch.

Willy: Du kennst die Geschichte nicht. Also vom Torberg, die Geschichte,

Willy: da war die Tante Jollisch drin und die Tante Jollisch, die hat immer Krautfleckerl gemacht.

Willy: Und keiner hat gewusst, warum die Tante Jollisch ihre Krautfleckerl die besten waren.

Willy: Und wie die Tante Jollisch dann am Sterbebett gelegen ist, hat sie noch einmal

Willy: gefragt, die Tante, wieso war denn diese Frau, sie hat immer gesagt, allerweil wegen Zwing.

Willy: Das war das Geheimrezept von der Tante Jollisch. Sie haben immer ausverkauft.

Stefan: Sie haben immer ausverkauft.

Willy: Sie haben natürliche Verknappung. Okay. Das heißt,

Willy: was macht sie dann, damit sie die quasi im, also das sind ja die ganzen Erdnüsse,

Willy: dann was Weihnachten verkauft.

Stefan: Ja, genau. Also so wie man es kennt, im Nikolo-Sackerl, Stiefel,

Stefan: was auch immer man hat, die Erdnüsse drinnen, so verkaufen wir es auch.

Stefan: Also so kann man es jetzt zur Zeit nicht kaufen, aber zum Nikolo verkaufen wir es immer noch so.

Stefan: Also wir verkaufen es vielleicht eben, wir verkaufen es eben so,

Stefan: also ausgelöst aus der Schale, dann verkaufen wir eben halt das Erdnuss-Mood.

Willy: Jetzt kommt es ein Produkt, jetzt bitte ich mal durch, was du alles habt.

Stefan: Als Erdnussöl. Und eben halt die, die wir jetzt nicht mehr haben als Erdnüsse in der Schale.

Stefan: Was wir eigentlich halt dann speziell zum Nikolo noch machen.

Willy: Das habt ihr nicht mehr?

Stefan: Nein, das machen wir euch immer nur.

Willy: Achso, das habt ihr nicht mehr für das Jahr?

Stefan: Genau, das machen wir euch immer nur zum Nikolo. Wenn es ein Ausverkauf ist,

Stefan: ist es Ausverkauf. Die machen wir dann nicht nach. Die anderen Sachen machen wir immer nach.

Stefan: Aber die sind ein bisschen mühsamer zu machen.

Stefan: Aber vielleicht damit, wurscht. Aber genau, die haben wir dann zum Nikolo.

Stefan: Und die sind auch wichtig zum Nikolo, weil die Leute das einfach dort haben

Stefan: und da kennen und da Erdnüsse haben wollen.

Stefan: und da gibt es halt eben, ab da starten wir dann mit dem Verkauf.

Willy: Okay, und jetzt erklären wir bitte, wie macht man die Nicola,

Willy: die Nicola-Erdnüsse, also du hast vorher gesagt, die schmecken nur noch nichts,

Willy: die sind in der Scheun drinnen, ja,

Willy: ich werde dir nicht die, die noch nichts schmecken in der Scheun drinnen,

Willy: sondern nicht die, die beim Nicola im Sacker liegen, oder, da passiert dazwischen drin noch was.

Stefan: Ja, der große Unterschied, der dazwischen passiert ist, ist die Röstung.

Willy: In, ach so, in der, mhm,

Stefan: Okay.

Stefan: Genau, in der Schale werden die geröstet. Also man kann sie weder ohne Schale rösten oder.

Willy: In der Schale. Okay, das hört mir jetzt so. Okay, und deswegen ist es ein bisschen

Willy: aufwendiger, weil es die für Niccolo in der Schale rösten wirst, oder was?

Stefan: Genau, ein bisschen anders, aber es ist dann eher vom Verpacken her,

Stefan: vom ganzen Handling her ein bisschen mühsamer, weil es einfach voluminöser ist

Stefan: und so und man einfach mehr Platz braucht.

Stefan: Und auch die Nachfrage dann unter dem Jahr immer ein bisschen zurückgegangen ist.

Willy: Das ist nur so eine punktuelle Geschichte. Wie werden die, ich sage es zum letzten

Willy: Mal, für Nicolo, die Erdnüsse von Nicolo.

Willy: Wie werden die gerösteten Nüsse von Nicolo?

Stefan: In einem Röster.

Stefan: Ja, in einem Röster. Entschuldigung. In einem Heißluftröster und ganz klassisch. Heiße Luft.

Willy: Wie stellen wir das vor?

Stefan: 70 Grad, kommt davor, je nach Feuchtigkeitsgrad, aber….

Willy: Ist das wie Kaffee-Röster oder sowas? In die Richtung, ja.

Stefan: Kann man mit einem Trommel-Röster machen, kann man mit einem Laufband-Röster.

Stefan: Ah, okay.

Stefan: Je nachdem.

Willy: Wie lang und wie heiß?

Stefan: Circa 160 Grad.

Willy: Also Referenz hat er dafür.

Stefan: Je nachdem.

Stefan: 20 bis 30 Minuten. 20 bis 30 Minuten.

Willy: Okay, also doch eigentlich eine gewisse Zeit. Was passiert da in der Nuss?

Stefan: Um es chemisch und psychologisch mit sehr viel Halbwissen zu beantworten,

Stefan: die Proteine spalten sich und dadurch brinnt das Röstding.

Stefan: Es ist auch erst dadurch für den menschlichen Magen und für die menschliche

Stefan: Verdauungssystem genießbar vor, würde man Bauchweh bekommen,

Stefan: weil einfach der menschliche Verdauung die Proteine, die ungeröstet sind,

Stefan: sehr schlecht verdauen kann.

Stefan: Wenn man jetzt viel davon essen würde, würde man Bauchweh bekommen und durch

Stefan: das Rösten wird das eigentlich erst wirklich bekömmlich.

Willy: Okay, also wir werden gar nicht verzehrbar eigentlich.

Stefan: Wenn man jetzt, ich habe jetzt auch schon ein paar Gäste, dann habe ich jetzt

Stefan: noch kein Bauchweh gekriegt, aber ich glaube, wenn man wahrscheinlich dann mit der Hand von die...

Willy: Das ist jetzt mal keine offizielle Verzehr-Empfehlung.

Stefan: Ja, genau, danke.

Willy: Also bitte, das müssen wir.

Stefan: Genau. Keine Anlageberatung.

Willy: Liebe Kinder, macht das zu Hause.

Stefan: Bitte nicht. Danke. Brauchst mir dann keine Briefe schicken,

Stefan: dass du ins Buch überhaupt hast.

Willy: Schreibt, wenn du ein Problem schreibst, bitte ja, aber nicht mehr.

Willy: Das heißt aber, dieses Thema, weil wir vorgekommen, die Aphrodoksine oder irgendwelche

Willy: anderen Sachen, die würden ja durchs Rösten, weil die sind ja dann wahrscheinlich

Willy: zusätzlich nochmal ein Schritt, oder?

Stefan: Ob die zerstört werden, weiß ich nicht. Ich glaube nicht, da habe ich gesagt,

Stefan: es gibt immer wieder Rückrufe auf geröstete Erdnüsse mit Aflatoxin,

Stefan: also vielleicht das, aber wir dürfen auf jeden Fall immer das sehr fertige Produkt

Stefan: testen und da kommt das halt nicht vor.

Stefan: Aber das Hauptding ist eben das Rösten,

Stefan: und ja, nach dem Rösten eigentlich schauen, so schnell wie möglich,

Stefan: dass wir es in den Sacker kriegen. Das bringt uns jetzt wieder zum Wirtshaus hierher.

Stefan: Das heißt, da haben wir dann die ehemalige Küche, die Wirtshausküche dann in

Stefan: Beschlag genommen, auch noch dazu.

Stefan: Und rösten eben, also dann tut man eben auch das ganze Verpacken machen,

Stefan: dann auch das Vermusen machen mit der Mühle für die Erdnussmus. Genau.

Willy: Aber für die, wir haben jetzt quasi die Nicolonüsse gehabt im Prinzip,

Willy: aber der ganze andere Produktionsweg ist ja, erst die Kerne raus,

Willy: wieder eine Schillmaschine wahrscheinlich, schätze ich mir, oder?

Willy: Was ist das? Die wird gequetscht und dann vor allem...

Stefan: Ja, eher aufgeschlagen.

Willy: So eine Rüttlerbank.

Stefan: Aufgeschlagen, dann verrüttelt, dass man halt die Nüsse noch mehr hat und so Sachen.

Willy: Ihr macht das ja alles in-house, nicht? Genau. Also ihr habt es ja im Prinzip

Willy: bis zum fertigen Muss, habt ihr im Prinzip jeden Schritt

Stefan: Zu 98 Prozent, ja.

Willy: Okay, zwei Prozent nicht.

Stefan: Ja, weil, also insgesamt das Erdnussöl tut, weil andere pressen.

Stefan: Achso, die Ölpresse, ja. Genau, genau, sortieren.

Stefan: Aber ja, nein, machen wir, wie gesagt, haben wir auch über die Zeit selber machen

Stefan: müssen, weil es ja einfach gar keine Infrastruktur in Österreich gibt für das.

Stefan: Also es gibt jetzt neue Dinge, wo wir hingehen können, Da kann ich sagen,

Stefan: okay, ernten wir die Erdnüsse. Ich glaube, die Erntemaschine ist unsere vierte

Stefan: oder fünfte oder sowas, glaube ich.

Stefan: Also da haben wir zuerst selber eine gebaut, dann eine umgebaut und dann eine

Stefan: gekauft aus China. Das hat aber nicht funktioniert.

Stefan: Ja, so sind wir halt einfach mitgewachsen.

Willy: Also man muss schon leidensfähig auch gewisser sein, oder?

Stefan: Oder man hat dann die Reikla, die dann sagt, man muss zwei Raturen und jetzt

Stefan: habt ihr schon ein bisschen Geld investiert.

Stefan: Ja, also das gehört dann auch dazu, zu so einem Produkt.

Stefan: Aber ja, eben Nüsse rösten. Nüsse rösten.

Willy: Die werden auch wieder gleich geröstet?

Stefan: Genau, alles wird geröstet, alles wird geröstet, entweder in der Schale oder ohne Schale.

Willy: In der Schale, Zeit und Temperatur ungefähr gleich.

Stefan: Ungefähr gleich und dann kommt es eben alles in die Küche und in der Küche,

Stefan: da musst du entweder abbacken in ein Sackerl oder in die Mühle hauen und dann

Stefan: Erdnussbutter draus machen.

Willy: Okay, jetzt wie, jetzt sag bitte nicht, indem man es salzt, das weiß ich eh

Willy: selber, aber gesalzene Erdnüsse, was muss ich da dafür tun?

Willy: Also haben die so viel Fett, du brauchst tue ich da nur drüber salzen,

Willy: das war's, weil die haben Fett genug drauf, oder muss ich da noch irgendwie,

Willy: tue ich da noch ein Öl dazu, dass das Salz gescheit drauf bleibt, weil...

Stefan: Mit ein bisschen Öl, genau. Ah, doch, doch. Ein bisschen Öl dazu.

Willy: Ah, schau, da haben wir schon gedacht, das ist einfach nur drüber salzen, reicht nicht ganz.

Willy: Das heißt, du hast dann aus der Not, du hast die Nüsse, dann hast du die gesalzenen

Willy: Erdnüsse, die ungesalzenen, was geht besser, gesalzen oder ungesalzen? Gesalzen.

Stefan: Ja, okay.

Stefan: Ich bin ja auch mehr davon.

Willy: Und dann, der nächste Schritt ist dann Erdnussbutter. Da seid ihr,

Willy: glaube ich, aufs Erdnussbutter machen, wenn ich es richtig gelesen habe und

Willy: die Medien das richtig wiedergegeben haben.

Willy: Auch mehr zufällig draufgekommen, oder?

Stefan: Ja.

Stefan: Also es war eher so, als Not, ja, weil im Endeffekt ist es darum gegangen,

Stefan: wir haben halt zuerst immer nur in der Schale verkauft, dann haben wir halt

Stefan: auch gesagt, hey, passt, hey, was machen wir eigentlich mit dem,

Stefan: wo die Schale schierig ist?

Stefan: Gut, okay, dann müssen wir es halt aufbrechen und halt so verkaufen.

Willy: Also ihr habt es mit der ganzen Schale begonnen,

Stefan: Mit Nikola quasi. Genau, genau, haben es dann nur so verkauft und dann haben

Stefan: wir, glaube ich, sogar im ersten den Rest weggehalten, ich weiß es gar nicht mehr genau.

Stefan: Dann haben wir gesagt, okay, was machen wir mit dem, was die schierige Schale hat?

Stefan: die müssen wir halt auch so verkaufen können.

Stefan: Und ja, und dann, okay, wenn wir es schon so haben, dann können wir dir eigentlich

Stefan: Erdnussbutter auch draus machen.

Stefan: Und das hat irgendwie dann auch irgendwo einmal Maschinen bestellt.

Stefan: Ich glaube, mittlerweile ist es auch die dritte oder vierte Maschine, die wir haben.

Stefan: Und ja, so halt immer weiter, immer weiter, bis es auch dann alles einen Sinn gemacht hat.

Willy: Wie geht Erdnussbutter? Oder was ist das für Maschinen? Was braucht man da?

Willy: und wie macht man Erdnussbutter?

Stefan: Also einfach eigentlich zwei

Stefan: Scheiben, die sich ineinander drehen und die Erdnuss fliegt um einen ein.

Stefan: Die Scheiben verreibt die Erdnuss und unten kommt aufgrund des hohen Fettgehaltes

Stefan: so eine zähflüssige Geschichte aus.

Willy: Gatsch, wollte ich das nicht sagen, weil verkaufen musst du es noch.

Stefan: Gatsch ist ja, okay.

Willy: Okay, aber das ist also Erdnussbutter. Nimm es Butter. Darf man Butter eigentlich noch nennen?

Stefan: Ja, es ist jetzt so ein etablierter Begriff, man kann auch Creme-Song,

Stefan: Mousse-Song, was auch immer. Ich habe mir jetzt bewusst ein bisschen mit diesem

Stefan: Begriff gespielt. Ah doch, jetzt sagt die Butter.

Stefan: Es ist im Endeffekt bei uns...

Stefan: kann man eben Mousse oder Creme sagen, bei uns ist 100% Erdnüsse,

Stefan: vermahlen mit ein bisschen Salz, was einfach den Geschmack schön abrundet.

Stefan: Aber in Amerika ist ja oft ein Palmöl dabei, ist Zucker dabei. Streckst du einfach?

Stefan: Genau. Die haben ja auch Gesetze, dass, glaube ich, mindestens 50% Erdnüsse

Stefan: drin und sie müssen das so nennen dürfen.

Stefan: Aber ja, haben wir ein bisschen auch marketingtechnisch mit dem Begriff gespielt,

Stefan: aber im Endeffekt sind es 100% Erdnüsse.

Willy: Also bei euch, ich meine, die richtig gute war, die ungestreckte war.

Stefan: Absolut ungestreckt, genau. Und absolut nur 30 Kilometer weit gereist, wenn überhaupt.

Willy: Okay, das heißt, ich habe von mir jetzt ein Stehen, Erdnussbutter,

Willy: mich interessiert es wirklich, ein bisschen Werbung ist da automatisch dabei, wenn man drüber redet.

Willy: Creamy, Crunchy, wie kommt man darauf? Weil Creamy, Crunchy habe ich noch nie gesehen.

Willy: Also ich habe mich damals schon immer schwer. Ich war ja mal eine Zeit lang

Willy: in den USA. Erdnussbutter habe ich nie gegessen.

Willy: Dann habe ich, je öder, dass ich geworden bin, desto eher habe ich mich damit

Willy: irgendwie anfreunden können. Merkt sich das bei euch in der Zielgruppe aus? Ist das eher was für...

Stefan: Also es ist, ich glaube, das ganze Produkt Erdnuss ist halt einfach so unbekannt

Stefan: in unserer Küche, dass, glaube ich, die Leute immer mehr erst drauf kommen müssen,

Stefan: okay, was kann ich eigentlich... Du damit. Genau, wirklich.

Willy: Was tut man denn damit?

Stefan: Was tun wir denn damit? Ja, gute Frage. Danke. Also, es ist für mich eine Antwort.

Willy: Ja, du sicher. Ich stelle Fragen, du hast eine Antwort.

Stefan: Nein, ich weiß nicht, ich weiß nicht, was man damit tut.

Stefan: Und ich habe es selber erst gelernt, muss ich ehrlich sagen,

Stefan: was man damit tut, weil ich halt auch nicht viel dazu gehabt habe.

Stefan: Also ja, man kann viele asiatische Gerichte damit kochen.

Stefan: Wir machen auf unserer Homepage etliche Rezepte. Man kann süß damit machen,

Stefan: man kann salzige Sachen damit machen.

Willy: Sollst du davon alles auf oder?

Stefan: Eigentlich scheue ich. Mein Lieblingsgericht ist wirklich Nudeln,

Stefan: einfach mit Erdnussbutter, mit Sojasauce, Ingwer,

Stefan: das alles in einer Pfanne mischen.

Willy: Ohne Nudeln noch?

Stefan: Genau, ohne Nudeln mischen, die Nudeln dazu, alles zusammen tun,

Stefan: ein bisschen Salat dazu.

Stefan: bestes, geiles, einfachste Essen und so.

Stefan: Solche Sachen kann man damit machen. Man kann es aber eben einfach aufs Brot

Stefan: schmieren, man kann eine Banane dazu essen, man kann Apfel dazu essen.

Willy: Warte mal, wenn ich gerade denken muss. Wie war das bei Forrest Gump?

Willy: Schrimm, Schrimm, Kebab, Schrimm, Mango, Schrimm, Ding, Schrimm, Burger.

Stefan: Genau. Alles kann mit Schrimm sein, wenn Erdnusser machen.

Willy: Mit Erdnussbutter auch alles. Aber das heißt, es ist Eigentlich,

Willy: was man glaube ich vielleicht noch nicht so am Radaut, ist das Gewürz eigentlich als Würzzutat.

Willy: Ja, voll. Das gibt man dann zu Nudeln oder so etwas, also nicht als Brotaufstrich.

Stefan: Genau, voll. Einfach in einem Eintopf dazutun, in einem Chili dazutun.

Willy: Aus Konsistenz wahrscheinlich.

Stefan: Konsistenz ist super, aber halt auch das Sämig voll und einfach das Garmentgefühl,

Stefan: aber halt auch dieser leicht nussige gehaltvolle Geschmack, der da dazukommt,

Stefan: macht wirklich noch mal einiges aus.

Stefan: Ja, das ist halt einfach was, was bei uns jetzt noch nicht so da ist,

Stefan: weil es das Produkt noch nicht so gegeben hat.

Stefan: Aber ja, das kommt immer mehr und eben auch die Leute sehen das immer mehr,

Stefan: die Leute schätzen es immer mehr. Es hat eben, es ist auch um diesen Begriff,

Stefan: überstrapazieren, ein bisschen Superfood halt auch. Oh Gott.

Willy: Healthy Nutrition Aspects.

Stefan: Okay, komm, hit me, hit me.

Stefan: Und das sehen heute die Leute immer mal vor.

Willy: Wie war es denn am Anfang mit? Wie macht ihr den Vertrieb? Es werden alle Leute

Willy: schon schlank gestanden sein. Wir brauchen nicht Därtnüsse.

Willy: Du hast selber gesagt, Nische.

Willy: Ich habe es schon wieder vergessen, ihr seid teurer mit euren Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel.

Willy: Ihr seid definitiv ein bisschen teurer, wie die Standardwahrsage im Supermarkt.

Willy: Wie seid ihr an eure Kunden gekommen am Anfang und heute auch?

Stefan: Wir haben zuallererst über ein Jahr natürlich Verkauf gehabt.

Stefan: Das war ziemlich so ein Geben gehabt.

Willy: Also starten wir gleich mal mit dem LEH.

Stefan: Ja, genau. Das war eh irgendwie. Irgendwas ist einfach gegeben gehabt und dann

Stefan: haben wir das halt gemacht. Macht es, ergibt es halt so.

Stefan: Und war dann aber eh so, wir haben gesagt, okay, passt her, wir bekommen doch

Stefan: glücklicherweise ein bisschen Aufmerksamkeit für das Produkt.

Stefan: Man kann, es hat einfach, es

Stefan: funktioniert bei uns gut auch. Können wir eigentlich selber machen auch.

Stefan: Klar, und das finde ich halt super an die Erdnisse. Ich bin halt sehr Fan auch

Stefan: von dieser kleinstrukturierten Landwirtschaft, die wir in Österreich haben auch und so.

Stefan: und dass man sich da doch auch selbst erhalten kann und selber,

Stefan: jetzt nicht zu sehr abhängig ist von Förderungen oder vom Weltmarkt und so weiter.

Stefan: Und von dem habe ich gesagt, passt, das machen wir uns eigene Marke,

Stefan: eben dann neuland.bio, die eigene Marke gemacht und dann halt da sukzessive

Stefan: angefangen, das halt selber zum Verkaufen, weil wir halt einfach,

Stefan: wie gesagt, mehr davon haben.

Willy: Wenn man einen Webshop gebaut, hast du gewusst, ne?

Stefan: Genau, wenn man einen Webshop gebaut hat, habe ich schon ein paar Wochen in

Stefan: meinem Leben. Und dann haben wir das alles zusammengestöpselt und dann haben

Stefan: wir gesagt, passt, dann gibt es jetzt einen Webshop, da könnt ihr es bestellen.

Stefan: Dann ist irgendwann einmal die erste Bestellung eingetroffen.

Stefan: Und dann halt da lokal, beim Weihnachtsmärkt. Was war die erste Bestellung?

Willy: Ich weiß nicht, ob von euch selber war, test Family, Friends and Fools ab.

Stefan: Harald hat einen Kasten, das weiß ich noch. Wirklich? Das weiß ich noch.

Willy: Was hat am schnell der Harald?

Stefan: Wahrscheinlich einmal creamy und einmal gesalzen Erdniss.

Willy: Liebe Grüße an Harald.

Stefan: Aber du weißt es noch.

Willy: Immerhin.

Stefan: Aber deswegen gesagt, hat das dann irgendwie auch gut zu dem Thema,

Stefan: das hat dann alles ineinander gegriffen, hat dann irgendwie gepasst gehabt.

Stefan: Ich habe gesagt, okay, passt, dann machen wir das halt selber.

Stefan: Uns bleibt mehr über vom Geld, wir können das Produkt besser steuern,

Stefan: wir können die Kommunikation besser steuern,

Stefan: wir können auch die Mengen, wo wir hin was verkaufen, wir können neue Produkte

Stefan: entwickeln, ja, und hart gesagt, unterm Strich bleibt mehr auch im Börsen lieber, ja.

Willy: Okay, was geht jetzt am besten?

Stefan: Also eigentlich sehr ausgeglichen alles, sind wir sehr happy darüber,

Stefan: aber so die Erdnussbutte ist schon das, was wir schauen und das,

Stefan: was wir versuchen zu pushen,

Stefan: weil es einfach auch nochmal ein Produkt ist, wo ich glaube,

Stefan: viele eher damit etwas auffangen können, auch in der Weiterverarbeitung und so.

Stefan: Und ja, und auch natürlich super gut schmeckt.

Willy: Das Öl ist dann zum Schluss dazugekommen?

Stefan: Genau, Öl ist zum Schluss dazugekommen. Das haben wir probiert gehabt und dann

Stefan: mit der Ölmühle Fahndler dann eben einen guten Partner gefunden.

Willy: Wo sind die?

Stefan: In der Steiermark daheim.

Willy: Das sind alle Ölmühlen in der Steiermark.

Stefan: Ja, eh voll. Das ist ja fast, oder?

Willy: Ölmühlen.

Stefan: Und das kompliziert jetzt das Ganze noch und ja, mal schauen,

Stefan: was vielleicht noch dann auch kommt von den Produkten, aber...

Willy: Was war denn noch? Ich kenne mich ja nicht aus mit diesen Nüsse,

Willy: die eigentlich keine Nüsse sind.

Willy: Erdnussbutter und auf gesalzen Erdnüsse wäre ich auch noch draufgekommen, nicht?

Willy: Erdnussöl, ja, mit ein bisschen mehr nachdenken, ja, aber was kann man denn aus Erdnuss noch?

Stefan: Mit verschiedenen Mischungen, vielleicht kennst du das, es gibt ja Erdnüsse mit Chili und so.

Willy: Mit allen möglichen Würzungen.

Stefan: Auch bei Erdnussbutter noch Sachen dazu geben.

Willy: Variationen ist klar.

Stefan: Das Öl kann auch variieren. Chili-Erdnussöl. Ja, stimmt.

Willy: Oder Erdnussöl mit Chili.

Willy: Aber gab es irgendwie eine ganz neue Produktkategorie, an denen ich gar nicht

Willy: denke, was ich mit Erdnosen noch machen kann. Leitet dann eh schon über auf meine nächste Frage.

Stefan: Gute Frage.

Stefan: Danke.

Stefan: Fällt dir was her?

Willy: Nein, in dem noch nicht, aber meine nächste Frage geht ein bisschen in die Richtung,

Willy: weil ich mich bei solchen Produkten auch immer frage, was tue ich denn?

Willy: Bei euch bleiben viele Scheuen über. Was kann man denn mit den Scheuen machen?

Willy: Dann habe ich gelesen, dass ganz viele Erdnüsse, es gibt ja diese rote Haut,

Willy: was da auf den Erdnussen drauf ist.

Willy: Satin oder Satin oder wie das? Wie heißt das oft gescheit? Tester.

Stefan: Das höre ich auch zum Ersten.

Willy: Bitte gerne, also diese rote Haut, die, was du bei den Erdnuss drauf ist,

Willy: die die Haut um den Erdnusskörn besondere physiologische Eigenschaften hat die nämlich,

Willy: und es macht Sinn, diese auf den Kernen zu belassen, brav, habt es drauf lassen,

Willy: weil das sind irgendwelche irgendwelche, ich habe mir irgendwo aufgeschrieben,

Willy: aber da sind noch irgendwelche Antioxidantien und noch irgendwas drauf,

Willy: das ist was halt besonders ist, vielleicht kann man auch die Haut separat wieder

Willy: zu irgendwas machen, das sind diese Sachen, die was halt so,

Willy: seit Quest, seit Streams, seit alles, was man glaubt, das ist eigentlich nur

Willy: auf der Seite, kann man oft Kernteck machen Das macht ja die Firma Kerntec aus

Willy: Kärntel, Marienkärntel, Marillenkärntel und so weiter.

Willy: Halt auch wieder Produkte. Kann man aus den Schalen was machen?

Stefan: Ein guter Punkt. Wir haben uns auch schon gestellt, die Frage.

Stefan: Es ist einmal, weil wir haben ein bisschen was liegt da nochmal dumm an.

Stefan: Die bleiben natürlich über. Haben wir dann am Acker verstreut,

Stefan: das ist ein bisschen Dünger. ist jetzt, genau.

Stefan: Früher, dann hat mich auf einem Markt einmal ein langjähriger Kunde darauf angeguckt,

Stefan: seitdem er die Schalen, wenn er am Kompost schmeißt, hat er viel mehr Regenwürmer drinnen.

Stefan: Viel, viel mehr Regenwürmer. Die fressen das, die lieben das. Wirklich?

Stefan: Hat er mir erzählt gehabt. Dann habe ich bei uns jemanden gekannt,

Stefan: der bei uns in der Nähe eine Wurmfarm macht.

Willy: Aber nicht den Alfred.

Willy: In Grand. Du wolltest schon in ihren Grand grüßen? In Grandform?

Stefan: Nein, aus Erdpress oder aus... Ja, da. Nicht da.

Willy: Teilt da hinten.

Willy: Ja, ist ein Wurscht.

Stefan: Eben.

Stefan: Die Wurmform und dem habe ich gesagt, komm mal vorbei und hol dir mal was.

Stefan: Der hat sich dann was geholt und bei ihm hat er keinen großen Effekt gesehen.

Stefan: Das war jetzt eigentlich unser Ding gewesen. und gesagt hat, okay, cool, super.

Stefan: Er hat jetzt bei sich nicht diesen riesen Effekt gesehen, wie uns dieser Kunde mal erzählt hat.

Stefan: Hat eben dann jetzt auch damit aufgehört.

Stefan: Genau, deswegen suchen wir eigentlich noch immer ein bisschen,

Stefan: was man wirklich mitdenkt. Man kann es eben auch, dann gibt es so eigene chemische

Stefan: Reaktionen, dass man eben dann so Kohle draus macht.

Willy: Ja, ich meine, vorher hat man auch Kohle und die am Viertel wieder ausbringt.

Stefan: Genau, die am Viertel ausbringt, aber dafür haben wir viel zu kleine Mengen.

Stefan: das ist das Präfui, wie das heißt, gibt es einen eigenen chemischen Prozess

Stefan: dafür, dass man das macht, weil es einfach Pyrolyse, danke, ja.

Willy: Wie beim Bockofen, da brennt es auch alles aus.

Stefan: Genau, Pyrolyse, danke, ja. Und das funktioniert, gehe ich mit Erdnussschalen sehr gut.

Stefan: Wieder gefährliches Halbwissen, aber das war dann ein bisschen mit auseinandergesetzt,

Stefan: aber das mit unseren Mängeln ist absolut irrelevant.

Willy: Der Weg zur Erkenntnis, die Treppe der Erkenntnis führt über viele Stufen von

Willy: gefährlichem Halbwissen. Man muss nur weitergehen.

Stefan: Ja, okay. Ja, ja, geht aus. Schön gesagt.

Willy: Bin gerade eingefallen.

Stefan: Und...

Stefan: Das ist halt und deswegen, ja, das war halt eigentlich so das Ding und jetzt

Stefan: haben wir es eigentlich auch wieder eher aufs Dünger, weil wir jetzt noch nicht

Stefan: das große Ding haben, was wir machen können. Man kann natürlich auch andenken

Stefan: am Verpackungsmaterial und bla bla bla.

Willy: Ja genau, haben wir gerade aufgeschrieben.

Stefan: Bei den Mengen ist das alles absolut irrelevant.

Stefan: Aber ja, na, sind wir definitiv noch auf der Suche, was man da vielleicht noch mal damit machen kann.

Willy: Der eine oder andere Sidequest lauert sicher noch dort.

Stefan: Schauen wir mal.

Willy: Das heißt, ihr habt euch eigentlich sehr, sehr gut als Unternehmen,

Willy: wie sagt man das so schön auf gescheit, vertikal integriert.

Willy: Also quasi vom Anbau, vom Feld bis in den Magen des Konsumenten,

Willy: der Konsumentin hinein über Marketing und alles. Im Prinzip fast alle Schritte

Willy: in der eigenen Hand eigentlich.

Stefan: Ja, schon. Also am Anfang war es eher gezwungenermaßen, weil es hat einfach

Stefan: gesagt, wir haben nicht irgendwo hingekennen, bitte ernt uns das.

Stefan: Wir haben nicht irgendwo hingekommen, bitte sortier uns das. Bitte röst uns das.

Stefan: Niemand hat uns bei einer rösten lassen, weil sie gesagt haben,

Stefan: sie wollen dieses Allergikum, Allergikum?

Stefan: Allergen. Allergen, danke.

Willy: Da klingt doch logisch.

Stefan: Allergen.

Stefan: Allergen, er hat uns Beernner in Betrieb haben, weil es eben Kaffeegeräste oder

Stefan: was anderes oder sonst was.

Stefan: Und deswegen haben wir das halt eigentlich alles Schritt für Schritt selber machen müssen.

Stefan: Was jetzt super ist, weil jetzt haben wir das, jetzt haben wir vor allem gefühlte

Stefan: dritte, vierte Variante und das funktioniert und es ist in einem halbwegs betriebswirtschaftlich

Stefan: vernünftigen Prozess drinnen.

Stefan: Und deswegen sind wir euch da sehr happy.

Willy: Also es ist kein Pilotprojekt mehr, sondern es ist schon Teil eures Businessplans.

Willy: Wie viel von eurem landwirtschaftlichen Einkommen ist das jetzt schon ungefähr?

Willy: Ist das jetzt schon ein signifikanter Teil oder eher noch so die

Stefan: Die Orchidee, die noch... Nein, wenn man halt natürlich alle Kosten abzieht,

Stefan: wenn man das Investment abzieht und so weiter, ist das sicher noch etwas,

Stefan: was Zeit braucht, bis ein grünes Ding davorsteht.

Stefan: Das muss man ganz ehrlich sagen. Also das sind...

Willy: Bis ein grünes Ding davorsteht. Schau, schön, Bio.

Stefan: Also schön, bis eine grüne Zahl davorsteht.

Willy: Aber ein schwarzer sagt man eigentlich. Nein, nein, du wirst schon,

Stefan: Das ist ein Bio. Ja, bleiben wir Bio. Bleiben wir Bio, sind wir grün.

Stefan: Also das muss man schon sehen, aber ja, das gehört dazu zu sowas,

Stefan: wenn man sowas Neues macht und diese Investments macht auch in so eine neue

Stefan: Kultur und da arbeitet man fleißig daran weiter.

Willy: Dass

Willy: es so weitergeht. Dass es so weitergeht eigentlich.

Stefan: Und dass wir ehrlich gesagt wirklich die Erdnuss da ein bisschen auch bekannter

Stefan: machen, etablieren, auch mehr in unserer Küche.

Willy: Ich sehe dich schon so in den Kochschoss drinnen, stehen mit einem Glas auf

Willy: eurer Erdnussbutter oder sowas.

Willy: Und heute ist der Stefan da, der tut uns halt ein Erdnussbotschaft aus Österreich.

Willy: Einen Alex gibt es ja nicht mehr, oder? Ich weiß nicht, GEM tut es schon noch.

Willy: Ich weiß nicht, ob sie noch aktiv sind oder sowas.

Willy: Was war der größte Fail, der sich in der Zeit passiert ist?

Willy: So verdrängt das Ganze schon wieder.

Stefan: Es ist halt eine Vielzahl halt natürlich die,

Stefan: mühsamen Ernten halt mit selbstgebauten, umgebauten Erntemaschinen halt,

Stefan: wo halt dann natürlich dort was nicht passt und da was nicht passt.

Willy: Stehendig am schrauben. Stehendig.

Stefan: Es war eine einzige Staubwolke.

Stefan: Da sind wir noch hinten rum gestanden und haben das mit der Hand dann währenddessen

Stefan: aussortiert mit Staubmasken und Brille und das drei Tage lang und Ohrenschützer,

Stefan: weil schon alles Staub in jede offene Pore reingedrungen ist und so.

Stefan: Ja, also vielleicht eh so das ganze Erntethema, was auch dann am mühsamsten war.

Stefan: Dann natürlich auch Wetterthema oder halt wenn man sieht, man hat dann auch,

Stefan: die, es steht halt alles super da und im Endeffekt kommt halt nichts außer,

Stefan: weil es halt dann doch zu kalt ist am Ende des Tages oder weil halt eben viel

Stefan: Buschen ist und dann keine Erdnüsse drauf ist oder so.

Stefan: Ja, also es ist immer wieder eher Kleinigkeiten. Im Rückprojekt damals war es

Stefan: für mich keine Kleinigkeit, aber jetzt kann man zum Glück ein bisschen entspannen.

Willy: Und was hat euch dann dazu gebracht, dass du weitergemacht hast?

Willy: Weil es klingt ja teilweise schon dramatisch ein bisschen,

Stefan: Oder? Ehrlich gesagt, glaube ich, wenn ich so sturschädel, vielleicht ein bisschen auch.

Stefan: Ich muss ehrlich sagen, vielleicht hätte ich dann schon oft gesagt,

Stefan: ich will nicht mehr, mein Bruder ist da vielleicht noch ein bisschen mehr Stuhlschädel

Stefan: zum Glück, als wie, da haben wir sie, gänzen wir sie gut und hat gesagt,

Stefan: nein, jetzt das machen wir und das machen wir und probieren wir und ist da eigentlich,

Stefan: immer super hart dran blieben zum Glück.

Willy: Ist das wie die zwei Kerne einer Erdnuss?

Stefan: Das ist schön gesagt.

Willy: Das habe ich gerade so richtig gesehen. So Ying und Yang hat nicht passt,

Willy: aber die zwei kleine eine Erdnuss.

Stefan: Ja, teilweise auf jeden Fall.

Stefan: Und auch ja, gewisse Aufmerksamkeit für das Produkt. Das macht Spaß,

Stefan: wenn man doch eine gewisse Anerkennung kriegt für das, was man tut.

Stefan: Ein paar Preise gewonnen.

Stefan: Dass es den Leuten schmeckt, das muss man wirklich sagen. Also das ist jetzt,

Stefan: was man fast wirklich gar nicht so, was man fast das es am meisten motiviert

Stefan: ist, dass es den Leuten wirklich schmeckt und wirklich taugt das Produkt und

Stefan: wir ganz viele tolle Nachrichten kriegen.

Stefan: Einerseits zu dem, dass wir das machen, aber andererseits eben,

Stefan: dass die Produkte so geil sind.

Willy: Wer steht da nicht die Gefahr, dass man seine anderen Kulturen ein bisschen

Willy: vernachlässigt, wenn man sich in eine so verliebt?

Stefan: Nein. Nein, also wirklich nicht. Nein, sage ich dir ehrlich.

Willy: Schau, die Antwort ist schnell gekommen.

Stefan: Nein, weil die anderen viel, viel weniger auf der Arbeit sind.

Willy: Das ist eine andere Form die

Stefan: Anderen sind einfach da fahre ich wohin, da kippe ich das an und dann ist wirklich

Stefan: immer Geld überwiesen aufs Konto.

Willy: Da funktioniert der Prozess schon

Stefan: Und das ist auch schön, sage ich ehrlich.

Willy: Das hat alles deine Vorredner und

Stefan: Hinterteile und deswegen passt das auch gut,

Stefan: vielleicht eben, was da der Fühlerfrage ist wolltest du noch was anderes auch

Stefan: noch machen kann ich ihm dann auch gleich sagen,

Stefan: eine Spezialkultur reicht definitiv.

Willy: Gleichzeitig meinst du, oder? Ja, genau. Schau, du hast das offen lassen.

Willy: Du hast vorher, wir schließen das Thema, wir werden uns jetzt abgehen in Richtung Finale.

Willy: Du hast aber vorher gesagt, du bist ein Fan der kleinstrukturierten Landwirtschaft.

Willy: Was ist denn kleinstrukturierte Landwirtschaft? Was macht denn so ein Betrieb

Willy: aus und warum bist du Fan davon?

Stefan: Ich sage jetzt so familiengeführt, dass ich sage, ich kann eben als Landwirt

Stefan: davon leben, dass ich vom für...

Willy: Machst du voller Erwerb damit?

Stefan: Ich sage jetzt, ich meine, ich bin ja in dem Sinne, ich bin ja auch nicht einmal

Stefan: voller Erwerbslandwirt, sage ich ganz ehrlich.

Stefan: Also, dass das die Haupttätigkeit ist, dass man in der Landwirtschaft arbeitet,

Stefan: wenn man jetzt nebenbei ein bisschen was macht und so, glaube ich,

Stefan: das macht schon für viele Sinn. Das ist schon auch eine gute Sache.

Stefan: Aber dass man sagt, man bekommt auch Geld dafür, man bekommt auch faires Geld

Stefan: dafür, man bekommt Wertschätzung dafür, was man macht und man kann damit seine Familie ernähren.

Stefan: Die Diskussion natürlich mit oder ohne Förderungen. Das ist halt Bestandteil

Stefan: jetzt so, wie es ist und deswegen machen die ja definitiv Sinn.

Stefan: aber wenn ich sage, ich kann eben da als Familienbetrieb mit Einzelmitarbeiter

Stefan: meine Felder bewirtschaften, meine Kühe,

Stefan: meine Schweine, meine Puten und das gut machen, es macht mir Freude und ich

Stefan: bekomme auch Geld dafür, dass ich meine Familie ernähren kann, von dem bin ich Fan.

Willy: Wo war dann die Grenze?

Willy: Du hast gesagt, ich habe in Summe 160 gekriegt. Die durchschnittliche Betriebsgröße

Willy: in Österreich, ich glaube, momentan bei 32 Hektar oder sowas.

Willy: Ich war in Brasilien beim Familienbetrieb noch mit 40.000 Hektar.

Willy: Wo ist die Grenze, dass so ein Betrieb nicht mehr die Kriterien erfüllt,

Willy: die du jetzt ansetzen würdest?

Stefan: Also ich glaube, man muss da schon klar sehen, okay, das Osterzeug ist halt

Stefan: eben halt auf Österreich-Europa bezogen.

Willy: Für einen österreichischen Betrieb.

Stefan: Genau, genau.

Stefan: Ich glaube, die Grenze ist, es gibt ja Betriebe, die haben Gemüse und Spezialkulturen

Stefan: und Kräuter, die kommen mit fünf Hektar aus.

Stefan: Also deswegen, glaube ich, kann man das gar nicht so auf das sagen,

Stefan: sondern es kommt eher davor, dass jeder, dass man die Möglichkeit hat,

Stefan: seinen Weg zu finden, den auch zu gehen.

Stefan: Den zu gehen, einerseits am Acker, aber halt eben auch betriebswirtschaftlich,

Stefan: der für einen passt. Ich glaube, das muss schon heutzutage Hand in Hand gehen,

Stefan: dass der Bauer da vielleicht eben immer mehr Unternehmer ist.

Stefan: Und das muss Hand in Hand gehen.

Stefan: Und da muss sich einer selbst verwirklichen können und genug verdienen,

Stefan: dass das für einen passt. Und ich glaube, ob er jetzt dann x Hektar hat oder

Stefan: x Mitarbeiter hat, ist dann, glaube ich, weniger,

Stefan: das Thema, als dass man sagen kann, okay, passt,

Stefan: ich gehe in dem Thema Landwirtschaft auf und muss jetzt nicht eine Investmentfirma

Stefan: im Hintergrund haben, die mir Geld einputzt, dass ich das alles dahinter halten kann.

Willy: Also ist das ein Ereignungsbegriff, oder?

Stefan: Eigentumsbegriff? Boah.

Willy: Ich sehe jetzt aus dem Gegenpol, ich sage jetzt die Familiengeführte,

Willy: ich sage jetzt mal von mir aus ein 100 Hektar Ackerbaubetrieb, Papa ist Mama,

Willy: die Buben sind schon, die anderen sind schon am Nachkommen oder sonst irgendwas,

Willy: vielleicht hat man hin und wieder mal einen Mitarbeiter, einen Lundresch oder sonst irgendwas.

Willy: Aber du kennst deine Vödel im Großen und Ganzen und das andere ist eine Investmentgesellschaft,

Willy: die sagt, okay, ich kaufe diese Flächen, sitze dort einen Geschäftsführer hin

Willy: mit Mitarbeitern und die sind dafür verantwortlich, dass im Endeffekt am Ende

Willy: vom Jahr die Zeit stimmt.

Willy: Das habe ich jetzt gemeint mit Eigentumsbegriff.

Willy: Weiß ich nicht, ist das so ein Kriterium?

Stefan: Ja, das würde ich schon dann so sehen.

Willy: Das war zu einer Nachfrage. Musst du erklären, wieso.

Stefan: Da würde ich schon die Gäste sagen, weil das eine ist, sag ich mal jetzt,

Stefan: ganz hart gesagt, das ist der familiengeführte landwirtschaftliche Betrieb und

Stefan: der Investmentfirma oder,

Stefan: geführte Betrieb, wo ich einfach gewisse Kennzahlen habe, wo ich vielleicht

Stefan: auch mehr von den Zahlen getrieben bin als von,

Stefan: den landwirtschaftlichen Sachen, von der Natur her und auch und so Sachen.

Stefan: und das auch immer noch wachsen muss, zum Beispiel dann in Deutschland,

Stefan: ich brauche immer mehr Kühe, dort ist das nochmal doch eine andere Skalierung wie bei uns und,

Stefan: Und da merkt man das halt schon auch, dass das natürlich, da wird immer mehr

Stefan: Geld reinkommen, immer größere Betriebe und immer teure Pachtflächen,

Stefan: ich brauche dann immer mehr Kühe und bla bla bla und das spült halt immer mehr auf.

Stefan: Und im Endeffekt geht es schon.

Willy: Wachse oder Weiche.

Stefan: Ja, genau. Und das geht dann schon, weil die bäuerlichen Betriebe da,

Stefan: ich merke es halt bei uns auch in der Ortschaft, das ist schon ein gewisses Kulturgut da.

Stefan: Die helfen halt auch mit bei verschiedenen Vereinen. Die sind halt dann auch

Stefan: da. Es ist ein großes Ganzes, das auch die Ortschaft prägt, wenn ich Landwirte im Ort habe.

Stefan: Und die auch für ihre Flächen leben, die für die Natur leben,

Stefan: die für ihre Aufgabe leben. Und da gehört halt oft nicht nur,

Stefan: das Landwirtzeln und das auch viel mehr rundherum sind, was da dazugehört.

Stefan: Dann gibt es immer einen Bauermarkt, wo die Dinge direkt verkauft werden und

Stefan: bla bla bla. Oder man macht dann eben, jeder macht ein bisschen was Spezielles.

Stefan: So irgendwie. Das finde ich halt gut, wenn man sich da drin eben verwirklichen

Stefan: kann und da auch so verwirklichen kann, dass man dann davon was hat. Was bist du?

Willy: Bauer, Landwirt, Agrarunternehmer?

Stefan: Also wenn mir vorstellen würde, Landwirt und Unternehmer.

Willy: Landwirt und Unternehmer.

Stefan: Ja, genau.

Willy: Landwirt und Unternehmer.

Stefan: Genau. Also ich kann diese eine Seite ausleben zum Glück für mich,

Stefan: als kleinstrukturierter Betrieb.

Stefan: Eben der, was da mit den Erdnüsse eine gute Direktvermarktungsschiene gefunden

Stefan: hat und sozusagen, wenn ich das abgekoppelt sehe,

Stefan: seine Landwirtschaft erhalten kann, sodass die auch profitabel ist und halt

Stefan: dann auch, sage ich mal, die...

Stefan: größere Bühne halt bespielt, dann einmal als Unternehmer, wo man dann vielleicht

Stefan: ein bisschen mehr Zahlen denkt und ein bisschen betriebswirtschaftlicher dann einmal unterwegs ist.

Willy: Wenn ich dich, jetzt haben wir wirklich vor die Erdnüsse über KI recht viel

Willy: gerät, von vorn bis hinten, also wenn man sagt, quasi vertikal durchgearbeitet durch das Ganze.

Willy: Was habe ich vergessen zum Fragen? Was jetzt in diesem Kontext wichtig ist? Generell.

Willy: Also ich möchte jetzt natürlich nicht antragen nachher und dann sagen Sie,

Willy: Alter, ihr habt das eine Riesenthema rund um das Thema nicht angesprochen, das geht gar nicht.

Willy: Du bist der Experte, ich bin ja nur der... Nein, es gibt irgendwas,

Willy: was wir vergessen haben,

Stefan: Was wichtig war. Das Thema Erdnüsse, glaube ich, da habe ich ein bisschen erzählt

Stefan: und habe denen leider einen Einblick gegeben in eine Spezialkultur, die wir da haben.

Willy: Statistisch nicht erfasst, also es gibt keine Zahlen. Hast du etwas gefunden dazu?

Stefan: Nein, es gibt ja nichts. Es gibt so ein Nuss-Konzept.

Willy: Wo die Deutschen habe ich gefunden, da ist die Erdnuss, obwohl es keine Nuss

Willy: ist, Top 1, gefolgt von, ich glaube, die Mandeln sind die Zweiten,

Willy: dann Haselnuss, Walnuss, sonst irgendwas.

Willy: Aber das waren in Summe 6 Kilo im Jahr, was eh viel ist, weil die haben urviel Kalorien.

Willy: Nein, sehr nährreich oder sowas. Aber es ist nur, da geht noch was. Um Konsum.

Stefan: Nein, voll. Da haben wir eben jetzt gesagt, findet man wirklich wenig und Recherche

Stefan: war immer hart da zu dem Thema.

Stefan: Recherche, wie man was macht, war immer hart.

Stefan: Aber jetzt haben eben auch zwei junge Buben eine Kontik, wenn ich mir auch länger

Stefan: plaudert habe, die haben jetzt eher eine Matura-Arbeit, glaube ich,

Stefan: über Erdnüsse geschrieben und das haben wir uns jetzt zugeschickt,

Stefan: da bin ich schon ganz gespannt, das will ich mir noch durchlesen.

Stefan: Die werden gescheit recherchiert. Genau, die haben jetzt dann einmal gescheit

Stefan: recherchiert zu dem Thema und haben es jetzt geschickt gehabt,

Stefan: was sie da gemacht haben zu Matura und das wollen wir jetzt einmal dann...

Willy: Ja, wenn es offiziell verfügbar ist und so, dann teilen wir es natürlich gleich Ja,

Stefan: Ich habe gesagt, es gibt viele amerikanische Sachen, die es gibt, aber,

Stefan: in Europa, was ich tun und rundherum, ist wirklich sehr, sehr wenig,

Stefan: wo man irgendwas wissen kann oder ob Frankreich.

Willy: Okay, das heißt, es gibt noch viele Möglichkeiten für die weitere Entwicklung,

Willy: für neue Statistiken, neue Zahlen und neue Geschäftsmodelle oder aufbauende

Willy: Geschäftsmodelle für das Ganze. Ja.

Willy: Also, alle Fragen geklärt, keine Fragen offen, dann nur noch die Abschlussfragen.

Willy: Kennst du vielleicht schon, die utopische Welt. In einer utopischen Welt,

Willy: in der du dir alles wünschen könntest, was würdest du in unserem Lebensmittelsystem

Willy: ändern, wenn du könntest?

Stefan: In einer utopischen Welt, ich glaube, es ist gar nicht so weit,

Stefan: dass ich mir, ich glaube, alleinig eine Herkunftskennzeichnung.

Willy: Herkunftskennzeichnung, ja.

Stefan: Ich glaube, das wird schon sehr viel. ich schaue immer selber sehr drauf,

Stefan: wenn man wo essen soll, wo es steht und ich finde es immer sehr sympathisch,

Stefan: wenn die das hinschreiben.

Stefan: Es muss gar nicht zu unkompliziert sein, aber einfach hinschreiben,

Stefan: von wo die Sachen kommen, die man da isst.

Willy: Flächendeckend überall? Wo würdest du die ganze Zeit sehen?

Stefan: Was würde dagegen sprechen, dass man es flächendeckend macht?

Stefan: Ich glaube eh nichts. Ich weiß nicht, wie sie sich da gar nicht...

Willy: Wenn du umherst, die anderen sagen, es ist zu viel Ohr, die anderen sagen,

Willy: das zahlt sich gar nicht aus, wenn man das so tief erhebt, das reicht für die

Willy: Hauptkomponente, und und und, es gibt viele Meinungen.

Willy: Aber wo warst du, bis wohin oder warst du, bis ab zum letzten Zulat?

Stefan: Muss jetzt nicht sein, aber schon mal die Hauptdinge auf jeden Fall.

Stefan: Also ich glaube, das ist ja eh die Diskussion, glaube ich. Oder hoffentlich kommt auch.

Stefan: Aber ja, ich weiß nicht, wenn ich Gastronom wäre, würde ich mich gar nicht die

Stefan: Frage stellen, ehrlich gesagt, ob ich das mache oder nicht. Weiß ich nicht.

Stefan: Also ich würde das auf jeden Fall machen. Egal, ob das verpflichtend ist oder nicht, bis zu, ja, wo die,

Stefan: Tierfetten herkommt. Wahrscheinlich weiß ich nicht, aber allein wenn man 80-20-Prinzip,

Stefan: das Beliebte, wenn ich 80% schon mal hinschreibe,

Stefan: ist schon ganz viel geschenkt.

Willy: Glaubst du das, was ändern würde im Konsumverhalten der Menschen?

Stefan: Ich glaube schon, ja. Bewusstsein,

Stefan: bewusst machen von Themen, so wie wir da sitzen, glaube ich,

Stefan: ist wichtig, dass das Bewusstsein ist für Landwirtschaft, Bewusstsein ist für

Stefan: regionale Lebensmittel,

Stefan: Bewusstsein für eben, was kann man anders machen,

Stefan: was kann man anders essen, ist schon so viel wert und wenn ich das liese,

Stefan: hey cool, das ist vom Oberbauer, die Erdapfel, die haben gut geschmeckt,

Stefan: dann geht er vielleicht sogar nachher nochmal hin und

Stefan: direkt hin und kauft sie dort auch mit Erdapfel und weil dort bei einem Hofladen

Stefan: war, und denkt, boah, ist aber irgendwie schon lässig.

Stefan: Dann fahre ich jetzt nur mehr in die Abhofläden und fahre vielleicht zu irgendeinem

Stefan: Sammelmarkt. Bei uns gibt es auch so super tolle Abhofläden, Sammelmärkte.

Stefan: Vor der Tieren kaufe nur mehr dort meine Sachen und das ist schon so viel Gewinner für alle.

Stefan: Erstens kaufe ich regionale Ware. Ich gebe mein hart verdientes Geld an regionale

Stefan: Leute, an regionalen Unternehmer, der regional,

Stefan: seinen Kreisler betreibt oder was immer und an Bauern, die das machen oder dann

Stefan: kleine Manufakturen, die eine Sachen machen und das finde ich würde schon so viel ändern.

Willy: Die Wertschöpfung in der Gegend.

Stefan: Genau. Und das alleine, glaube ich, das war so ein Ding, was einfach das richtige

Stefan: Signal senden würde in ganz viele Bereiche, wenn man sagt, ich sehe euch im

Stefan: Restaurant, von wo die Sachen kommen.

Willy: Weil die Erdnussbutter glasen, jetzt sieht man, wie wir von Transparenz geredet

Willy: haben, das ist eigentlich eine Frage, muss man auf die Erdnussbutter draufschreiben,

Willy: dass sie Erdnüsse enthalten, also Allergene.

Stefan: Wirklich? Dick. Man muss Erdnüsse fett markieren, dass ein Allergene ist.

Willy: Auf der Erdnüsse Butter?

Stefan: Genau.

Willy: Okay, gut. Nein, das wollte ich nur wissen.

Stefan: Nein, gehört dazu.

Willy: Was finde ich in deinem Kühlschrank? Wenn ich jetzt aufmache?

Stefan: Wenn ich jetzt aufmache, ähm...

Stefan: Wirklich, und das sage ich ganz ehrlich, wirklich für regionale Produkte.

Stefan: Also eben, wie gesagt, ich kaufe mir zu 80 Prozent bei so einem regionalen Supermarkt

Stefan: ein, bei uns in der Umgebung.

Stefan: Da haben wir arm in der Woche hin und kaufe mir für die ganze Woche ein.

Stefan: Da haben wir unsere Liste. Dann möchte ich das Essen planen.

Stefan: Gerade mit einem kleinen Sohn jetzt, das ist sehr hilfreich. Der Papa schon?

Willy: Genau, genau, genau. Das habe ich vergessen.

Stefan: Landwirt, Unternehmer und Papa. Das ist eine Beschreibung.

Stefan: und kaufen wirklich einmal in der Woche ein und kaufen dort wirklich 80% von unserem Essen ein.

Stefan: das ist natürlich auch ein Geldthema, das muss man ganz ehrlich sehen,

Stefan: das kostet was, ist mir jetzt persönlich wert, kann ich mir zum Glück auch so

Stefan: leisten und deswegen steht das in meinem Kühlschrank drinnen.

Stefan: Wirklich schauen, regionale Ware, wenn es geht, bio.

Willy: Jetzt bist du noch so jung, jetzt weiß ich nicht, ob ich die Frage stellen soll.

Willy: Aber ja, wenn du dich irgendwann einmal für alle Zeiten verabschiedest von diesem

Willy: Planeten, wofür soll man sich aus dem gegenwärtigen Zeitpunkt an dich erinnern?

Stefan: Boah.

Stefan: Dass das,

Stefan: vielleicht immer wieder neue Plätze reingefahren ist.

Willy: Sei cool.

Stefan: Genau.

Willy: Dabei kommst du daneben, weil kleiner Starr offen.

Stefan: Wahrscheinlich, das ist irgendwie am meisten.

Willy: Sehr schön. Sag mal, wie viele Stunden pro Woche hakelst du eigentlich?

Stefan: Also, ich muss, also, vielleicht ist es vielleicht zu unserem nächsten Thema

Stefan: dann, was wir gesagt haben, wo wir auch mal in einem zweiten Podcast.

Stefan: Zum Glück, danke, ich muss ehrlich sagen, wirklich um, mein Vielfaches weniger,

Stefan: wirklich, wirklich um ein Vielfaches weniger.

Stefan: wo ich effektiv dann auch vor dem Laptop sitzen muss und so.

Stefan: Aber ja, es ist wirklich vieles, was Hand in Hand geht. Ich habe einen guten

Stefan: Mitarbeiter, eben bei der Lammeschaft haben wir auch einen Mitarbeiter.

Stefan: Ich habe die Mama zum Glück, die Mama macht uns dann den ganzen Versand von

Stefan: den Sachen, die das wirklich super toll macht seit der Pension und glaube,

Stefan: das auch wirklich mit viel Freude macht. der Papa fährt viel am Traktor,

Stefan: dann spielt mein Bruder und mir viel frei für die Anfragen.

Willy: Sobald es in der Logistik noch.

Stefan: Und deswegen geht das zum Glück alles und mit ein bisschen organisiert hat auch und ja,

Stefan: deswegen ist oft variabel, was man redet, aber man hat halt schon,

Stefan: der Kopf rennt 24 Stunden, das muss man schon sagen, aber es macht mir irgendwie Spaß auch.

Willy: Ja, man sieht es, man merkt es und du heilst noch ein bisschen was aus mit deiner Jugend.

Stefan: Nein, das hast du schon fast zu oft gesagt. Jetzt werde ich bald rot werden.

Willy: Nein, nein, das brauchst du nicht rot werden. Das ist wie eher bloß.

Stefan: 40 ist ein Jahr da.

Willy: Dann bist du auch so weit.

Stefan: Dann geht es bergab, oder? Oder geht es bergauf?

Willy: Okay, nächstes Thema. Wir werden ja, du hast es jetzt hier schon ein bisschen

Willy: eingeleitet, wir werden vielleicht in so einer Minifolge, die wir dann noch nachschießen,

Willy: über den Einsatz, ganz praktischen Einsatz von KI, weil du bist ja praktischer

Willy: KI-Einsetzer und du arbeitest mit dem auch viel.

Willy: noch reden. Was KI nicht kann, was ich bis jetzt gemerkt habe, ist ein Witz erzählen.

Willy: Ganz zum Abschluss, hast du irgendeinen Witz, ein Zitat oder irgendeinen Spruch,

Willy: der dir besonders wichtig ist und mit dem du uns jetzt quasi für diese Folge nach Hause schickst?

Stefan: Letztens hast du übernachtacht, dass man stehgreifmäßig nie Witze anfängt oder

Stefan: nie Witze, die man öffentlich erzählen darf. Das ist eh das Problem.

Willy: Und so auch ein Ende.

Stefan: Ja, das Das könnte ein paar Witz, habe ich die Ketten zu meinem Verfängnis werden.

Willy: Nein, das wollen wir nicht.

Willy: Es ist auch noch nie wieder aufgestanden und einfach weggerannt.

Stefan: Das war aber das Nächste. Ich bin... Witz, Witz.

Willy: Was ist mit der Kegelbahn? Wir hocken da vor einer Kegelbahn, mit dir im Hintergrund

Willy: funkeln die Anzeigen. Schüttel steht 0, 0, 0, Kegelbahn 3, 4 und 5.

Willy: Hast du irgendeinen Kegelbahn-Schmier?

Stefan: Nein.

Stefan: Alle neun. Gibst du die Kugel? Ich kenne nicht einmal einen Kegelspruch, alle neune.

Willy: Sind das neune?

Stefan: Ja, Kegeln ist neun.

Willy: Also beim Billard würdest du schon sagen, Polen.

Stefan: In Polen sind es genau. Wenn man alle neun trifft, dann gibt es Saison.

Willy: Saison, kein Strike.

Stefan: Kein Strike, ja. Saison und da gibt es eigentlich irgendwie schon Spruch dazu,

Stefan: das hätte jetzt gut gepasst.

Willy: Ich wollte das schon auflegen. Ich habe da quasi die Bahn freigemacht.

Stefan: Aber ich könnte jetzt nur ein So schreiben, wenn es du willst. Ja.

Stefan: Nein, ich glaube, mir fällt jetzt gerade wirklich...

Willy: Genau, wir schreiben dann bitte, sei nachgereichter Witz oder Zitate schreiben wir da in die Show.

Willy: Mit dem Video und die anderen Sachen.

Stefan: Genau, der jugendfreie Witz. Der nachgereichte.

Willy: Stefan, vielen, vielen, vielen Dank. Danke auch. Fürs Interesse. Fürs Interesse, ja.

Willy: Und auf Wiederschauen. Warte, ich habe sogar einen. Habe ich mal nicht?

Willy: Nein, habe ich nicht. Es gibt keinen Schluss. Und aus.

Stefan: Super, und aus. Sehr schön. Ciao, ciao.

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Einspruch Bachler | Kuhattacke · Dürre · Ukraine

Ein Bergbauer und ein Podcaster streiten über die heißen Kartoffeln der Agrarpolitik.